findet ihr ist es wichtig, seine Hautfarbe kritisch zu hinterfragen (kritisches Weiß-Sein)?

19 Antworten

Ich finde das sprachlich sehr unglücklich ausgedrückt. Von meiner weißen Hautfarbe profitiere ich eigentlich gar nicht, bloß dass ich im Sommer leichter in den "Genuss" eines Sonnenbrandes komme. :)

Sie meint wohl was anderes. Sie meint die Zugehörigkeit zu einer Gruppe (Europäer, Westen usw.).Das sollte sie dann aber auch so formulieren.

Natürlich profitieren wir Europäer indirekt von unserer Geburt hier in Europa. Wäre ich in Afrika geboren, würde ich vielleicht heute irgendwo in einer Mine arbeiten o.ä. Aber "fair trade" sagt mir schon etwas.

Vielleicht meint sie etwas Sinnvolles (ich vermute das sogar), aber sprachlich ist das leider völlig verunglückt (merkst du ja auch an den anderen Antworten hier).

Nein... Ich sehe da nicht so den Sinn drin. Warum sollte ich mich damit beschäftigen? Klar beschäftige ich mich damit, dass andere weniger privilegiert sind als ich (z.B. weil sie eine andere Hautfarbe haben) und wie ich diese Privilegien auch für andere greifbar machen kann, aber "kritisches Weißsein" ist da definitiv der falsche Ausdruck. Es klingt so, als müsste ich mich dafür verantworten, nicht benachteiligt zu werden.

Ich beschäftige mich bewusst mit der Fetischisierung meines dunklen Teints und afrikanischen Merkmalen.

Hinterfrage auch bewusst meine dennoch andere Wirkung auf Weiße Leute, da ich ja nur mixed bin.

Schadet oft nicht, sich selbst ein bisschen zu hinterfragen.

Und, was für Wirkungen sind das so im Großen und Ganzen? Frag nur aus Interesse. Ich kann mich nämlich nicht in jemanden hineinversetzen, auf den Menschen nur aufgrund ihrer Hautfarbe anders einwirken.

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@Lmorg

"Lightskin" Leute werden sehr häufig von Leuten als "nicht so afrikanisch" und tatsächlich auch als begehrenswerter eingetstuft. Gilt übrigens für Weiße und Schwarze. Wurde mir zB (so wie auch meiner Schwester und einigen Bekannten) früh eingetrichtert/zu spüren gegeben.

Weiters heißt es auch oft "du bist ja eh von uns", "ganz schwarze mag ich nicht so/gefallen mir nicht/die machen ja dies und das/deren Haare sind ja noch schlimmer" (extrem häufig), es wird einem auch eher zugetraut, die deutsche Sprache zu beherrschen (wenn auch nicht oft genug).

Bekomm immer mehr mit von "Halbschwarzen", die ihren eigenen Rassismus gegenüber AfrikanerInnen hinterfragen/aufarbeiten mussten - somit ist der Kommentar von Tom aus Hamburg relativ nichtig.

Familienkonstellationen mit gemischten Kids sind tatsächlich leider oft nicht die besten, und überraschend oft sind Kids auch dem Rassismus des eigenen Elternteils ausgeliefert.

Komplexes Thema..

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@hakimapps

Naja ok. Manchmal frage ich mich aber auch, ob das Gefühl, benachteiligt oder bevorzugt zu werden, nicht auch einfach häufig (unbewusst) anerzogen wird. Fakt ist, Rassismus gibt es heut an Stellen, wo er gar nicht existiert aber das liegt schlicht daran, dass der Begriff ad absurdum geführt wird und m.E. wird es immer schlimmer.

Die Frage ist doch: wieviel Aufmerksamkeit schenkt man SELBST seiner und der Hautfarbe anderer und wieviel Bedeutung misst man ihr schlussendlich bei? Ist doch logisch, dass wenn ich selbst auf Hautfarben und Diskriminierung fixiert bin, dass ich beides dann auch überall dort sehe, wo es - meiner Auffassung nach - nicht perfekt läuft.

Für mich hat Hautfarbe 0 Bedeutung, deshalb verstehe ich auch nicht, wieso das Thema so hochschießt ... ich sehe den absoluten Großteil des Rassismus, den nicht wenige überall ins Licht rücken wollen, einfach nicht.

Und deshalb mach ich mir auch keinen Kopf um Hautfarben. Weder um meine, noch um die von anderen.

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ok, und ab wieviel Prozent nicht-arischen Blutes muss man sich dann nicht mehr hinterfragen? Diese Fragestellung gab es in Deutschland schon mal, und ich möchte sie weder unter den damaligen Bedingungen noch unter einer anderen Prämisse jemals wieder sehen.

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@hakimapps

nun, ich nicht, ich bin zufrieden mit mir, und es steht niemandem zu, anderen Menschen zu sagen, was sie tun "sollten". Und in diesem Thread ging es nicht darum, ob man sich hinterfragt, sondern darum, ob Weiße sich wegen ihrer Hautfarbe hinterfragen sollten.

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@tomaushamburg

Dass die Frage einer ungünstigen Formulierung unterliegt heißt nicht, dass man das Thema nicht erfassen und sich damit auseinandersetzen kann.

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Gott hat alle Menschen erschaffen und sie auf der Erde verteilt. Deshalb sehen verschiedene Menschengruppen anders aus - sie haben sich an ihre Umwelt angepasst. Aber trotzdem sind alle Menschen und in dem Sinn unterscheiden sie sich nicht.

Nein. Dieser Hautfarben-Quatsch geht mir nur noch auf den Senkel. Wenn Hautfarben so unwichtig sind, wieso wird das Thema dann immer wieder hochgeholt und neu ausdiskutiert?

Weiß ist weiß, schwarz ist schwarz, braun ist braun und was es noch alles gibt. Man beurteilt Menschen nach ihrem Handeln, nicht nach ihrem Aussehen.

Wenn Hautfarben so unwichtig sind, wieso wird das Thema dann immer wieder hochgeholt und neu ausdiskutiert?

Weil sies offenbar doch nicht sind.

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@Lmorg
Man beurteilt Menschen nach ihrem Handeln, nicht nach ihrem Aussehen.

Wär halt wünschenswert.

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