Firma abfindung - Wie muss ich vorgehen?

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5 Antworten

Du musst nicht umziehen. Der Arbeitgeber wird mit dem Betriebsrat (Gewerkschaft) einen Sozialplan beschliessen, darin werden die Einzelheiten geklärt (in der Regel erhältst du eine Abfindung). Ein Rechtsanwalt für Arbeitsrecht könnte dich (leider kostenpflichtig, wenn du nicht selber in der Gewerkschaft bist) beraten und ggf. unterstützen.

Man sollte annehmen, dass es in einem weltweiten Unternehmen einen Betriebsrat gibt. Und wenn dieser Betriebsrat nicht grad einen ganzjährigen Winterschlaf hält, sollte er mit dem Betrieb einen Sozialplan für diese vorgesehene Änderung ausgehandelt haben. In diesem Sozialplan sollten auch Regelungen enthalten sein, welchen Schutz man denjenigen gewährt, die von der Änderung betroffen sind. Dazu kann/sollte auch eine Abfindung gehören.

Mich wundert allerdings, dass man euch nicht ausgiebig darüber informiert.

Das Gesetz sieht keine Abfindung vor. (außer Kündigungsschutzgesetz §1a)

Solltest Du ungerecht/unsozial gekündigt werden wird Klage gegen diese Kündigung erhoben mit dem Ziel das Arbeitsverhältnis weiter zu führen. Betriebe kaufen sich dann mit einer Abfindung frei, das Arbeitsverhältnis wird aufgelöst.

Du hast aber oder wirst eine betriebsbedingte Kündigung oder Änderungskündigung erhalten mit Angebot der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses. Ein vorhandener Betriebsrat könnte einen Sozialplan aushandeln, Hilfe und Unterstützung bei Umzug. Abfindung mE nicht.

Der Betriebsrat wäre ein Ansprechpartner. Auf jeden Fall würde ich das aber auch mit einem Rechtsanwalt besprechen.

Abfindung mE nicht.

Wenn es sich um ein "weltweites Unternehmen" handelt und es einen Betriebsrat gibt, dann wird der mit dem Arbeitgeber auch einen Interessenausgleich und Sozialplan aushandeln.

Und dann sollte es schon "mit dem Teufel zugehen", wenn dabei nicht auch Abfindungen vereinbart werden für diejenigen Arbeitnehmer, denen aufgrund ihrer persönlichen Situation (wie in der Frage geschildert) ein Umzug nach Nord- oder Ostdeutschland nicht zuzumuten ist!

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Du hast einen andere Arbeitsstelle angeboten bekommen; schlägst du aus, ist auch eine Abfindung weg. 

Das ist ja wohl etwas "verdreht".

Nach der Formulierung Deiner Antwort würde derjenige Arbeitnehmer, der eine neue Arbeitsstelle annimmt, eine Abfindung erhalten, und derjenige, der sie "ausschlägt" (weil er sie z.B. nicht annehmen kann), würde keine Abfindung erhalten?!?!

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kann mir nicht vorstellen das die Abfindung weck ist, da doch niemand verlangen kann das ich in eine andere Stadt ziehe.

Gibt es einen Betriebsrat?

Der sollte dann bei einer Werksschließung mit dem Arbeitgeber über einen Interessenausgleich und Sozialplan verhandeln, der dann ganz sicher auch Regelungen zu Abfindungen enthalten würde!

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