Fische tot

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7 Antworten

Hej vallau,

@JackFou's Beschreibung der Sommerstagnation ist für einen See unserer Breiten vollkommend zutreffend. In kleinen Teichen würde sich diese typische Schichtung, über die hinaus kein Sauerstoffeintrag mehr in das Tiefenwasser erfolgt, aber nur ausbilden, wenn sie ziemlich tief wären. Das trifft aber für die meisten unserer kleinen Teiche nicht zu.

Ansonsten stimmt aber seine Erklärung (übermäßiges Nährstoffangebot, Algenmassenentwicklung und nachfolgendes Absterben, Sauerstoffzehrung beim Abbau der toten Organismen). Letztendlich kommtes zu einer sogenannten negativen Sauerstoffbilanz, d. h., im Gewässer wird mehr Sauerstoff verbraucht als produziert.

Gleichzeitig ist der Sauerstoffbedarf von Fischen im Sommer aufgrund der höheren Wassertemperaturen höher als bei niedrigen Temperaturen. D. h. diese Schere zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf wird immer ungünstiger für die Fische.

Fatal ist, dass ës bei einem Sauerstoffschwund in Sohlnähe zur Freisetzung von Stoffen kommt, die zuvor bei Anwesenheit von Sauerstoff noch in einer wasserunlöslichen Form vorlagen. Dazu zählt auch das Phosphat, das sich wiederum nach der Freisetzung fördernd auf die weitere Algenentwicklung auswirkt. Dumm gelaufen, was? :(((

Mit einem Sauerstoffschwund einhergehen kann desweiteren auch eine für viele Fischarten unverträgliche pH-Veränderung oder -schwankung wie auch die Freisetzung von fischtoxischen Verbindungen wie Nitrit beim bakteriellen Abbau. Jeder dieser Faktoren für sich kann schon zu einem Fischsterben führen.

Die Ursache des ganzen Prozesses ist letztendlich ein unnatürlich hoher Nährstoffeintag in das Gewässer, das dieses aufgrund seiner geringen Größe nicht mehr abpuffern kann. Es gilt also, solche übermäßigen Einträgung, die häufig aus der Landwirtschaft kommen, zu vermeiden.

Liebe Grüße

Achim

Wenn ich mich richtig an die Vorlesung in Umweltanalytik erinnere, dann ist das folgendermaßen:

Im Sommer gibt es die sog. Sommerstagnationsphase, bei der die Durchmischung des Seewassers weitgehend zum Erliegen kommt. Davon allein sterben aber noch keine Fische. Dafür benötigt es außerdem ein übermäßig hohes Nährstoffangebot (Eutrophie bis Hypertrohpie). Dadurch bilden sich vermehrt Algen in den oberen lichtreichen Wasserschichten (Algenblüte). In tieferen Schichten können sich dann keine Algen mehr bilden, da das Licht nicht mehr soweit vordringt. Abgestorbene Algen und tote Fische sinken als Biomasse zum Grund des Sees wo der Abbau der Biomasse den Sauerstoff verbraucht.

Auf Grund der fehlenden Durchmischund des Seewassers, kommt es also zu einer zunehmenden Verarmung an Sauerstoff.

Die Algen allein lassen noch keinen See umkippen. Im Gegenteil, sie produzieren durch Photosynthese Sauerstoff. Erst der Aerobe Abbau der Biomasse durch Mikroorganismen bewirkt den Sauerstoffmangel.

Wow :DD Danke die meisten wörter im text hab ich nicht verstanden :DD aber es wird woll richtig sein ;)

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@vallau123

Die ganzen Fremdworte kannst du relativ einfach googlen. Ebenfalls kannst du mal nach "See umkippen" googlen und wirst fündig werden.

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Denk mal über die temperaturabhängige Löslichkeit von Gasen (z.B. eben Sauerstoff) in Wasser nach...

Algen, oder der Nachbar hat sich nach der letzten Grillparty im Teich erleichtert.

Wasser zu warm, zu viele Algen, kein Sauerstoff mehr

zu viele Algen und dann kippt der See um, weil kein Sauerstoff mehr da ist.

sauerstoffmangel wg vieler algen :)

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