Fixierung in der Psychiatrie? Wann erlaubt?

12 Antworten

Nun wirst Du dringend Unterstützung nötig haben.

Vorweg: einige Kliniken greifen gar nicht mehr zu Fixierungen!

Bitte wende Dich auch an die Krankenkasse, diese zahlt Deinen Aufenthalt. Versuche klar zu bleiben, auch wenn es gewiss schwierig ist. 

Dein Ziel sollte und muss sein: Unterstützung zu finden, wo Du tatsächlich Unterstützung erfahren kannst. Ich denke hier auch an eine andere Klinik, die ohne Fixierung auskommt. Und auch den Fall melden, obwohl hier eine andere Stelle glaube ich Ansprechpartner ist. Ob also die Krankenkasse erste Anlaufstelle ist, weiß ich nicht. Aber sie kann vielleicht Dir weiterhelfen, wer Ansprechpartner ist. Finde es leider nicht im Internet auf dem Handy hier.

Selbst bei "Ausrastern" sollten andere Wege möglich sein als jemanden 'festzuketten'. Was im übrigen noch mehr Panik auslösen kann - was bei Dir wohl der Fall gewesen ist.

Eine Patientenverfügung fällt mir noch ein! Wo Du Alternativen schreiben kannst: entweder Entlassung auf eigene Gefahr oder Polizeigewahrsam,... am Besten natürlich herausfinden, was Dir in solchen Zuständen hilft, um Dich wieder zu beruhigen.

Aber raus aus dieser Klinik! Egal wie es rechtlich aussieht. Es sollte genug andere Kliniken geben, die ohne dem auskommen. Bitte finde richtige Unterstützung.

Genau: Ärztekammer in Deinem Bundesland finden.

Besser aber, wenn Du ambulant in Behandlung bist. Das Du von Psychologen/Psychiater (m/w) Unterstützung finden kannst, Menschen die Du kennst.

Hi,

Wie lange darf man eine Person gegen seinen Willen fixieren.

Geregelt wird dies in den jeweiligen Landesgesetzen für die Unterbringung psychisch Kranker (PsychKG), in der Regel gibt es keine feste Zeitangabe - Grundsatz "so lange wie unbedingt notwendig".

28 Stunden erscheinen auch mir als sehr lang.

Ab wann darf man eine Person fixieren. Ich habe ein bisschen randaliert
(nichts schlimmes) und die Pfleger beleidigt. Hatten sie das recht dazu?

Eine Fixierung (Anwendung unmittelbaren Zwangs) ist dann gerechtfertigt, wenn von einer Erheblichen Fremd- und/oder Eigengefährdung auszugehen ist (nicht anders handhabbar) - bei einem randalierenden psychisch Kranken ist davon auszugehen.

Die Fixierung ist in diesem Fall rechtens, sonst wäre es Freiheitsberaubung (§ 239 StGB).

Und wie schon gesagt wurde: "bisschen" Randalieren geht nicht...

Muss die Fixierung beendet werden, wenn die fixierte Person es koerperlich und.seelisch nicht mehr aushaelt?

Schwierig, da Abwägungssache - bei fortbestehender Fremd-/Eigengefährdung geht der Schutz des Personals bzw. des Patienten primär vor - eine dauerhafte oder langfristige Fixierung ist nicht Sinn der Sache und auch keine Lösung des Problems.

Vielleicht solltest Du dem behandelnden Arzt ruhig (!) deine Sicht auf das Ganze erklären...

LG

.

Solche Maßnahmen müssen vom behandelnden Arzt angeordnet, begründet und dokumentiert sowie dem Vertreter bzw. Patientenanwalt des Kranken mitgeteilt werden.
Soll die Fixierung regelmäßig erfolgen oder länger andauern, dann ist ein Beschluss des Betreuungsgerichts nach § 1906 BGB erforderlich, sofern der Patient nicht selbst einwilligungsfähig ist.
Mit Sicherheit wird das mehr gewesen sein als ein "bisschen randaliert" und die Pfleger beleidigt.

Da war wirklich nicht mehr dabei

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@Paracetamol25

Dann solltst du einen Bericht anfordern und zum Patientenanwalt gehen sobald du aus geschlossenen Abteilung rauskommst oder einen Termin vereinbaren und kommen lassen. Ob es erfolgsverspechend ist bleibt eine andere Frage.

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Zitat:

"Mit Sicherheit wird das mehr gewesen sein als ein "bisschen randaliert" und die Pfleger beleidigt."

Kommentar hierzu:
Solange es solche Unterstellungen und bllinde Bekenntnisse zurm angeblich am Wohle ausgerichteten betreuungsrechtlichen Maßnahmen gibt, wird sich an den üblichen Menschenrechtsverletzung unter dem Deckmantel  der medizinischen Behandlung nichts ändern.

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