Firma gründen oder Angestellter?!?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wer in der Selbständigkeit erfolgreich sein will, braucht eine Mission. Und die besteht nicht darin: Möglichst viel Geld zu verdienen.

Klar gibt es den Car-Port-Bauer, der mit ich meine 16 angefangen hat und heute Millionär ist. Doch auch seine Eltern haben ihm augenscheinlich einen gewissen Hintergrund mitgegeben. Dazu gehört auf alle Fälle Geld. Denn durch Arbeit ist in diesem Land noch keiner reich geworden.

Echt toll auch Dein Studienfach nicht zu erwähnen. Selbst bei den sogenannten Wirtschaftswissenschaftlern fehlt viel an Grundlagen. Und wenn es nur bedeutet: Wie sammele ich Belege, sie trage ich sie ein, wie ordnen usw. Das ist kein Scherz, dass ist Realität. Besonders dann witzig, wenn sie die Buchführung oder was sie dafür halten selber machen wollen.

Dazu kommt dann auch, welchen Markt kennst Du denn besonders gut? Also in welchem Bereich, welcher Branche wäre denn die Selbständigkeit?

Erfolgreiche Gründungen haben ein paar Grundvoraussetzungen. Die erste ist ein Startkapital. Das entlastet das Unternehmen von laufenden Aufwendungen. Auch das private Überleben sollte gesichert sein. Das fängt nicht erst bei der Krankenkasse an.

Dazu kommt, eine herausragende Planung. Nicht besonders kompliziert, ganz im Gegenteil. Wer es nicht einfach kann, hat den Kern nicht verstanden und wurschtelt sich so durch.

Zu dieser Planung gehört eine Kenntnis über Lieferanten, Mitbewerbern und Kundschaft. Was für Bedingungen sind üblich, was wird als positiv empfunden. Wo kann man ohne Irritationen zu verursachen vielleicht noch eine Besonderheit bieten.

Man sollte auf der kaufmännischen Seite einiges Wissen haben. Dazu gehören Haftungsfragen. Steuerrechtliche Grundkenntnisse, Kalkulation. Damit ist nicht das Schema "aus dem Internet" gemeint.

Dazu gehört auch, dass man in der Lage ist, eine lineare Afa durch eine Leistungs-Afa zu ersetzen und dann auch mit der Liquidität abstimmen können.

Viele können es nicht. Richtig. Dafür erleben auch keine 50% der Gründungen den 6. Geburtstag. Dabei ist meine Schätzung auf Grundlage von öffentlich zugänglichem Zahlenmaterial noch sehr positiv. Ich halte 2/3 für möglich.

Lerne erst einmal was kennen. Suche die Arbeitgeber wo Du erst einmal Erfahrungen sammelst. Wenn Du es Dir auch im Moment nicht vorstellen kannst: Man muss erst einmal Vorgesetzte haben, die mit dem grundlegenden Wissen einer Ausbildung oder eines Studiums wirklich arbeiten können. Erst dann lernt man. Vorher ist alles nur Grundlagenaneignung. Wenn auch alle meinen, dass die eigene Bildung so gut ist. Die Erfahrung lehrt das Gegenteil.

Damit muss man auch die Spontanen, die Aufschneider, die Schmalbrettathleten in Unternehmen erkennen lernen. Dann sich erschließen ob hier tatsächlich jemand dabei ist, von dem sich das Lernen lohnt.

Natürlich ist es am Anfang noch recht einfach jemanden zu finden, dessen Qualitäten man "gewinnbringend" übernehmen kann. Doch je mehr Vorbilder da waren, desto enger wird die Luft.

Und aus eigener Erfahrung: Es sind nicht immer die, die besten Vorbilder, die einen großen Namen haben. Mein letzter Arbeitgeber hatte das nicht. Im Gegensatz zu einem anderen. Aber der hätte die Fehler des hoch anerkannten Beraters nie gemacht.

Das zu erkennen ist auch ein Zeichen für die eigene Erfahrung in einem Bereich.

Danke, diese Antwort fand ich sehr hilfreich. Besonders fand ich gut, das du mehr ins Detail gegangen bist bei den Aufgabenbereichen eines Unternehmers. LG

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@xxvxx1

Danke Dir, aber glaube nicht, dass das eine abschließende Aufgabenbeschreibung ist. Da ging es nur um ein paar kurze Blicke hinter den Vorhang. LG

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@Dirk-D. Hansmann

Mich würde nurnoch interessieren, ob du selber eine Firma besitzt und aus eigener Erfahrung sprichst.

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@xxvxx1

Hättest mal in meinem Profil gucken sollen, da geht es auch zum Blog "meines" Arbeitgebers. ;-)

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@xxvxx1

Glaube nicht, dass das bei allen so ist. Darum nicht tragisch. Wollte nur Deine indiskrete Frage höflich aber nicht beantworten ;-) Herzlichen Dank für den Stern!

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Mach es wie ich. Gründe bereits im Studium ein kleines Nebengewerbe. Sammel dort Praxiserfahrung im selbständig sein. Wenn sich außer Erfahrung auch ein wenig erfolg einschleicht, hast du ein nettes zweites Standbein. Das es Stück für Stück im Rahmen deiner Möglichkeiten (also Nebenbei) weiter zu entwickeln gilt. Vielleicht lohnt es sich auch irgendwann komplett auf das Pferd zu setzen. Und wenn nicht lässt es sich vielleicht verkaufen oder einfach nur einstellen. 

Also wieso entweder oder? Oder gründe eine GbR mit einem Kommilitonen  und teilt euch die Arbeit nach euren Talenten auf. So ist die Belastung nicht so hoch. Und noch im Studium hast du den Vorteil gewisse Expertise in der Uni anzapfen zu können ;)

da willst du eine antwort und schreibst nicht einmal in welchen fach...wenn du den rest auch so machst, dann lieber angestellt...

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