Flüssige Grillanzünder giftig?

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5 Antworten

Manche Varianten sind giftig beim Verschlucken, da giftige Alkohole (z. B. Methanol) enthalten sind. Habe mal auf einer Flasche den Hinweis gelesen "bereits das Verschlucken geringster Mengen kann zu lebensbedrohlichen Nervenschäden führen". Interessant, dass so etwas in den freien Handel gelangt. :-)

Wenn das Zeug verbrennt entsteht eigentlich hauptsächlich Kohlenstoffdioxid (relativ ungefährlich) und bei unvollständiger Verbrennung eventuell geringe Mengen Kohlenstoffmonoxid (ein Blutgift).

Die genaue Zusammensetzung kann allerdings von Hersteller zu Hersteller variieren. Einige Anzünder basieren zum Beispiel auf Paraffin, das im Prinzip ziemlich unbedenklich ist.

Gut Danke, also wie gesagt geschluckt habe ich es sicher nicht und ich wusste gar nicht dass es zu einer Blutvergiftung führen kann.

Muss der Rauch dazu auf eine Wunde komme oder wird dieses dann durch die Lunge aufgenommen?

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@Ommmaaa

Das mit dem Verschlucken war nur ein allgemeiner Hinweis, da die Überschrift der Frage ja lautet "flüssige Grillanzünder giftig?" und die Antwort ist "bei peroraler Aufnahme (Verschlucken) in der Regel ja!".

Nun zu Deiner "nachgereichten" Frage. Kohlenstoffmonoxid geht über die Lungen ins Blut über, wie z. B. Sauerstoff auch. Da es sich bei Kohlenstoffmonoxid um ein starkes Reduktionsmittel handelt, ein solches bekanntlich gerne Elektronen abgibt (Reduktionsmittel = Elektronendonator, Oxidationsmittel = Elektronenakzeptor) und das im Hämoglobin (das ist die Verbindung, die für die rote Färbung des Blutes verantwortlich ist) "verbaute" Eisenion zweifach positiv geladen ist und somit gerne Elektronen annimmt, reagieren diese beiden Verbindungen natürlich äußerst gerne mit einander und die betroffene Blutzelle ist dann ... funktionslos ("tot" kann man bei Erythrozyten nicht sagen, da sie keinen Zellkern besitzen und somit keinen Stoffwechsel betreiben können, also nach gängiger definition nicht "leben" und was nicht lebt kann definitionsgemäß auch nicht "sterben").

Es handelt sich hierbei nicht um das, was normalerweise als Blutvergiftung (Sepsis) bezeichnet wird. Bei einer Sepsis gelangen Krankheitserreger über das Blut in den Organismus und schädigen diesen (schädigen allerdings in der Regel nicht unbedingt direkt das Blut, das dient nur als "Transportmittel"). Kohlenstoffmonoxid ist ein Blutgift, das heißt die Giftwirkung beruht auf einer Wirkung auf Blutzellen (so wie die Giftwirkung eines Nervengiftes auf einer Wirkung auf Nervenzellen beruht).

Bei der Verbrennung von Grillanzünder dürfte allerdings nicht sonderlich viel Kohlenstoffmonoxid entstehen. Auf jeden Fall entsteht wesentlich weniger, als bei der Verbrennung der Grillkohle selbst. Da musst Du Dir also keine Gedanken machen. Man sollte das Zeug nur nicht gerade in geschlossenen Räumen verbrennen, aber wer macht so etwas schon? Und selbst wenn die eine oder andere Blutzelle mal dran glauben muss ist das nicht weiter tragisch, schließlich erzeugt der menschliche Körper pro Sekunde etwa 2 Millionen neue davon, weil sie ohnehin nicht sonderlich lange ... aah, jetzt muss ich es doch schreiben ... "leben" (im Mittel gerade einmal 120 Tage, also 4 Monate). ;-)

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@NoHumanBeing

Also danke für diesen ausführlichen Beitrag, jetzt habe ich zugleich was fürs leben gelernt, danke :))

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Ich glaube nicht, zwar ist es giftig jedoch nicht schädlich wenn man es einatmet. Ich denke erst wenn man es verschluckt sollte man schnellstens zum Arzt.

Gut Denke ich auch danke :)

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Ja, nach versehentlichem Verschlucken auch nicht zu irgendeinem x-beliebigen Arzt, sondern sofort Notruf absetzen, für so etwas gibt es extra eine Giftnotrufzentrale. Wenn das nicht sofort behandelt wird, drohen Erblindung, Nervenschäden, Tod, da häufig Methanol (Methylalkohol) oder andere giftige Alkohole enthalten sind.

Zum Glück ist das Zeug in der Regel vergällt (mit einem widerwärtigen Geschmack versehen), an sich schmeckt Methanol nämlich wie Ethanol (Trinkalkohol), also wie Schnapps.

Ich habe mal gelesen, wenn man Methanol verschluckt hat, wird einem intravenös extrem viel Ethanol verabreicht und der Blutalkoholpegel auf irgendeinem enorm hohen Wert (so hoch, dass man allein durch die Alkoholwirkung schon nicht mehr bei Bewusstsein ist) gehalten, weil das die Wirkung des Methanols irgendwie "verzögert". Diese Behandlung ist sicherlich weder gesund, noch angenehm, aber besser als zu erblinden oder zu sterben ist es sicher allemal.

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dieses Verfahren noch eine aktuelle Methode ist oder ob man nicht inzwischen ein wirksames Antidot (Gegenmittel) für den Fall einer Methanolvergiftung gefunden hat.

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Wenn Du es nicht regelrecht lange und tief inhaliert hast, sondern nur normal eingeatmet, sollte das kein Problem sein. Aber gesund ist es natürlich auch nicht!

Danke ich weiß dass es nicht gesund ist :D

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Also solange Du das nicht jeden Tag machst dürfte es jetzt nicht so ein großes Problem sein aber zu oft machen würde ich es nicht

LG

Werde ich auch ned :D

Hab halt heute mal wieder ein großes Lagerfeuer gemacht und danke:)

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Solange du das Zeug nicht trinkst,,nein!

Sicher nicht und danke ::)

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