Firma tritt aus Arbeitgeberverband aus, Gewerkschaftsmitglied werden?

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4 Antworten

Arbeitsrecht gibt es ja nicht nur dann, wenn der Betrieb im Arbeitgeberverband ist. Auch unabhängig davon kann es viele Situationen geben, in denen man für eine Beratung dankbar ist.

Zudem kann auch ein Betriebsrat - wenn er einer Gewerkschaft angehört - davon profitieren, weil er Schulungen besuchen kann und Ansprechpartner in der Gewerkschaft findet. Als Betriebsrat ist man zunächst mal kein geschulter Arbeitsrechtler, und es ist vorteilhaft, wenn man Unterstützung im Hintergrund hat.

Nach dem Betriebsverfassungsrecht ist es auch zulässig, dass ein Gewerkschaftsvertreter an Sitzungen des Betriebsrats oder an Betriebsversammlungen teilnimmt. Ds wird er aber nicht tun, wenn im Betrieb nur eine Handvoll Gewerkschaftsmitglieder sind.

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Eine starke Gewerkschaft in einem Betrieb ist letztendlich die einzige Möglichkeit, ob es immer klappt ist natürlich eine andere Frage, einen Arbeitgeber dahin zu bringen, wieder einen Tarifvertrag abzuschließen und sei es nur ein Haustarifvertrag. Individuell wird man das nicht schaffen und kann sich natürlich darauf verlassen, dass man so ein toller und unersetzlicher Typ ist, das der Arbeitgeber zumindest einem selbst gute Bezahlung und Arbeitsbedingungen anbietet und dass man es nicht nötig hat, mit seinen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam aufzutreten aber auch d besteht keine Erfolgsgarantie ;-)

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Du wirst zum Beispiel bei Kündigungsschutzklagen unterstützt, bei Streik wird Geld gezahlt, die Gewerkschaft erkämpft für Dich höhere Löhne ...

Ich sehe eigentlich nur Vorteile.

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Kommentar von Ifm001
08.03.2016, 18:47

Nein, genau das tun sie halt nicht mehr (mit Ausnahme der Kuendigungsschutzklage), wenn der Arbeitgeber aus seinem Verband ausgetreten ist.

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Daran merkt man, dass Gewerkschaften auch nur Unternehmen sind. Arbeitnehmer so sehr zu veraengstigen und Falschinformationen zu streuen, damt sie Mitglied werden ist IMHO unserioes.

Tarifvertraege sind nur heranziehbar, wenn der Arbeitnehmer in der Gewerkschaft und der Arbeitgeber im Arbeitgeberverband ist oder sich im Arbeitsvertrag auf den Tarifvertrag bezogen wird (wobei es dabei auch auf die konkrete Formulierung ankommt). Wenn nun dein Arbeitgeber austritt (was inzwischen zur Mode geworden ist), entfaellt also ein Grund, der Gewerkschaft beizutreten statt dass einer hinzu kommt.

Ich wuerde mein Geld eher in eine entsprechende Rechtsschutzversicherung stecken ... damit kann man im Fall der Faelle mehr bewirken.

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Kommentar von Ifm001
08.03.2016, 18:52

Euer Betriebsrat sollte sich auch nochmal seiner Aufgabe bewusst werden. Er hat nicht die Interessen der Gewerkschaft zu vertreten, sondern die der Arbeitnehmer.

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Kommentar von joey100
08.03.2016, 19:06

wow, endlich mal ne ehrliche und direkte anwort ohne werbung.... ich habe etwas gelesen von "nachwirken"... dies gilt ja aber nur solange bis ein neuer "vertrag" abgeschlossen ist oder? D.h. letztendlich bringt es für einen persönlich gar nichts mehr wenn man in der Gewerkschaft ist und der Arbeitgeber nicht mehr im Verband?!

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Kommentar von Familiengerd
09.03.2016, 12:15

@ Ifm001:

Deine Antwort und Dein erster Kommentar sind wesentlich geprägt von Polemik und antigewerkschaftlichen Ressentiments!

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