Findet ihr Prostitution verwerflich?

16 Antworten

Es muss nicht gleich ein "Edelbordell" (was meist nur ein Synonym für "teuer" ist) sein, um einer Sexworkerin ordentliche und hygienisch einwandfreie Arbeitsbedingungen zu schaffen. Deine "schrecklich unhygienischen Arbeitsbedingungen" und "Zwangsprostitution" hast Du bestimmt aus irgendwelchen (US-)Filmen oder reißerischen Reportagen über die Randbereiche der Branche, wie dem Drogenstrich.

Der Drogenstrich hat aber mit modernem Paysex in Deutschland soviel zu tun, wie der Hinterhof-Autodealer, der geklaute in Einzelteilen vertickt, mit dem Autohaus einer deutschen Automarke.

In einem schönen FKK- oder Saunaclub stimmen nicht nur Hygiene und Ambiente, Dienstleisterinnen und Gäste können sich hier auf Augenhöhe begegnen - fern der Klischees von Schmuddel und Zwang. Eine Session ist meist erotischer, wilder, zärtlicher, verschmuster, alberner und schöner, als es sich die Theoretiker und Moralapostel überhaupt vorstellen können. Auch von der viel beschworenen Distanz zwischen Dienstleisterin und Gast ist hier wenig zu spüren, denn die meisten Frauen praktizieren den beliebten "Girlfriend-Sex" wo neben dem eigentlichen Akt auch Streicheleinheiten, Schmusen, Kuscheln, Zungenküsse, Lecken und Blasen ganz selbstverständlich dazugehört. Da man im Club stets NACH der Session bezahlt, hält sich auch das Betrugsrisiko in Grenzen, über das aus anderen Geschäftsmodellen die abenteuerlichsten Horrorgeschichten verbreitet werden und auch der angeblich obligatorisch auszugebende Champagner spiel im Clubleben keine Rolle. 

Wirklich verwerflich finde ich persönlich lediglich die Inanspruchnahme der Dienste Minderjähriger (verboten!) und Zwangsprostituierter (auch verboten!). Dabei ist es allerdings so, dass die ständig wiedergekäute Parole "Die meisten Prostituierten sind Zwangsprostituierte" schlicht Käse ist. In den letzten 10+ Jahren hatte ich (mit Wissen und Einverständnis meiner Frau) Sex gegen Geld mit rund 1.000 Frauen - dabei ist mir keine Einzige begegnet, die erkennbar unter Zwang mit mir zusammen war.

Da allerdings einige Feministinnen selbst die Notwendigkeit Geld zu verdienen als Zwang auslegen, kann man hier endlos diskutieren (so gesehen bin ich auch Zwangsarbeiter, denn ich gehe nicht ins Büro weil mir langweilig ist!).

Letztendlich profitieren beim Paysex in einem seriösen Club beide Seiten, denn der Mann erhält Aufmerksamkeit, sexuelle Entspannung und kann für kleines Geld einen ganzen Tag mit teils über 100 nackten Frauen, Sauna, Pool, Whirlpool, Sportübertragungen usw. verbringen, während die Sexworkerin Geld für etwas bekommt, was die meisten Menschen mit Begeisterung unentgeltlich machen. Das Verdienstgefälle innerhalb Europas ermöglicht eine Frau in einer halben Stunde soviel zu verdienen (Zitat), wie als Krankenschwester in Rumänien in der ganzen Woche. Da die allermeisten Gäste die Frauen zärtlich und mit Respekt behandeln und die Entscheidung darüber in welcher Form und mit wem sie intim wird, stets der Frau obliegt, ist die Tätigkeit einer Sexworkerin auch lange nicht so "schrecklich", wie diese von den Theoretikern gerne dargestellt wird.

Wer im Bordell "Liebe" sucht ist allerdings fehl am Platz - denn die Gefühle gehen selten über gegenseitigen Respekt und der Sympathie für einen guten Geschäftspartner hinaus. Wer sich bemüht kann allerdings auch im Bordell eine Menge über guten Sex hinzulernen und nicht alle Orgasmen der Dienstleisterinnen sind gespielt... .

Wer Prostitution verurteilt bedient sich oft einer Doppelmoral, denn bei der gerne empfohlenen Alternative "Such Dir doch einen One-Night-Stand" wird oft gelogen bis sich die Balken biegen ("Natürlich bin ich Single", "Ich suche etwas Festes..." usw.) um das Opfer ins Bett zu bekommen. Warum der angeblich so verwerfliche "Sex ohne Liebe" in einem solchen Fall moralisch wertvoller ist, als bei einem fairen Geschäft, ist mir nicht klar. Auch eine Versorgungsehe, bei der der Braut die finanzielle Ausstattung des Gatten wichtiger war, als die Liebe zu einem "armen Schlucker" wird selten wirklich beanstandet.

Frauen sind Prostituierte natürlich meist suspekt, da die Möglichkeit jederzeit unkompliziert Sex kaufen zu können, die Damen eines beliebten Belohnungs- und Steuerungsinstruments beraubt... .

Frage also besser nicht die Menschen, die Ihr Wissen über Prostitution von RTL oder dem Stammtisch haben, sondern eigene Erfahrungen sammeln konnten. Viele Details über die verschiedenen Geschäftsmodelle und weiterführende Informationen findest Du bei Amazon in der Fachliteratur über Paysex.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

An sich finde ich es "okay". Zwangsprostitution geht natürlich nicht, aber das Thema ist nicht so einfach. Wann weiß man schon, ob es wirklich ohne "Zwang" geschieht? Manche brauchen schnell Geld und rutschen dann in die Prostitution ab. Das ist auch ein gewisser Druck von außen. Denke viele Beweggründe zur Prostitution liegen im Verborgenen..

Dann soll das ganze noch in einem geschlossenen Rahmen ablaufen. In Berlin oder i-wo gibt es einen Bereich, der für große Prostitution bekannt ist. Dort findet man schon auf der Straße und bei Spielplätzen Kondome.. so was geht natürlich gar nicht!

Ich hatte mal ein Interview / einen Bericht über eine Jugendliche / junge Frau gelesen, die in dem Bereich aktiv war. Sie hat erzählt, warum sie das gemacht hat, das sie sehr viel Geld verdient hat, aber in ihrem ganzen Dorf dann schlecht angesehen worden ist. Darüber redet man nicht, es ist kein ehrenhafter Beruf und und und..

Schlimm finde ich auch, was so eine Ausübung mit der Person selbst bewirkt. Manche (auch wenn sie es "freiwillig" gemacht haben), haben Schwierigkeiten eine normale Beziehung aufzubauen und können wirklichen Sex / Berührungen gar nicht mehr genießen, weil es für sie nur Arbeit ist oder sie es im Nachhinein eklig finden. War auch ein Thema in dem genannten Interview. Also finde ich es nicht verwerflich, wenn man das freiwillig macht, allerdings sollte man sich über die Konsequenzen im Klaren sein.. :'s

Über die andere Seite, ob man solche Dienste annehmen sollte, denke ich ganz anders. Klar ist es jedem selbst überlassen, dennoch finde ich es lächerlich, wenn Jugendliche - und gerade die jungen Männer - meinen, sie müssten bei einer Prostituierten "üben", weil sie sonst beim Geschlechtsverkehr mit der ersten Freundin versagen würde. Eh, geht es noch?

Auch so finde ich man sollte es nicht in Anspruch nehmen.. Geschlechtsverkehr ist viel schöner, wenn man es mit einem Partner erlebt, den man liebt.

Hallo,

am besten wäre es natürlich wenn die Prostitution auf eine staatlich/moralisch/traditionell gesehen neutrale stufe gebracht werden würde.

Denn sex ist eines der sekundären Grundbedürfnisse des Menschen, etwas womit er zwar "ohne" überleben kann, jedoch somit auf so etwas wichtiges wie "innige" soziale Interaktionen verzichtet. Es kann beim Großteil der Menschen zu unnötigen Belastungen führen und bei der Ausführung sogar zu extremen Entlastungen für den Alltag,Berufsleben usw.

Es sollte insofern (meiner Meinung nach) unterstützt werden, dass so etwas wie Scham (gegenüber anderen Menschen der Gesellschaft) bei der Ausführung der Akt nicht passieren sollte. Die hygienische Kontrolle seitens der Prostituierten sollte strengstens kontrolliert werden und bei verstoß mit einer Ermahnung und bei Wiederholung mit einem Verbot bestraft werden.

Und zu der Zwangsprostitution...alles, ALLES was mit zwang zu tun hat, sei es Kinderarbeit in Indien oder sklaverei wo anders, ist und sollte natürlich verboten sein und in keinsterweise unterstützt werden, das wäre natürlich ohne frage ein moralisches vergehen welches dem Kunden selber bewusst sein sollte.

Mfg Redarkz

Ps: 
Denn es ist nicht für jeden möglichen auf "normalen" wegen dahin zu kommen oder ganz einfach zu sehr Zeit und Kosten auswendig. (Bekannschaftszeit ,Redezeit,Geldausgaben ohne Ende...). 

In dem oben genannten Beispiel gehe ich von einer legalen und selbst gewollten Prostitution aus mit einem gerechten Lohn.

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Nö,es wird überhaupt nichts kontrolliert oder verboten.

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