Fliegerbombe in Leipzig gefunden/Evakuierung: Kann man gezwungen werden seine Wohnung zu verlassen?

5 Antworten

Es handelt sich bei der Anordnung um eine präventive Verfügung, die gem. der Regelungen im Polizeigesetz von Sachsen, auch mit unmittelbarem Zwang durchgesetzt werden kann. Wenn man sich also weigert, die Wohnung bzw. das Haus zu verlassen, wird man rausgeholt. Die hierbei entstehenden Kosten (Schlüsseldienst, Feuerwehr o.ä.) können dann in Rechnung gestellt werden.

so geschehen beim Hochwasser 2002. Als verschiedene Einwohner nicht freiwillig ihre vom Hochwasser bedrohten Häuser verließen, wurden sie von Polizeibeamten mit Booten gewaltsam rausgeholt.

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Die Polizei muss (!) Gefahren, auch für das Leben Uneinsichtiger, abwehren. Das ist kein leichter Job; doch der Grundsatz der Verhätnismäßigkeit (geeignet, erforderlich,grundgesetz-abgewogen)muss neben anderen Bestimmungen beachtet werden. Einige Zeitgenossen und auch vor allem Bildreporter würden am Liebsten neben der Bombe stehen, um deren Entschärfung genauer zu beobachten. Wer sich in seiner Wohnung einschließt und versteckt, der trägt auch das Risiko. Die Polizei wird nicht jede Wohnung aufbrechen (Verhältnismäßigkeit).Wenn etwas passiert, wird man natürlich der Polizei vorhalten, sie hätte nicht alles getan..blabla

Es handelt sich um eine polizeiliche Anordnung, die auch durch unmittelbaren Zwang (Festnahme) durchgeführt werden kann. Unter Umständen kannst du für finanzielle Schäden, die durch die Verzögerung eintreten, haftbar gemacht werden.

Heist das im konkreten Fall wenn man die Wohnung nicht aufmacht, dass dann der Schlüsseldienst gerufen oder die Tür eingetreten wird, um die Festnahme zu vollstrecken?

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