Firmenwagen leasen, kaufen, finanzieren?

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Beim Leasing bist Du nicht Eigentümer sondern lediglich Nutzer des Fahrzeugs - als eine Art Mieter.

Ausserdem bindest Du Dich fest für den Zeitraum des Leasing.

Du bist an hohe Raten gebunden (ohne vorzeitiges Kündigungsrecht), musst eine Vollkaskoversicherung abschliessen und darfst Dich nur an Vertragswerkstätten halten.

Beim Leasing hast Du den Riesennachteil, dass nach Ablauf der Leasingzeit ein Fahrzeugwert ermittelt wird, wenn Du kaufen möchtest.

Sollte das Fahrzeug jetzt in einem schlechteren Zustand sein, als anzunehmen war oder sollten die gefahrenen Kilometer weit überschritten worden sein, hält die Leasingfirma die Hand auf.

Das heisst, Du hast keine "sichere Schlussrate" wie bei einer Finanzierung sondern es ist ein wenig Glücksspiel bei der ganzen Angelegenheit.

Der Vorteil für Dich als Gewerbetreibender ist, dass Du eine monatliche Rate in die Kosten buchen kannst (dafür aber keine Fahrzeugabschreibung).

Was besser ist, muss im Einzelfall genauer geprüft und überlegt werden, dass wird hier niemand genau sagen können.

Diese Überprüfung ist eine Aufgabe für Deinen Steuerberater, der Deine Zahlen kennt und schnell sehen kann ob es für Dich in Frage kommt. Nicht dass Du nachher durch die hohe finanzielle Belastung die Kosten nicht mehr decken kannst!

Danke für deine hilfreiche Antwort. Dann werde ich mal meinen Steuerberater rechnen lassen. Mal sehen zu welcher Lösung er mir rät.

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Casta hat an manchen Stellen Recht, an anderen muss ich leider wiedersprechen.

Es ist natürlich ganz stark von den Individuellen Leasingverträgen abhängig wie der "Exit", also die Abwicklung nach Ablauf der Leasingzeit, gehändelt wird. Es gibt hier natürlich sehr Kunden-ungünstige Möglichkeiten - für den "aufgeklärten" Kunden sind solche Fallen aber kein Problem.

Einfach die AGB´s und den Leasingvertrag mal durchlesen, das hilft!

Bei reellen Angeboten werden diese Unterlagen auch im Vorfeld zur Verfügung gestellt.

Für detaillierte Auskünfte ist hier nicht der Raum, bei speziellen Fragen helfe ich aber gerne weiter.

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Sorry, dass ich jetzt mal etwas kopiere und hineinstelle, aber ich denke ausführlicher geht es nicht. Ich hoffe es hilft Dir!

Versteuerung nach der Ein-Prozent-Regelung [Bearbeiten]

Mit der so genannten Ein-Prozent-Regelung findet eine pauschale Versteuerung eines auch privat genutzten Firmenwagens statt. In diesem Fall wird ein Prozent des Brutto-Listenpreises des Fahrzeugs (einschließlich aller Extras) als geldwerter Vorteil versteuert. Zusätzlich werden 0,03 Prozent mal Entfernung Wohnung-Arbeitsstätte mal Listenpreis als geldwerter Vorteil angesetzt. Als Alternative zur „Ein-Prozent-Regelung“ lässt sich durch Führen eines Fahrtenbuches der tatsächliche Anteil der privaten Nutzung ermitteln und dieser Anteil zur steuerlichen Berücksichtigung heranziehen.

Für nicht-Arbeitnehmer gilt: Seit dem 1. Januar 2006 ist die „Ein-Prozent-Regelung“ nur noch für Fahrzeuge anwendbar, die zu mindestens 50 Prozent betrieblich genutzt werden. Zur betrieblichen Nutzung zählen auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz sowie Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung. Im Zweifelsfall muss dem Finanzamt gegenüber nachgewiesen werden, dass das Fahrzeug zu mindestens 50 Prozent betrieblich genutzt wird. Versteuerung auf Grundlage eines Fahrtenbuches [Bearbeiten]

Durch Führen eines Fahrtenbuches und Vorlage beim Finanzamt kann der tatsächliche Anteil der privaten Nutzung schlüssig nachgewiesen werden. Statt einer pauschalen Besteuerung („Ein-Prozent-Regelung“) wird hier ein individuell berechneter geldwerter Vorteil auf Basis des tatsächlichen Anteils der privaten Nutzung ermittelt. Dies führt häufig zu einem weitaus niedrigeren Betrag als bei der pauschalen Besteuerung. Beispielrechnung [Bearbeiten]

Die „Ein-Prozent-Regelung“ wird dann angewendet, wenn kein Fahrtenbuch vorliegt, aber (seit 1. Januar 2006) eine betriebliche Nutzung zu mindestens 50 Prozent nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden kann. Angenommen, Hans Mustermann erwirbt einen Jahreswagen für sein Unternehmen für € 20.000. Das Fahrzeug hat einen Neupreis (Liste) von € 30.000 einschließlich Umsatzsteuer. Die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte beträgt 20 km. Für Herrn Mustermann ergibt sich damit ein monatlich zu versteuernder Betrag von

1,6 % • € 30.000,– = € 480,–

Dieser Betrag wird ihm pauschal als Privatentnahme zugerechnet. Die beruflich veranlassten Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden nach der Entfernungspauschale pauschal als Kosten berücksichtigt. Beispiel: 20 km an 230 Arbeitstagen pro Jahr mit 0,3€ pro Entfernungskilometer und Jahr:

20 km • 230 Arbeitstage pro Jahr = 4600 km pro Jahr 4600 km pro Jahr • 0,3€ = € 1380,– pro Jahr € 1380,– pro Jahr / 12 Monate pro Jahr = € 115,– pro Monat € 480,– - € 115,– = € 365,–

Bei einem angenommenen Grenzsteuersatz von 40 Prozent wären dies € 146,– Steuern pro Monat.

Da nützt es ihm nichts, dass sein Fahrzeug nur € 20.000,– kostete und er maximal 15 Prozent aller Fahrten privat unterwegs ist. Dies müsste er mit einem Fahrtenbuch nachweisen. Hierbei würden die „richtigen“ Kosten (Abschreibungen / Leasingraten, Benzin, Werkstatt usw.) für das Fahrzeug ermittelt und entsprechend dem Anteil privater Fahrten zu geschäftlichen Fahrten aufgeteilt.

In unserem Beispiel könnten wir annehmen, dass das Fahrzeug pro Jahr neben € 4.000,– Abschreibungen weitere € 3.500,– für den Unterhalt (Versicherungen, Benzin, …) kostet. Die Rechnung lautet dann bei 15 % privaten Fahrten:

15 % • € 7.500,– = € 1.125,– pro Jahr, also € 93,75 pro Monat zu versteuern

Bei einem Grenzsteuersatz von 40 Prozent wären dies nur noch knapp € 37,50 Steuern, was eine Ersparnis von € 108,50 pro Monat ergibt. Fahrtenbuch bei PKW im Betriebsvermögen [Bearbeiten]

Selbständige können einen PKW in das Betriebsvermögen überführen, wenn der betriebliche Nutzungsanteil zwischen 10-50 Prozent liegt (gewillkürtes Betriebsvermögen). Liegt der Anteil über 50 Prozent, ist das Auto notwendiges Betriebsvermögen. Der Nutzungsanteil privat/dienstlich bestimmt sich nach den gefahrenen Kilometern.

Die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb werden zu den betrieblich bedingten Fahrten gezählt und erhöhen damit den betrieblichen Nutzenanteil. Die darauf entfallenden Kosten sind zwar (terminologisch) Betriebsausgaben, jedoch nach § 4 Abs. 5a EStG steuerlich nicht absetzbar. Somit bleiben nur die restlichen betrieblich bedingten Kosten steuerlich abzugsfähig.

Beispiel: PKW-Kosten p.a. 7.500 € (wie oben). 30.000 km Gesamtfahrleistung = 10.000 km Fahrten Wohnung-Betrieb, 10.000 km Privatfahrten, 10.000 km reine Betriebsfahrten

Der betriebliche Anteil incl. Heimfahrten beträgt damit 66 %. Der PKW gehört zum notwendigen Betriebsvermögen. 1/3 von 7.500 € = 2.500 € kann als Betriebsausgabe abgezogen werden.

Alternativrechnung: Verzicht auf Dienstwagen und Fahrtenbuch Fährt man mit dem eigenen PKW und verzichtet auf den Dienstwagen, dann können 10.000 km/2 = 5.000 Entfernungs-km x 0,30 €, also 1.500 € jährlich abgesetzt werden, was immer noch weniger wäre. Im Vergleich zum PKW im Privatvermögen (Nutzung des eigenen privaten PKW) kann der Unternehmer durch das Führen eines Fahrtenbuches 1000 € mehr absetzen.

Hiermit lässt sich noch nicht entscheiden, ob es günstiger ist, den PKW in das Betriebsvermögen zu überführen, indem man das Fahrtenbuch führt. Denn: Befindet sich der PKW im Betriebsvermögen, muss ein beim Verkauf entstehender Gewinn versteuert werden. Bei einem Verkauf des PKW nach 5 Jahren, einem Buchwert von Null und einem Verkaufserlös von 5.000 € müssten somit 5.000 Euro versteuert werden. Damit wäre ohne Zinseffekt der Steuervorteil aufgezehrt. Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch [Bearbeiten]

Ein Fahrtenbuch, das vom Finanzamt als Beweismittel anerkannt werden soll, muss bestimmte Mindestbedingungen erfüllen:

  1. Die Aufzeichnungen müssen zeitnah und fortlaufend vorgenommen werden.
  2. Zur Verhinderung von Manipulationen ist eine geschlossene Form der Aufzeichnung erforderlich, so dass Änderungen, Streichungen und Ergänzungen erkennbar sind. Lose Notizzettel reichen nicht aus.
  3. Ausdrucke aus Tabellenkalkulationsprogrammen sind nicht ordnungsgemäß.
  4. Zwingend bei beruflichen Reisen sind die Angaben: Datum, Reiseziel, aufgesuchter Kunde/Geschäftspartner bzw. Gegenstand der dienstlichen Verrichtung sowie bei Abschluss der Fahrt der erreichte Gesamtkilometerstand.
  5. Ein Verweis auf andere Unterlagen ist unzulässig. Die Angaben sind im Fahrtenbuch zu machen.

Elektronisches Fahrtenbuch [Bearbeiten]

Ein Fahrtenbuch in elektronischer Form zu führen, ist in Bezug auf die behördliche Anerkennung nicht unproblematisch.

Die Finanzämter in Deutschland müssen elektronische Fahrtenbücher nur anerkennen, wenn aus ihnen dieselben Erkenntnisse wie aus konventionell geführten Fahrtenbüchern zu gewinnen sind.[1] Insbesondere muss technisch gewährleistet sein, dass nachträgliche Änderungen ausgeschlossen sind oder dokumentiert werden.[1] Der Nachweis dessen kann leichter fallen, wenn die Aufzeichnungen nicht auf eigenen Geräten, sondern übers Internet bei einem Dienstleister vorgenommen werden. Bei der Entscheidung für einen Dienstleister ist der Datenschutz zu prüfen, denn man erstellt ein Bewegungsprofil und erfasst viele seiner Geschäftspartner. Auf das Global Positioning System zugreifende Systeme können dem Benutzer Vorschläge für die erforderliche Angabe von Kilometerstand, Reiseziel und Geschäftspartner machen. Fest eingebaute Systeme können auch die Möglichkeit bieten, den Kilometerstand direkt zu erfassen.

Regelmäßige Datensicherungen von elektronischen Fahrtenbüchern schützen einerseits mit wenig Aufwand vor dem Totalverlust der Fahrtenbücher, sind andererseits aber auch wichtiger als Kopien konventioneller Fahrtenbücher, welche naturgemäß keinen Datenverlust erleiden können.

MfG Sven

Leasing = 3 Jahre gebunden, Kauf = jederzeit wieder verkaufbar - alleinige Verfügungsgewalt, Kosten = meiner Meinung nach wollen eh nur alle Gewinn machen udn ob dann Leasing günstig ist - Kopfkratz

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