Flüchtigen Fahrer stellen?

21 Antworten

Deine Befürchtung ist m.E. im Gegensatz zu anderen Antworten durchaus berechtigt.

Es kam vorher zu keinem Unfall. Du hattest eigentlich kein Recht ihn zu blockieren, also passiv Gewalt dadurch auszuüben um ihn an der Weiterfahrt zu hindern. Es kommt letztlich im Einzelfall darauf an, wie du denn nun "vor den Wagen" gestanden hast um ihm absichtlich die Weiterfahrt zu unterbinden. Da wolltest du wohl selbst Richter spielen, böse ausgedrückt. Das mit den Emotionen in so einer Sekunde ist schon klar.... aber entsprechende Regungen hat dein Gegenüber natürlich auch.

Da du ihn angezeigt hast, kann es gut sein, dass er sich damit rausreden will, dass du ihn "bedroht" und genötigt hast und er "Angst bekam" und wegfahren wollte, das mit dem Fuß im Stress nicht bemerkt hat usw.

Eine Gegenanzeige erscheint durchaus wahrscheinlich, schon dahingehend, dass derartige Verfahren dann im Sande verlaufen.

Es ist schwer ohne Zeugen konkret zu sagen was nun war. Daher ist meine Antwort natürlich auch nur Spekulation

Ich hoffe es geht gut aus.

Da wiedermal jeder direkt "Nötigung!" schreit, wie bei jeder noch so kleinen Verkehrs-Owi, wäre es evtl sinnvoll, sich den Gesetzestext dazu anzusehen.

§240 StGB

(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.

Wurde hier Gewalt angewendet? Nein.

Wurde mit einem empfindlichen Übel gedroht? Ebenfalls Nein.

Wurde er zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung genötigt? Möglicherweise, kommt auf die genauen Umstände an. Wenn die Fahrbahn hier überquert werden durfte, darf man den Fahrzeugen während des Überquerens auch einen Hinweis zurufen. Wenn derjenige dann durchdreht, aussteigt und den Verkehr zum Erliegen bringt, ist das seine Sache.

War es rechtswidrig? Laut Abs 2 nur, wenn die (nichtmal erfolgte) Gewaltanwendung oder Bedrohung als verwerflich anzusehen gewesen wäre.

Ist es "verwerflich", jemanden höflich darauf hinzuweisen, dass er fast einen Unfall verursacht hätte? Meiner Ansicht nach nicht.

Das ist die Aufgabe der Polizei, jemanden auf sein Fehlverhalten hinzuweisen. Mit dem Weg versperren, hört bereits die HÖFLICHKEIT auf!!

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Abgesehen davon, dass der Fahrer des PKW's unerlaubt auf einem Landwirtschaftlichen Weg fuhr, nicht nur mich sondern auch zwei weitere Fahrradfahrer gefährdet hat sehe ich das genauso wie migebuff...

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Hallo,

mich wundert, das der Polizist dir nicht sofort eine Knolle verpaßt hat.

Beinahe UNfall ist kein Unfall und daher fehlt dir auch jedes Recht , aktiv in den laufenden Verkehr einzugreifen.

Was du gemacht hast war Amtsanmaßung und Nötigung und wenn der Autofahrer einen Guten Anwalt hat, wirst du dafür blechen.

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