Flucht aus der Psychiatrie nach richterl. Beschluss

6 Antworten

Flüchten bringt nichts.... Wenn auch schon Experten meinen das eine Einweisung in die Psychiatrie hilfreich ist dann sollte man das auch wahrnehmen. Die werden dir mit Sicherheit dort helfen und dich auch bestimmt nicht länger dort behalten als nötig! Du solltest die Chance wahrnehmen um deine Lebensqualität zu verbessern!

Es geht in der Fragestellung nicht um mich persönlich. Es geht um eine mir bekannte Person, die zu keinem Zeitpunkt selbst- oder fremdgefährdend war und dennoch zwangseingewiesen wurde.

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Ist ja egal um wen es geht... Aber es wird niemand ohne Grund Zwangseingewiesen. Das ist ein Ammenmärchen der Filmindustrie. Die Kliniken sind viel zu überfüllt um ohne Grund Leute aufzunehmen. Oftmals will man nur einfach nicht wahrhaben dass schon vlt weniger schlimme Sachen definitiv in Behandlung gehören.

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@xXlaraleinXx

Es ist eine Sache, ob eine psychische Erkrankung besteht oder nicht. Doch ist Krankheit kein Verbrechen und man sollte meiner Meinung nach selbst entscheiden können, ob und inwiefern man sich behandeln lassen möchte oder nicht.

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@19kat90

Krankheit wäre kein Verbrechen, aber es ist Verbrechen Menschen für "krank" zu erklären, die es gar nicht sind oder ganz anderes brauchen. Menschen in Not, was immer, werden für krank erklärt.

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Naja selbst entscheiden sollte und kann man nur bei gewissen Erkrankungen. Stellt man jedoch für sich oder andere eine Gefahr dar oder liegt man dem Staat auf der Tasche weil man in diesem Zustand nicht arbeiten kann ist eine Behandlung nötig. Vor allem wenn man sich gut macht und sich dem ganzen öffnet ist man auch schnell wieder raus. Was hat man groß zu verlieren? Irgendwas muss ja sein wenn man schon Zwangseingewiesen wird und sich dagegen wehren bringt auch nichts, dann wird's nur länger!

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@xXlaraleinXx

Die Dinge gehören beim Namen genannt und nicht "Krankheitsdiagnosen" aufgedrückt, die unwissenschaftlich sind, per Abstimmung ins DSM, das Buch der Psychiater kommen. Der "Erfinder" von ADHS hat auf seinem Sterbebett zugegegeben, dass das so nie gestimmt hat.

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@xXlaraleinXx

Dem Staat auf der Tasche liegen, wäre oft nicht so, wenn die Menschen ehrbar ins Leben eingegliedert würden. Ja Arbeit könnte für sie Segen sein.

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Auf diiese "helfen" sollten die Menschen endlich geschlossen verzichten und sich einsetzen gegen dieses schreckliche System, das zu allem Elend. noch viel Geld verschlingt.

Es sind viele durch dieses System körperlich krank und furchtbar, auch vorzeitig gestorfen.

Es wird unsinnig daran verdient. .

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Auf diiese "helfen" sollten die Menschen endlich geschlossen verzichten und sich einsetzen gegen dieses schreckliche System, das zu allem Elend. noch viel Geld verschlingt.

Es sind viele durch dieses System körperlich krank und furchtbar, auch vorzeitig gestorfen.

Es wird unsinnig daran verdient. .

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Das stimmt nicht, Sie können sich überzeugen bei betroffenen Menschen.

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Ich weis nicht ob dir das gesagt wurde, aber du kannst gegen diesen Beschluss Rekurs einlegen. Ich weis allerdings nicht wie die Amtsstelle in Deutschland heisst wo du ihn einreichen musst, den ich komme aus der Schweiz.

Noch ein Tipp: Mach den Fehler nicht und flüchte aus der Psychiatrie. Den wenn du wieder gefasst wirst und das wirst du. Wird das für dir nicht sehr angenehm. Wenn du Glück hasst darfst du dich noch frei in deinem Zimmer bewegen, aber es kann auch ganz gut sein das du an dein Bett fixiert wirst...

Hallo 19kat90,

das das Hessische Freiheitsentziehungsgesetz selbstverständlich nur in Hessen gilt, spielt keine Rolle auf die Vollstreckbarkeit des richterlichen Beschlusses.

Der richterliche Beschluss ist unabhängig nach welcher Rechtsgrundlage der Beschluss ergangen ist, in ganz Deutschland gültig und wird unter Umständen sogar in den benachbarten Ländern vollstreckt.

Das bedeutet:

Hat Jemand einen richterlichen Einweisungsbeschluss erhalten, weil er eine Gefahr für sich selbst oder für Andere da stellt und hat sich der Durchführung des Beschlusses entzogen, geht eine bundesweite Fahndung raus. Unter Umständen erstreckt sich Fahndung auch bis ins Ausland.

Wird die Person dann von der Polizei wo auch immer angetroffen, wird die Person in Gewahrsam (nennt sich rechtlich nicht verhaftet, spielt aber für den Betroffenen keine Rolle, wie man die Gewahrsamnahme rechtlich nennt) genommen und der vorgesehenen Einrichtung zugeführt.

Eine Flucht in ein andere Bundesland bringt der Betroffenen Person also Garnichts.

Schöne Grüße
TheGrow

Vielen Dank für diese ausführliche und informative Antwort!

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Mir stellt sich gerade die Frage: Im richterlichen Beschluss wird ja von einer notwendigen Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie geredet. Wie verhält es sich, wenn sich Person X dann in einem anderen Bundesland wieder in die Psychiatrie begibt? Kann X dann dort bleiben oder wird X dann ebenso wieder in die ursprüngliche Einrichtung gebracht?

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@19kat90

Die Anordnung der Unterbringung nach dem Hessische Freiheitsentziehungsgesetz erfolgte ja aus Gefahrendabwehrenden Gründen, sprich damit die Person weder sich selbst noch andere Gefährdet.

Wenn auch in der neuen Psychiatrie eine Fremd oder Eigengefährdung ausgeschlossen ist, spricht sicher nichts dagegen wenn man dort bleibt. Ich denke der Richter wird dem durchaus zustimmen, wenn die betroffene Person bzw. der zuständige Psychiater einen entsprechen Antrag stellt.

Es geht bei der Unterbringung ja nicht um die Bestrafung der untergebrachten Person, sondern einzig und alleine um eine Eigen.- bzw. Fremdgefährdung auszuschließen. Dieses ist ja nicht nur in der vom Richter bestimmten Einrichtung möglich, sondern auch anderswo.

Schönen Gruß
TheGrow

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@TheGrow

Was hier unter dem Namen der Medizin und des Rechts gemacht wird, schreit zum Himmel.

Von wegen einzig und alleine um eine Egen- bzw. Fremgefährdung.

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@Wohlergehen

Hier darüber zu diskutieren wie sinnig oder wie unsinnig einige Gesetze sind, bringt nichts. Man kann da drüber stunden.- oder tagelang diskutieren, aber im Endeffekt muss man die Gesetze doch so akzeptieren wie sie sind.

Gibt hier viele Gesetze die ich für absolut unsinnig halte, aber eins sehe ich ein. Es muss Menschen geben, die Gesetze entwerfen und letztendlich dafür sorgen, dass diese gültig sind, denn ganz ohne Gesetze klappt ein menschliches Miteinander von Millionen von Menschen nicht. Es kann nun einmal nicht jeder entscheiden, was seiner Meinung nach richtig ist und was nicht und danach handeln.

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IP mit richterlicher Verfügung?

Es sieht so aus... Ich habe einer Klassenkameradin auf Tellonym aus Jux und Dollerei ein paar Nachrichten geschrieben auf die ich nicht gerade stolz bin (nicht strafbar). Ein Klassenkamerad hat dann vier bestimmte Nachrichten (keine von mir) zur Anzeige gebracht weil sie für ihn sehr verletzend sind. So. Jetzt hat er den Rest (also auch meine) auch angezeigt, weil er vermutet dass von den Übeltätern der verletzlichen Nachrichten nich mehr stammt. Jetzt meine Fragen: Dürfen/müssen die mit richterlichem Beschluss alle IPs bei sowas rausgeben oder nur die von den strafbaren Nachrichten? Kommt die Polizei mit sowas überhaupt durch? (Also die Anzeige wurde ja schonmal nicht fallen gelassen, ein paar die auch darin verwickelt sind, haben am Mittwoch ein Gespräch bei der Polizei)

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Sind das Suizidgedanken und wenn ja ist das gleich wieder ein Grund für die Klinik?

Ich war neulich für 8Wochen in der Psychiatrie.

Das hat auch ein bisschen was gebracht, aber momentan geht es mir schon wieder richtig schlecht.

Ich habe teilweise auch richtig merkwürdige Gedanken. Irgendwann kam mir mal so urplötzlich in den Sinn: "Wenn du dich umbringst, dann erhänge dich, das ist die beste Möglichkeit, um sich das Leben zu nehmen!"

Ich denke halt auch ziemlich oft über das Thema nach. Also vor ein paar Tagen dachte ich mir, dass ich bevor ich mir das Leben nehme noch ein paar Briefe an bestimmte Personen schreiben muss. Ich habe mir da sogar schon überlegt, was ich schreiben würde.

Ein anderes mal habe ich mir überlegt, WO ich mich umbringen könnte.

Ich denke ständig darüber nach. Das Problem ist, dass ich mich halt selber nicht wirklich ernst nehme. Eigentlich will ich gegen meine Probleme ankämpfen und die Depression besiegen. Ich will stärker sein.

Auf der anderen Seite fühle ich mich so leistungs- und lebensunfähig. Ich kann das gar nicht so beschreiben, aber ich habe einfach das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

Ich fange bald ein langes Praktikum an und habe auch da richtig große Angst vor, weil ich nicht weiß, wie ich das überhaupt auf die Kette kriegen soll. Es macht auch einfach keinen Sinn, weil es eigentlich keinen Grund gibt, der meine Angst zu versagen begründen würde.

Ich denke mir dann auch teilweise schon so etwas wie:"Ich kann das Praktikum einfach nach 6 Monaten abbrechen und dann kann ich noch mal in die Klinik und dann im Sommer die Ausbildung starten!"

Wobei ich auch schon wieder richtig Panik bekomme, wenn ich an die Ausbildung denke. Ich weiß da natürlich auch nicht, wieso ich da so große Angst vor habe.

Ich hasse mich auch, weil ich mich in letzter Zeit häufig selbstverletzt habe. Also heute Abend habe ich 10 Tage ohne SV durchgestanden, aber fast jeder einzelne Tag war ein Kampf. Ich weiß auch nicht, wie lange ich das noch durchstehen kann.

Ich habe nächste Woche noch einen Termin bei einem Psychologen und bei einem Psychiater. Da werde ich das alles auch einmal ansprechen, aber vielleicht hat hier auch schon jemand einen Tipp für mich und kann mir folgende Fragen beantworten:

Zählen diese Gedanken schon als Suizidgedanken? wenn ja, wie gravierend sind diese einzuordnen?

Kann es sein, dass mir wieder nahegelegt wird, dass ich mich aufgrund dieser Gedanken einweisen lassen sollte?

bestünde sogar die Möglichkeit, dass ich eingewiesen werde und zwangsmäßig auf die geschlossene komme?

DANKE :)

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