Fluchtbewegungen Heute und 1945 vergleichbar?

Das Ergebnis basiert auf 16 Abstimmungen

Fluchtbewegung ist nicht vergleichbar 88%
Fluchtbewegung ist vergleichbar 13%

10 Antworten

Fluchtbewegung ist nicht vergleichbar

Überhaupt nicht vergleichbar!

Die Menschen aus Pommern, Ostpreußen, Schlesien und dem Sudetenland wurden brutal aus ihrer jahrhundertealten Heimat vertrieben. Mit Sicherheit haben sie keine Unsummen an Schlepper bezahlt, was übrigens den Begriff Armutsflüchtlinge mit Lügen straft. Wer fünfstellige Beträge an Schlepper zahlen kann, ist nicht arm.

Die damaligen Heimatvertriebenen legten es auch nicht darauf an, vom deutschen Sozialstaat (den es ja damals gar nicht gab) zu leben. Vielmehr packten sie in den Zielgebieten mit an und trugen so zum Wiederaufbau und später zum Wirtschaftswunder bei. Da sie die deutsche Sprache beherrschten, war die Integration kein Problem. Sie gehörten auch keine Religionsgemeinschaft an, die Menschen verachtende Vorstellungen wie Blutrache oder Ehrenmord propagiert.

Fluchtbewegung ist nicht vergleichbar

Fast keine Gemeinsamkeiten. 98 % der heutigen Migranten werden nicht vertrieben. Meist entschließen sich ihre Familie aufgrund unrealistischer Vorstellungen von Deutschland, einen Sohn zu schicken, der für Geldüberweisungen und möglichst Familiennachzug sorgen soll. Die Familie bleibt vor Ort, niemand vertreibt sie. Es geht um Wirtschafts- und Versorgungsmigration. Fast immer spielt Krieg keine Rolle, so in Marokko, Algerim, Tunesien, Gambia, Ghana, Albanien, Kosovo, Serbien etc. Auch die meisten Afghanen, Iraker, Nigerianer kommen aus Landesteilen , in denen es keinen Krieg gibt. In Syrien sind 95 % des Landes befriedet.
Die Heimatvertriebenen flohen zunächst vor der Roten Armee und ihren Mordtaten und Vergewaltigungen. Danach wurden die Ostpreußen, Pommern, Schlesier und Sudetendeutschen mit Waffengewalt aus ihren Häusern getrieben. All das gibt es 2019 nicht.
Außerdem hast du Recht: Deutsche, nicht Ausländer zogen nach Westdeutschland; klar, dass man sie aufnahm. Es waren unsere Leute.

Danke für deine Antwort :)

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Fluchtbewegung ist vergleichbar

Sie ist vergleichbar. Übrigens stießen die Flüchtlinge von damals ebenfalls auf starke Ablehnung der einheimischen Bevölkerung.

Allerdings hatten die Einheimischen damals noch mehr Grund, die "Fremden" abzulehnen, da sie selbst nichts zu Beißen hatten, für sie selbst Wohnungsnot herrschte, etc...

Fluchtbewegung ist nicht vergleichbar

Fliehen das tun sie alle. Kriegsfluechtlinge suchen Sicherheit, um nicht vom Krieg zermalmt zu werden.

Waehrend und nach 1945 nennt man diese Fluechtlinge Vertriebene, denn sie zogen nicht freiwillig Richtung Westen. Wie es der Name schon sagt, sie wurden Vertrieben.

Das ging nicht nur den Deutschen so, auch die Polen in den wieder von der Sowjetunion abgenommenden Gebiete, die die Polen sich 1923 abgezwackt hatten, mussten raus und siedelten dann in die freigewordenen Ostgebiete der Deutschen.

https://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/flucht_und_vertreibung/index.html

Woher ich das weiß:Recherche

Bei den Polen darf man natürlich nicht vergessen, daß sie nach 1918 "abzwacken" mußten, schließlich hatten die drei Anreinerstaaten 200 Jahre zuvor Polen vollständig "zerzwackt". Also, ohne "zurückzwacken" gäbe es heute gar kein Polen.

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@nax11

Ich staune das sich `unser` Pole sich hier noch nicht eingeschaltet hat?

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Fluchtbewegung ist nicht vergleichbar

Sie wurden enteignet, denn es wurde ein kommunistisches System aufgebaut. Ein Teil von DE kam zu Polen und diese dort lebenden Deutschen mußten das Land verlassen. Sie durften nicht bleiben, da es nun zu Polen gehörte und diese mußten dafür wiederum einen Teil ihres Landes an die Sowjetunion abtreten. Sie sind von DE-Ost nach DE-West geflohen.

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