Firmenfahrzeug bei anstehender Privatinsolvenz?

6 Antworten

Ich interpretiere einfach mal rein, dass du so wenig wie möglich an pfändbaren Beträgen haben möchtest... Persönlich halte ich davon nichts, weil man seine Gläubiger prellt... 

Weiter sieht die Neuregelung der Privatinsolvenz ja auch ein Belohnungssystem für Schuldner vor, die redlich sind. Es würde sich für dich bei einer Insolvenz ja also auch lohnen. Je mehr in den ersten Jahren an auszahlbarer Masse vorhanden ist, desto eher lässt sich die Insolvenz beenden und man hat den “Alptraum“ hinter sich. Normallerweise ist es nämlich so, dass du erst nach 6 Jahren Insolvenz die Restschuldbefreiung erhältst...

Naja sei es drum... Meine Empfehlung ist sich die aktuelle Pfändungstabelle anzusehen, um herauszufinden, ob sich das Mehrgeld (1%) überhaupt lohnen würde. Ansonsten schau lieber welche Beträge unpfändbar sind (s. ZPO) und versuch dahingehend was mit deinem Chef auszuhandeln (z.B. Urlaubsgeld, hälftiges Weihnachtsgeld, etc pp.), da hast du am Ende mehr von... 

+ wie gesagt, schau dass du die Insolvenz lieber frühzeitig beenden kannst. Die Situation einer Privatinsolvenz ist nämlich mit sehr vielen Pflichten für dich verbunden und das ist für die Psyche mit Anstrengung verbunden.

Diese 1% vom Listenpreis sind eine (rechnerische) Erhöhung deines Bruttoeinkommens. Es wird gegenüber deiner Steuerpflicht und der Pflicht zu SV Versicherung so getan wie wenn dein Einkommen um z.B. 350€ höher ist.

Nun bezahlst du auf dieses höhere Einkommen Arbeitslosen,Kranken,Pflege und Rentenversicherung sowie Einkommensteuer und Solidaritätsbeitrag.

Das senkt natürlich dein (Netto) Einkommen, je nach persönlicher Steuer um 110- 180€.

Hierzu kommt noch der geldwerte Vorteil für die Fahrt zur Arbeit.

Sagen wir mal Du würdest einen Nissan Qashqai mit der Ausstattungslinie Tekna bekommen. Der Chef zahlt für den Wagen 30.000,00€ und der Bruttolistenpreis liegt bei 35.000,00€ so würden bei Deiner Lohnabrechnung folgendendes stehen (unter Berücksichtigung, das der AG die LSt pauschaliert und Du ca. 20 Kilometer zur Arbeit hast)

1. Gehalt 1.800,00€
2. Dienstwagen 350,00€
3. Dienstwagen Wohnung - Arbeit 108,00€
4. Dienstwagen Wohnung - Arbeit (pauschal) 81,00€

Dann würde Dein Brutto 2.339,00€ betragen, davon werden nun Steuern und die Sozialversicherungen berechnet und abgezogen (LSt entfällt, da der Chef die zahlt). Daraus ergibt sich dann der Nettobetrag aber von diesem werden sämtliche Dienstwagenkosten abgezogen, in diesem Falle 539,00€. Dieser Betrag steht dann unter der Position Netto-Bezüge / Netto-Abzüge, also da wo auch Deine Pfändung auftaucht.

Dies ist wie Du schon richtig erkannt hast ein sogenannter geldwerter Vorteil. Du hast Deinen Kollegen gegenüber einen Vorteil, der nicht ausgezahlt wird. Dieser Vorteil wird dann beziffert und Deiner Lohnabrechnung hinzugefügt.

LSt entfällt, da der Chef die zahlt?

Also mein Chef zahlt auch die SV-Beiträge, ergo entfällt auch die erhöhte LSt nicht, d.h. erhöhte LSt = weniger netto.

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Kann ich, wenn ich ein Firmenfahrzeug nutze (mit Geldwert Vorteil) trotzdem die Entfernungspauschale als Werbungskosten in meiner Steuererklärung absetzen?

Ich könnte bei einem neuen Job einen Firmenwagen bekommen. Habe mit einem Onlinerechner ausgerechnet, dass ein geldwerter Vorteil Firmenwagen (1% Regelung) und auch ein geldwerter Vorteil Fahrkosten entsteht. Der Wert wird ja auf meinen Bruttolohn aufgeschlagen, abgerechnet und deshalb habe ich am Ende ja weniger Netto raus, wenn ich den Firmenwagen in Anspruch nehme. Bis jetzt logisch und da es eine Tankkarte gibt und ich keine Versicherung zahle usw, ist die Lohneinbuße auch Ok! Nun die Frage: Kann ich trotzdem, bei meiner privaten Steuererklärung die Fahrkosten als Werbungskosten geltend machen?

Hoffe mir kann wirklich mal jemand helfen, werde im Netz nicht schlau draus!

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