Fluchtmöglichkeiten der Juden während des 2. Weltkrieges

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8 Antworten

Das kommt ganz auf das Jahr an. Nach der Machtergreifung HitIers flohen viele Juden in Nachbarstaaten und andere europäische Länder: Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Belgien, Schweiz, Dänemark, Schweden, England, Finnland. Spanien, bevor Franco an die Macht kam. Für viele Juden war Palästina auch ein großes Ziel, jedoch war eine größere Einwanderung durch eine Quote seitens der Briten erschwert, denn Palästina war bis kurz nach dem 2. Weltkrieg Mandatsgebiet Englands. Leider fielen im Laufe des Kriegs viele Refugien weg. Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande wurden im Mai- Juni 1940 mit dem Westfeldzug von der Wehrmacht überrannt. Das von den Nazis installierte Vichy- Regime unter Petain deportierte eifrig Juden. Auch Italien unter Mussolini war im Kriegsverlauf keine sichere Option für die Juden. Länder im Norden (Norwegen und Dänemark) fielen mit dem Unternehmen Weserübung am 9.4.40 ebenfalls weg. Europa war zu dieser Zeit folglich gefährlich für die jüdische Bevölkerung. Über 100 000 Juden emigrierten deswegen nach Amerika, also in die Vereinigten Staaten, aber auch nach Argentinien, Brasilien etc..

Ich hoffe, dass ich helfen konnte!

MfG Aphaiton

Es heißt, über die Schweiz kamen flüchtende Juden nach Amerika. Wie kamen sie aus der Schweiz heraus zu einer Küste, sobald (ab ca. 1940) alle umliegenden Länder von den Deutschen besetzt oder attakiert waren?

MfG Amarianne

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Das fällt mir sofort Remarque ein. Flucht nach Lissabon. Ansonsten gab es auch die Fluchtrute über Nordafrika (Casablanca :)) Ansonsten haben die Deutschen wirklich sehr viel Europa kontrollieren können. Besonders beschämend war meiner Meinung nach die Rolle der Schweiz.

Besser wäre deine Frage, zu fragen: wo waren sie denn wirklich sicher?

Gefllüchtet sind doch viele, z.B auch nach Amsterdam (Anne Frank). Und sicher dachte man es wäre so, aber mit dem Kriegsverlauf gab es eben keine Sicherheit.

England war ein Ziel für ganz viele Kinder vor dem Kriegsausbruch...alllein, ohne ihre Eltern. Sie waren oft die einzigen in deren Familien, die überlebt haben.

Amerika, Australien, New Zealand, Schweiz bis zu einem gewissen Gard.

GB, Schweiz, USA, Schweden, Sowjetunion (je nachdem), und und und. Es gab genug am Krieg unbeteiligte Länder, in die die Juden fliehen konnten.

Sie konnten auch in Deutschland gut überleben, wie man z. B. am Lebenslauf von Klaus Gysi (Vater von Gregor Gysi) erkennen kann:

http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Gysi

Ein paar wenige haben überlebt, weil ihnen geholfen wurde. 'Gut überleben' ist ein Euphemismus.

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Danke schonmal an alle! Aber es gab ja bestimmt zur Zeit 1941/1942 große Probleme zu flüchten, da die Juden ja verfolgt wurden. Weiß da wer was genaueres zu?

Und Italien meine ich gelesen zu haben war auch ein fluchtziel, oder?

Aber es gab ja bestimmt zur Zeit 1941/1942 große Probleme zu flüchten, da die Juden ja verfolgt wurden.

Du schreibst es doch schon. Da sie verfolgt wurden. Die, die blieben, wurden deportiert. Eine Ausreise war nicht so einfach, funktionierte aber manchmal sogar über Geld. Als Österreich 1938 dem Reich einverleibt wurde, gaben viele reiche Juden ihre Kunstsammlungen her, um ihr Leben zu retten. Davon haben dann viele Museen profitiert, u.a. Linz. Ansonsten war bei einer Passkontrolle es schnell aus, nehme ich mal an.

Und Italien meine ich gelesen zu haben war auch ein fluchtziel, oder?

Nach Italien emigrierten eher weniger. Später kam es auch in Italien zur Deportation.

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1939 gab es ein Gesetz, dass man die Juden töten muss, außerdem wurden auch jüdische Läden und Synagogen zerstört (u.a. von der SA und der NSDAP). Sie wurden diskriminiert und in KZ gebracht. Bevor der Machtergreifung Hitlers gab es ca. 510000 Juden in Deutschland, bis zur "Reichskristallnacht" (jüdische Läden... wurden zerstört am 9. Nov. 1938) konnten rund ein drittel flüchten (170000). Danach konnten nochmal rund 150000 nach Frankreich, Schweiz, Niederlande, Palästina, England, Amerika entkommen. Verschiedene ausländische Staaten begannen sich zu weigern, weitere Juden aufzunehmen. Aber um zu flüchten benötigten die Juden ja auch Geld, weshalb viele aufgrund Vermögensumständen nicht wegreisen konnten. Andere, die schon ihr ganzes Leben in Deutschland lebten, wollten auch gar nicht weg, weil sie gar nicht glauben konnten, das ihr "Vaterland" sie verfolgen und ermorden will. 1941 gab es dann ein Auswanderungsverbot. Rund 170000 Juden waren noch im Deutschen Reich. Die meisten davon in KZ, andere vielleicht versteckt bei Deutschen, die damit ihr Leben riskierten und wieder andere wurden vielleicht gerade ermordet...

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gibt wiki nix her? kannst trotzdem mal den stern an einen hier vergeben

Schweiz, die waren doch neutral !

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