Fleischkonsum 2019 ist eigentlich schon unnötig, nicht?

15 Antworten

Es gibt viele gute Gründe kein Fleisch mehr zu essen. Die Tiere die wir essen sind genauso bewusste und empfindungsfähige Wesen wie wir selbst. War wir mit ihnen machen erleben sie nicht anders, als wir es würden, wenn wir an ihrer Stelle wären. Zwar sind sie nicht so intellektuell wie wir Menschen, aber um genau so leiden zu können ist das auch nicht notwendig. Gleichzeitig gibt es in unserer heutigen Zeit keinen Grund mehr, Tiere zu essen oder als Rohstoffe zu benutzen. Man kann sicher sein, dass kein Tier ausgebeutet werden, eingesperrt sein oder sterben will.

Außerdem ist der generelle Fleischkonsum viel zu hoch. Es wird viel mehr Fleisch gegessen, als ökologisch nachhaltig produziert werden kann. Fleischkonsum gehört zu den wesentlichen Verursachern von Treibhausgasen, die den Klimawandel verschlimmern:

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/fleisch-essen-klimawandel-100.html

Zudem importiert Deutschland zwei Drittel seiner Eiweißfuttermittel aus Südamerika, hauptsächlich Brasilien. Dort wird zur Schaffung der Ackerflächen der Regenwald brandgerodet:

https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/fleisch

https://www.transgen.de/lebensmittel/2622.futter-soja-ohne-gentechnik.html

Hinzu kommt der hohe Ressourcenverbrauch. Ein Nutztier muss im Schnitt erst einmal sieben Kalorien pflanzlicher Nahrung fressen, um selbst eine Kalorie tierischer Nahrung zu produzieren. Verfüttert wird hauptsächlich Kraftfutter aus Mais, Soja, Weizen und Raps. 40 % der Äcker in Deutschland werden für den Anbau von Tierfutter verwendet. Auf einem Großteil dieser Ackerflächen ließe sich auch Nahrung direkt für den Menschen anbauen. Das ist eine größere Lebensmittelverschwendung als alles was in Supermärkten, Restaurants und Privathaushalten zusammen weggeworfen wird.

https://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/fleisch-und-futtermittel.html

Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch müssen ca 15.000 Liter Wasser aufgewendet werden:

https://www.welt.de/wissenschaft/article6012574/Ein-Kilo-Rindfleisch-kostet-15-000-Liter-Wasser.html

Die Nutztierhaltung ist zudem durch die Ammoniak-Ausdünstungen der Fäkalien die größte Quelle für Feinstaub in Deutschland:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100445/Massentierhaltung-Hauptverursacher-fuer-Feinstaub

Die Entsorgung der Fäkalien (als Dünge deklariert) versucht das Grundwasser mit Nitrat:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/nitrat-im-grundwasser-durch-ueberduengung-und-guelle-a-1027279.html

Auch Weidehaltung ist keine Lösung. Hier ist die Ökobilanz sogar noch schlechter:

https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/fleisch-vom-weiderind-ist-umweltschaedlicher-als-aus-grossviehmast-130376391

Der übermäßige Verzehr von Fleisch und anderen Tierprodukten in der Gesellschaft ist außerdem mitverantwortlich für die hohen Raten an Zivilisationskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen.

Es schmeckt ja auch genau wie Fleisch 

Das kann ich so nicht bestätigen. Absolut nicht. Und bei meinen Ćevapčići gibt es für mich keine Alternative, als Hack von Rind und Lamm. Ich esse auch gerne Hähnchenfleisch und wüsste da auch keine entsprechend vegane Alternative für mich.

Ich sehe da durchaus noch Luft nach oben, was Aussehen, Geschmack, Mundgefühl und Konsistenz angeht.

Man muss nicht täglich Fleisch essen und wenn dann von entsprechender Qualität. Aber vegane Ersatzprodukte sind sicherlich noch nicht soweit, dass es für die breite Masse der Fleischesser eine wirkliche Alternative wäre.

Haben Sie überhaupt mal diesen Fake probiert ? Vermutlich nicht, sonst wüssten sie, dass es nicht nach Fleisch schmeckt und sonst auch überhaupt nicht gut ist(Geschmack, Geruch, Konsistenz,...)

Wieso gibt es im Jahr 2019 noch Ideologien, warum gibt es Menschen in 3 Welt Ländern und warum gibt es eine Überbevölkerung? Fragen über Fragen.

Die fleischlose Alternative ist nicht mal absatzweise so gut wie das Fleisch und wer das Gegenteil behauptet ist mit einem McDonalds Gast, der sagt ihm schmeckt der Müll, den er dort bekommt vergleichbar.

Die Fleischindustrie weiß, dass sie noch lange am Speck nagen dürfen, weil es (gefühlt) ewig dauern wird Tiere ohne Gefühle herzustellen/züchten und diese dann Artgerecht halten zu können, dabei aber einen möglichst niedrigen Preis zu fordern. Bis dahin wird die Fleischindustrie weiterhin am Speck bleiben außer man schafft es die Bevölkerung zu überzeugen nicht mehr so viel Fleisch zu essen und es auf etwa 1-3(je nach Geldbeutel)mal die Woche gutes Fleisch zu reduzieren.

Es ist viel unnötig...

Es ist unnötig sich über das Essen anderer Gedanken zu machen.

Jeder kann essen was er möchte!

Fleischkonsum ist dieser Tage und angesichts der Produktionsmethoden mit all Ihren Kollateralschäden an Mensch, Tier und Umwelt kaum zu rechtfertigen, weil unnötig.

Beyond Meat ändert nichts daran, aber wer schon auf solche Ersatzprodukte zurückgreifen möchte, sollte sich natürlich fragen, inwieweit es ökologisch sinnvoll ist, Nahrung (wie vormals die Futtermittel) im großen Stil über den Atlantik transportieren zu lassen, wo doch hier genug Lebensmittel wachsen.

Lieber sollte man dann auf wenigstens in Deutschland produzierte Lebensmittel zurückgreifen, gibt ja auch schon einiges, dass in dieselbe Richtung wie "Beyond Meat" schlägt.

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