Fliesen gegen Schimmelausbruch?

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Fliesen, Dämmung, Luftentfeuchter???

Hier wimmelt es ja von guten Ratschlägen, noch bevor geklärt wurde, wie denn das Bad überhaupt beheizt wird.

Wenn es immer deutlich kühler, als die anderen Räume in der Wohnung ist, dann sammelt sich hohe Luftfeuchte in dem Bad. Lüften bringt hier nur bedingt Hilfe, da das Gästebad vermutlich nicht stark beheizt ist. So kann man lüften ohne nennenswerten Erfolg.

Der Luftentfeuchter würde in einem kleinen Bad was bringen (in Feuchträumen aber in meinen Augen eher eine zweifelhafte Maßnahme), wenn nicht ständig warmfeuchte Luft aus anderen Räumen nachströmen kann (Zimmertür mit Gummidichtung).

Aber am sichersten gegen Schimmel ist immer noch die warme Wandoberfläche (durch gute und dauerhafte Beheizung), an welcher sich keine Raumluft auskühlen kann, denn duch Luftauskühlung im Wandoberfläcenkontakt steigt die rel. Luftfeuchte nochmals erheblich (!) an, was letztendlich zur Schimmelbildung führen kann.

Kleines Beispiel:

Die Wohnung hat 21 Grad Celsius und eine hervorragend geringe relative Luftfeuchte von 40%, was einer spezifischen Luftfeuchte von 6g Wasser je Kilogramm Luft entspricht. Das Gästebad ist unbeheizt und hat 16 Grad Celsius. Nun gibt es Stellen an der Aussenwand im Gästebad, die unter 10°C kalt sind. Hier, vor diesen kalten Stellen, bildet sich nun eine rel. Luftfeuchte von 80% rF, was ausreicht, um die Schimmelbildung zu ermöglichen. Nun sind es draußen bei 9°C 90% rel. Luftfeuchte, was 6,5g/kg entspricht. Wird nun fleißig gelüftet, holt man sich mehr Feuchte in die Wohnung und verschlimmert das Problem. Unter 5°C muss dann gelüftet werden, da dann die von draussen reingelüftete Luft weniger als 6g Wasser je kg Luft besitzt. Deshalb ist es sehr sinnvoll, bei Frost die Wohnung trocken zu lüften, egal, wie hoch draussen die rel. Luftfeuchte ist. Und für die Lüftungsvorgänge ist nicht die relative Luftfeuchtigkeit entscheidend, sondern die spezifische Luftfeuchtigkeit.

Das Ganze kann man übrigens sehr gut aus dem Mollier h-x Diagramm auslesen.

Aber generell gilt: Hat man eine kalte Wandoberfläche, ist es schwer, Schimmelbildung zu bekämpfen.

Und für die Dämmfanatiker gilt: Dämmung heizt nicht. Sie reduziert Wärmeverluste. Ein Wärmeverlust kann aber nur da auftreten, wo Wärme existiert, also geheizt wird. Ist der Raum unbeheizt, hilft auch die dickste Dämmung nicht, um ihn warm zu bekmmen. Das einzige was hilft, ist Wärme, um ihn warm zu bekommen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank für die detaillierte Antwort! Tatsächlich ist es wie von dir geschrieben, das Bad ist nicht beheizt und zusätzlich schlecht gedämmt - damit viel kälter als der Rest der Wohnung. Ich werde einen Luftentfeuchter versuchen und ggf. einen kleinen Heizkörper platzieren.

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@Felix751

Eine Heizung ist schon mal gut, den Luftentfeuchter kannst du dir sparen, wenn du einfach die Tür offen lässt, so findet ein guter Luftaustausch statt.

Ein Hygrometer gibt dir Auskunft, ob Schimmel droht!

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Nein, das kannst Du vergessen !

Das muss gedämmt werden und dann muss für eine gute Lüftug gesorgt werden, und dann kannst Du Fliesen anbringen.

Wenn Du das jetzt so mit Fliesen legst, schimmeln Dir die Fugen und auch die Fliesen auf Teufel komm raus !! Das wäre wie ein Pflaster, welches Du auf eine eiternde Wunde klebst.

Nein, dann fängt es an zu regnen wenn du auch noch fliest.

Mehr heizen und lüften und das Problem ist keines mehr. Früher war da garantiert auch kein Schimmel.

Nein, Fliesen helfen nicht gegen Schimmel.

Eine gute Lüftung kann da schon besser helfen.

Ein Luftentfeuchter mit Kompressor könnte da eher Abhilfe schaffen.

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