FlexVorsorge Vario - eine gute Altersvorsorge?

3 Antworten

Da hat wohl der " Sparkassenberater " wieder Umsatzdruck und Vorgaben bekommen vom Filialleiter, dass er FlexVorsorge Vario der Versicherungskammer Bayern verkaufen muss !

Vor einiger Zeit wars der " Wohnriester " der raus musste !

Hat man Dir überhaupt einmal ein Altersvorsorge Konzept nach Deinen finanziellen Möglichkeiten und Lücken erstellt ? Eher nicht !

Nimm eine Altersvorsorge Beratung bei einem von Gesellschaften unabhängigen Versicherungsmakler oder gesetzlich zugelassenem Versicherungsberater in Anspruch

Und kauf nicht wahllos irgendwelche Produkte auf der Spaßkasse, nur weil Dir ein Verkäufer derselben immer wieder was neues aufschwätzt und selbst keinen Plan davon hat.

Naja, man hat mir schon mal so ne Aufstellung gemacht...das ergab dann eben was mit "Und sehen Sie hier, das ist ihre Altersvorsorgelücke" und daraufhin wurden mir dann eben diese Möglichkeiten angeboten. Den Wohnriester finde ich schon ganz ok, aber dann noch so ne komische Zusatzversicherung mit Kleckerbeträgen, das wirkt mir wie nix Richtiges.

Den wirklich UNABHÄNGIGEN Berater gibt es doch gar nicht, oder? Ich werde da wohl nochmal richtig umfrangreich selbst recherchieren müssen (i-Net, Beratungsheftchen, etc.).

Zu "Umsatzdruck in der Sparkasse"...ich dachte immer, bei der Sparkasse wär es sogar ja das Beste, dass die Angestellten eben keine Provision oder sowas bekommen und deshalb den Krempel verkaufen, sondern somit aus freien Stücken gute Lösungen bieten. Aber die hauseigenen bzw. Partnerprodukte, da wird wohl doch Druck gemacht?!

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@fantasmo

Da wird sogar extrem Druck gemacht !

Mit Psychoterror bis zu stündlichen Kontrollen, die Angestellten erhalten keine direkten Provisionen, müssen aber Stückzahlen nach Anweisungen vorlegen um den Jahresbonus zu schaffen, und schließlich steht der Arbeitsplatz auf dem Spiel.

Den Unabhängigen gibt es schon !

Der Versicherungsmakler ist ausschließlich dem Kunden verpflichtet, dies wird im Maklerauftrag festgelegt. Er ist unabhängig von Versicherungsgesellschaften, Banken und Instituten und kann Produkte und Tarife auswählen die für den Kunden passen. Natürlich erhält er von den jeweil ausgesuchten Gesellschaften eine Courtage haftet aber auch für seine Beratung und Empfehlung dem Kunden gegenüber.

Der gerichtlich zugelassene Versicherungsberater arbeitet auf Honorarbasis das heißt der Kunde zahlt nach Aufwand an den Versicherungsberater direkt.

Beide sind von Gesellschaften unabhängig !

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@fantasmo

Wohnriester ??

Ist Dir erklärt worden wie das funktioniert ?

Wahrscheinlich nicht, sonst hättest Du das so nicht unterschrieben.

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@SgtMiller

Naja, ich zahle ein und danach bekomme ich bei Bedarf einen Bausparkredit bzw. es fließt in die Riesterrente... ich denke aber,dass ich tatsächlich eher eine Eigentumswohnung kaufen möchte. Mh, naja vermutlich hätte ich nen normalen Bausparvertrag machen können/sollen?! Wenn ich den jetzt einmal habe, ist nun nicht unbedingt schlecht, oder? Dann lass ich mir die Gesamtsumme am Ende halt auszahlen.Soweit ich gehört habe, ist die "normale" Riesterrente ja tatsächlich nicht so doll.

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@fantasmo

Der Schwachpunkt am Wohnriester ist der, dass in der Ansparphase das Produkt daran kränkelt, dass durch die Abschlusskosten, wie bei jedem Bausparvertrag, erst einmal erreicht wird, dass man beim Sparen im Minus startet. Dann die Minimalverzinsung von sage und schreibe 1%, die auch keine Luftsprünge erlaubt.

Wirklich lustig wird es aber erst in der Darlehens- bzw. Rentenphase. Erreichst du dein Rentenalter ist jeder Riestervertrag zu 100% steuerpflichtiges Einkommen. Nun hast du aber Eigenbeitrag, Zulagen und Zinsen ins Haus gesteckt, demnach keine Auszahlung aus dem Wohnriester. Steuern musst du trotzdem zahlen, und zwar auf das sog. Wohnförderkonto, welches eine fiktive Verzinsung von 2% pro Jahr unterstellt.

Nehme also deine insgesamt geleisteten Spar- und Darlehensbeiträge + Zulagen + 2% Verzinsung und versteuere dieses. Dann gibt es 2 Möglichkeiten: Alles auf einmal versteuern, dann werden nur 70% des Wohnförderkontos herangezogen, oder bis mind. zum 85. Lebensjahr jährlich Steuern abtragen, dann aber von 100% des Wohnförderkontos. =)

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@kevin1905

Finanzierst Du aber keine eigene Immobilie sondern willst daraus eine Rente haben wirds noch ungemütlicher. Das angesammelte ( angesparte kann man ja nicht sagen ) Kapital wird aufgeteilt.

Der eine Teil wird in einen Auszahlplan gesteckt der Dir bis zum 85igsten eine gleichbleibende Auszahlung bietet.

Der andere Teil wird in eine Rentenversicherung gesteckt welche ab dem 85igsten eine lebenslange Rente auszahlt.

Beide Produkte haben wieder Abschlußkosten, also hast Du bereits für
**** eine**** Riesterrente DREIMAL Abschlußkosten bezahlt

Welche Produkte das dann sein werden, mit welchen Sterbetafeln gerechnet wird welche Garantien es geben soll und vieles mehr steht heute noch in den Sternen!

Hättest Du einen Maklertarif abgeschlossen für eine "Riesterrente "

hättest Du bereits heute schon EINEN Vertrag der bereits nach dem ersten Jahr ( Trotz der vielgescholtenen Kosten )

bereits einen Kontostand im Plus ausweist !

Aber so etwas kann Dir Deine Sparkasse eben nicht bieten !

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Es sind jetzt einige Jahre vergangen, hoffe du hast die Finger davon gelassen.

die Finger von dieser Flex Vorsorge gelassen? Wieso?

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Hallo, es ist ein wenig dünn was Du über Dich schreibst, so das man keinen wirklichen Rat geben kann. Solltest Du aber tatsächlich das Ziel haben Dir in einigen Jahren Wohneigentum zuzulegen, dann kannst Du mit einem "Wohnriestervertrag" nichts verkehrt machen. Vorausgesetzt Du hast ein normales Einkommen und bist auch riesterfähig. Der Bausparvertrag hat zwar nur eine Grundverzinsung von 1 %, aber der Darlehenszins dürfte auch nicht wesentlich darüber liegen (oder sogar identisch sein), der Dir zumal auch noch über die gesamte Laufzeit garantiert ist. Du gehst also später keinerlei Zinsänderungsrisoko ein. Ein BSV, egal ob nun als "Riester" oder normal, bietet Dir auch immer die Möglichkeit Deine Monatsbeiträge sehr variabel gestalten oder auch einfach mal aussetzen, solltest Du noch am Beginn des Berufslebens stehen, dann ist dies aus meiner Sicht empfehlenswert. Solltest Du den Wunsch nach Wohneigentum irgenwann wieder aufgeben (man weiß ja nie wie das Leben spielt) , so kannst Du den gesamten Geldbetrag steuerunschädlich in eine "normale" "Riesterrente" einzahlen. Wer jetzt über die Besteuerung im Rentenalter (maximal 20 Jahre) mosert sollte sich immer vor Augen halten das "Riester" nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung funktioniert, heißt in den Jahren Deines Arbeitslebens, wo Du im Vergleich zum Rentenalter ein sehr warscheinlicheres höheres Einkommen haben wirst als im Rentenalter, sparst Du Steuern, die Du dann im Rentenalter mit dem dann gültigen Steuersatz wieder verrechnen mußt. Kurz zu den Beratern, der einzige, der tatsächlich unabhängig ist, ist ein Honorarberater, der nur für die Beratung Geld bekommt, nicht für die Vermittlung eines Produktes. Nur kau jemand ist bereit für eine Beratung Geld zu zahlen, denn Geiz ist ja bekanntlich geil ;-). Alle anderen Berater, besser Verkäufer, verdienen direkt oder indirekt an der Vermittlung von Produkten (egal ob Sparkasse, Makler usw.), was ja im Grundsatz auch nicht verwerflich ist. Auch z.B. der Bäcker oder Fliesenleger arbeitet nicht nur aus Spaß.

Das Sparkassen-Modell habe ich mir mal angeschaut, gefällt mir nicht so ganz, denn Garantieprodukte werfen in der Regel keine vernünftige Rendite ab. Falls Du noch jung bist und Du tatsächlich in Wertpapiere investieren möchtest, so suche Dir einen Anbieter, der Dir eine möglichst große Wahl an mehereren Aktien-Renten-Immobilien-und Geldmarktonds anbietet und wo Du auch 1 p.a. einen kostenfreien Fondswechsel durchführen kannst. Das ist die bessere Variante.

Gruß Tommy

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