Flammschutzmittel in Polyurethan-Textilien 2010/2011?

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3 Antworten

Überwiegend sind das chlorierte Alkylphospate  wie TDCPP - Tris(1,3-dichloroisopropyl)phosphate oder TCPP -tris(chloropropyl)phosphate .

Es gibt in dieser Verbindungsklasse ( organische Phosphorsäureester) auch Pestizide und Nervengase, aber TDCPP / TCPP gilt als Flammschutzmittel ausreichend untersucht und ungefährlich für den Menschen.

Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass in Ländern, die für ihren laxen Umgang mit dem Umweltschutz bekannt sind auch verunreinigte Flammschutzmittel verwendet werden (oder dass die zarten Kinderhände die Dosierung nicht richtig hinbekommen), und hier können natürlich alle möglichen neurotoxischen Verbindungen auftauchen.

Im Nachhinein kann man das aber schlecht beweisen, es sei denn man hat das Material noch und gibt es an ein zertifiziertes Prüflabor.

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Kommentar von eisenbahnen
20.07.2016, 09:21

Vielen Dank für Ihren Rat. Bitte sagen Sie mir nicht das Sie mir diese Antwort genauso gut 5 Jahre früher gegeben hätten wenn ich mal eher nachgedacht und es wahrgehabt hätte. Ist davon auszugehen das die Gesundheit sich irgendwann wieder erholt? Ich habe die Jacke noch irgendwo hängen. Allerdings ist sie fast 6 Jahre alt und war nach einem halben Jahr Nutzung genau 2 mal in der Waschmaschine. Sie riecht längst nicht mehr so stark chemisch wie sie das damals die ersten Wochen und Monate tat. Das Polyurethan hatte einen extrem penetranten, leicht aromatisch süsslichen Geruch. Die Oberfläche anfangs war öllig glänzend, geschmeidig ohne jegliche Narbung. Bei Hautkontakt sah meine Haut aus wie nach einer Stunde aus dem Schwimmbecken, sehr welkig. Die ersten Wochen hatte ich ständige dumpfe Kopfschmerzen bis zu Migräneattacken, Atmungsprobleme, manchmal wie gelähmte Atmung, Gliedmaßen laufen blauviolett an, Herzrythmusstörungen, extreme körperliche Erschöpfung, Kreislaufstörungen, Fettleibigkeit, ständige Abgeschlagenheit, Tinitus,Potenzverlust, starke Hodenschmerzen mit Rückzug der Hoden in die Bauchhöle, diffuse Schmerzen, völlig unerholsamer Schlaf, starke blauviolette "Augenringe", manchmal motorische Zuckungen, manchmal Zittern der Finger, nachts Lichtblitze vor den Augen.

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Das kann schon gut möglich sein, dass diese Jacke auf Grund schädlicher Chemikalien solch einen Schaden zugefügt hat. Bei deiner erheblichen Beeinträchtigung ist ein Gang zum Hausarzt verkehrt, du solltest unverzüglich einen Neurologen aufsuchen, das ist sehr viel mehr die beste Adresse.

Weiterhin empfehle ich mal zu einer Verbraucherberatung zu gehen, z.b. Stiftung Warentest und dich dort beraten, inwieweit dir eine fianzielle entschädigung zusteht. Auch ein Gang zur Presse ist angwebracht, denn diese skandalösen Verkaufspraktiken, die man immer wieder antrifft, gehören angeprangert. Dann wäre noch Monitor einzuschalten, damit so was ins Fernsehen kommt, das muß ganz einfach an die große Glocke. Dann solltest du mit deiner Krankenkasse in Verbindung treten, die dir mitteilt, ob dir eine Opferrente zusteht.

Ich würde zudem noch einen Rechtsanwalt einschalten, damit ggf. der Artikelvertreiber finanziell ggf. belangt werden kann. Dir steht nämlich eine Menge Schmerzensgeld zu.

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Kommentar von eisenbahnen
21.07.2016, 22:27

Soweit ich weiß gibt es in Deutschland kaum Schmerzensgeld zumal es wohl schwierig ist es jetzt noch zu beweisen das es genau daher gekommen sein muss. Da werde ich juristisch wenig Chancen haben. Für die Topanwälte fehlt mir einfach Geld.

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Schneid ein Stück runter, das in ein Schraubdeckelglas passt, schraubs gut zu für eventuelle Untersuchungen und schmeiss den Rest schnellstens in die Tonne! Das Zeufs verdampft nun seit Jahren und belämmert Dich die ganze Zeit! Wirf alles raus, was Du nicht mehr brauchst! Haben wir letzt auch gemacht, es hilft! All dieses Zeugs verdunstet langsam und unriechbar, aber es ist immer da!

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Kommentar von PeterJohann
20.07.2016, 18:16

Guter Rat! Aber vielleicht wäre es sinnvoll eine größerer Menge aufzuheben oder die ganze Klamotte in Folie/Plastikkiste mit Deckel verpacken und auslagern (je nachdem wie es geht braucht man die ganze Jacke als Nachweis für Regressansprüche- ist ja nicht nur der Herstellung sondern auch der Zwischenhändler haftbar).

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