"Flucht" IN die DDR?

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Hi, klar. Der Vater von Frau Dr. Merkel (Horst Kasner) bspw. oder Wolf Biermann. Beispielsweise. Gruß Osmond http://www.mdr.de/damals/archiv/bildergalerie4290showImage-7zc-03c27fd5.html

Danke für den Stern, lgO

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Das ist nicht ganz korrekt.

Wolf Biermann wanderte (wie viele andere Menschen) lange VOR dem Mauerbau in die DDR ein, nämlich schon 1953, als an eine Mauer noch niemand gedacht hat.

MfG

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@WhoreOfTime

Der üble Biermann hatte Angst, daß er am Fließband stehen müßte und hat mit seiner Mutter das Weite gesucht. Als er weg war, konnte man in Hamburg wieder durchatmen und die verpestete Luft legte sich. Dann begann Biermann in der DDR rumzustänkern, war ein Querrulant, der herumköttelte. 1976 riß man ihm das DDR-Mikro weg und drehte ihm den Strom ab. Außer 10 Kinder hat er in der DDR nichts gekonnt, die hat er sich von der SED bezahlen lassen.Dieser Bänkelsänger, ein Normade übelster Sorte, den man vergessen hatte, zu verhauen.

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Das gab es gar nicht mal so selten. Ich möchte dazu sagen, dass es keinem schlecht ging, der seinen Pass behalten und daher jederzeit ins westliche Ausland reisen konnte. Jeder Druck hätte dazu geführt, dass diese Leute das Land verlassen hätten - etwas, was dem einfachen DDR-Bürger nicht vergönnt war.

Wie ich einmal in einer Sendung über RAF-Aussteiger gesehen habe, wurden diese Leute von der Stasi "betreut". Man wollte sichergehen, dass keine Spione oder Saboteure einwanderten und dass sie nicht etwa Unruhe in die Bevölkerung brachten. Allerdings kümmerte sich die Stasi auch um die materiellen Belange dieser Leute, so dass sie gegenüber den einfachen DDR-Bürgern durchaus privilegiert waren.

Ich möchte auch an die Chilenen erinnern, die ab 1973 nach dem Putsch in Chile bei uns aufgenommen wurden. Sie waren Honecker noch nach dem Mauerfall dafür dankbar und nahmen ihn deshalb gern bei sich auf. Allerdings behielten auch sie ihre Pässe in der DDR und konnten das Land jederzeit verlassen, nachdem sich die Situation in Chile verbessert hatte. Für uns waren solche Ausländer eine Art Exoten, die für uns den Kontakt mit der großen weiten Welt hielten, die für uns verboten oder nur unter strengen Auflagen erlaubt war.

Für dich waren nur die westlichen Staaten verboten. Der Osten war offen, du konntest in alle sozialistsichen Staaten reisen. Aber du hattest kein Geld und ab und zu hast du rumgemeckert, gestänkert, staatsfeindlichen Blödsinn von dir gegeben und die Stasi hat dich als Querkopp, als Muselmann, als Blindgänger und politischer Tiefflieger eingestuft, deine Stasiakte war so dick, da war alles gespeichert, was du im Sozialismus auf dem Kerbholz hattest. Und diese Stasiakte hast du auch nicht in der Familie oder dem Freundeskreis rumgezeigt, weil es dir peinlich war, wie du ins Blickfeld der sozialistsichen Sicherheitsorgane geraten bist. Du warst ein sogenanntes "Früchtchen", ein "Pappenheimer", ein" Nieselpriem" wie man in der DDR sagte.Du kannst von Glück sagen, daß das MfS dich nicht ins Arbeitserziehungskommando gesteckt hat oder ins Schwererziehbarenheim oder in den Jugendwerkhof.Da wäre es anders lang gegangen, da hätte man dir gehörig das üble Fell gegerbt.Aber bei den Montagsdemos, da bist ganz vorne mitmarschiert, hast geglaubt, die gebratenen Tauben fliegen dir im Kapitalismus in den Mund. Und heute lebst du unter der Brücke und streitest dich täglich mi den Kumpanen des Alkohol. Habe ich Recht?

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@matzevalentin

Was für ein Schwachsinn! Verar.... kann ich mich alleine. Und kaum einer war zu DDR-Zeiten so blöd, ständig zu stänkern und damit eine Verhaftung zu riskieren. Wir hatten schließlich 2 Meinungen, eine private und eine für die Öffentlichkeit.

Und warum sollte mir die (zugegeben dünne) Stasiakte peinlich sein? Da waren wir eher stolz drauf. Ich habe meine zur allgemeinen Erheiterung im Familien- und Freundeskreis herumgezeigt, denn da stand z. B. drin, dass mein Brieffreund beim Besuch 1 Flasche Wein und 1 Paket Kaffee als Gastgeschenke im Gepäck hatte. Sehr verdächtig also. Auch den verschwundenen Brief eines anderen Brieffreundes bekam ich endlich zu lesen.

Nach der Wende war ich in folgenden, zuvor verbotenen Ländern: Spanien, Portugal, Griechenland, Österreich, Dänemark, Schweden, Finnland, Italien, Luxemburg, Frankreich, Tunesien, Ägypten, Türkei, Marokko, Zypern, USA, Ecuador und Bolivien (falls ich nicht noch was vergessen habe). Das ist wesentlich mehr als die 5 Länder, in die man zu DDR-Zeiten frei reisen konnte (die Sowjetunion nicht mitgezählt, da dorthin nur organisierte Reisen möglich waren). Im Baltikum war ich später noch einmal, und im Gegensatz zu der früheren Reglementierung konnte ich mich einfach in den Bus setzen und durch Estland, Lettland und Litauen fahren, ohne Genehmigungen und Anmeldungen. Tja, für Reiselust wird man heute nicht mehr verhaftet, so leid es dir wahrscheinlich tut.

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@Claud18

Du bist hier der größte Märchenerzähler! Dazu fehlte dir das Geld, in diese vielen Länder zu reisen. Du verheimlichst auch, daß kalter Krieg war und die BRD uns offen feindlich gesonnen war. Heute hast du alles vergessen und suchst andere Zeitgenossen, die mit dir eine Runde blinde Kuh spielen. In der DDR kannten wir solche Typen wie dich. Für den Sozialismus hast du keinen Finger krumm gemacht, aber frech Forderungen gestellt, die du selbst nie bezahlen konntest.

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@matzevalentin

Du scheinst dich ja sehr genau in meinen finanziellen Verhältnissen auszukennen (du warst sicher bei der Firma. Aber die konnte eh nur in schwarz-weiß denken). Und scheinst auch nicht zu wissen, dass man auch mit wenig Geld verreisen konnte, per Autostop und mit Rucksack und Zelt, was ich eh gemacht habe, wo es ging. Wir hätten durchaus auch nach Österreich mitfahren können mit einer Familie von dort, aber leider ging das damals nicht (und an der Autobahn stand ein Tramper aus Polen mit einem Schild, auf dem "Wien" stand. Da fühlten wir uns gleich als Menschen zweiter Klasse).

Was sollte ich denn für euren Sozialismus tun, der mir aufgezwungen wurde und mir vorschrieb, was ich zu tun und zu denken hatte? "Im Gleichschritt Marsch!" - das ist, Gott sei Dank, vorbei. Und die BRD war vielleicht euch Funktionären und Privilegierten feindlich gesonnen, aber dazu zähle ich mich nicht. Ich empfand das Öffnen von Westpaketen jedenfalls nicht als feindlichen Angriff und den Besuch meiner Patentante mit anschließendem Einkauf im Intershop auch nicht.

Und gearbeitet und meine Steuern bezahlt habe ich in der DDR wie jeder andere auch. Ich habe sogar an Subbotniks teilgenommen und - gezwungenermaßen - an "Schulen der sozialistischen Arbeit". Meine Reisen habe ich auch selbst finanziert. Also, halt mal den Ball flach von wegen "Forderungen stellen".

Wenn du mir ansonsten nicht glaubst, lass es bleiben. Du bist nicht der erste, der meine Tatsachenberichte als Lügen bezeichnet, weil sie nicht in sein Weltbild passen. Als hätte ich es nötig, hier etwas zu erfinden.

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@Claud18

Du bist so eine Jesuslatschenträgerin, solche Typen mit Zopf und Nickelbrille, die die Welt verbessern wollen, selber aber ihr Leben immer woanders leben wollen. Ohne Moos am Straßenrand stehen und andere Leute das Benzingeld bezahlen lassen. Ja so kennen wir euch. Immer schön die anderen den Sozialismus aufbauen lassen, selber aber in der sozialen Hängematte liegen und schön den faulen Bauch streicheln. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und heute lebst du von Hartz IV, lebst auf andere Kosten in einer WG, läßt andere deinen Dreck weggräumen. Deine Tante ist mittlerweile tot, die kann nicht mehr für dich im Intershop einkaufen und dir den faulen Pöter pudern!

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Die Übersiedler aus dem Westen wurden vom MfS in Aufnahmeheimen überprüft. Dort entdeckte man eingeschleuste Spione, revolutionäre Spinner mit Zopf und Nickelbrille, Wehrdienstverweigerer, vor dem Knastantritt Flüchtende, Unterhaltsflüchtlinge, Glücksritter, die auf Frauensuche waren, Naivlinge, die glaubten, im Osten sei es wie im Westen.

Diese Leute wurden nicht mit Blumen begrüßt, sondern verächtlich betrachtet, mißtrauisch beäugt, vom MfS dann in der DDR durch die Hauptabteilung VII überwacht. So dumm wie viele denken, war das MfS nicht, die wußten auch, was in der DDR für ein Regime herrscht und hielten die Westübersiedler für Idioten.

Die Möglichkeit hat bestanden. Und sie wurde auch genutzt, sicher weniger als umgekehrt aber es gab Menschen die von West nach Ost gingen. Überprüft wurden sie sicher. Das ist aber auch normal.

Nein, vor der Maueröffnung ging das nicht. Man konnte auch nicht ohne weiteres vom Westen in den Osten Reisen. Es war schon problematisch genug, wenn man über die Transitautobahn nach West - Berlin fuhr. Denn man durfte die Autobahn nur an ausgewiesenen Plätzen verlassen. Gespräche mit Bürger aus der DDR an den Parkplätzen waren nicht erwünscht. Ebenso durften wir auch nicht ohne gültiges Visum die Transitstrecke einfach verlassen.

War alles recht kompliziert. Ich erinnere mich noch gut mal einem Golf Fahrer einen meiner Opel Reifen gegeben zu haben. Die Opel Felgen passten natürlich nicht richtig auf den Golf, aber er fuhr damit sehr vorsichtig bis in den Westen. Den Reifen brachte er mir persönlich wieder nach hause und gab mir aus lauter Dank noch 100,- DM dafür. Ich werde das nie vergessen. Reifen in der DDR, das war ein riesen Problem ohne Beziehung.

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