Findet ihr gendern wichtig?

Das Ergebnis basiert auf 41 Abstimmungen

Ich finds unnötig 83%
Ich finds notwendig 17%

26 Antworten

Ich finds notwendig

Ich bin generell für eine gendersensiblere Sprache, also für das s.g. Gendern. Das generische Maskulinum hat einen maskulinen Bias (d.h. es werden i.d.R. zunächst und überwiegend Männer assoziiert), und das hat verschiedene nicht wünschenswerte, z.B. ökonomische, Folgen. Gekonntes Gendern besteht dabei (für mich) aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante. Das bedeutet auch, dass ich Gendern nur dann "notwendig" finde, wenn es im Kontext sinnvoll ist. Man muss nicht in jedem Kontext, und auch in entsprechenden Kontexten nicht jedes Wort gendern. Generell bedarf es bezüglich des Themas eindeutig an mehr evidenzbasierter Aufklärung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mitglied des Cologne Center for Gender Studies
Ich finds unnötig

Ich finde es nicht nur unnötig, sondern ausgesprochen hässlich und sogar diskriminierend. Wir sollten die Frauen ganz einfach auch zu den Menschen zählen und nicht immer speziell herausstreichen, dass da nicht nur Menschen, sondern auch Frauen dabei sind. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man irgendwann als geschlechtsneutrale Pluralform die 'Schülers', die 'Ärztes' und die 'Käufers' sagt. Einfach Gestrickte machen das ja heute schon, insofern wäre das eine natürliche Lösung.

Ich finds notwendig

Dieses Sternchengendern finde ich auch nervig und mache es seltenst. Aber meistens gendere ich, indem ich eben Lehrerinnen und Lehrer, Ärztinnen und Ärzte...sage, schreibe. Ich will als Frau nämlich nicht mitgemeint sein.

Aber lehrerinnen und Lehrer. etc... kann man schreiben, das ist grammatikalisch korrekt und soviel Zeit muss sein.

weil ich mich als Frau damit auch angesprochen fühle

darum sollte man mit dem AUCH mal aufhören. Ich will als Frau nicht mitgemeint sein, als sei ich ein unbedeutendes Anhängsel des Mannes. Basta.

Ich finds unnötig

Hallo,

gendergerechte Sprache ist in meinen Augen so unnötig, wie ein Kropf! Als hätten wir nicht genug andere, wesentlich größere Probleme!

Deshalb gendere ich auch nicht. Ich habe keine Probleme mit dem generischen maskulin - warum auch? - spreche und schreibe den Genderstern (auch) nicht, und es nervt mich ungemein, wenn ich Nachrichtensprecher und Fernsehmoderatoren ihn aussprechen höre - was heißt aussprechen, es ist ja vielmehr eine Kunstpause.

Ganz ehrlich käme , ich korrigiere, komme ich mir mit diesem Gegendere ziemlich vera....t vor. [Sie A...h, ist auch nicht höflicher als Du A...h.]

Schade, dass viele Menschen so wenig Selbstbewusstsein an den Tag legen, dass sie nicht über dieser Diskussion stehen.

Wir brauchen mehr als nur "Lippenbekenntnisse". So beträgt laut statistischem Bundesamt der Verdienst-Unterschied zwischen Mann und Frau in manchen Bereichen immer noch 21 % oder sogar mehr. (https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-1/gender-pay-gap.html)

AstridDerPu

 - (Politik, Deutsch, Sprache)
Ich finds unnötig

Hallo!
Ich seh das auch so, eigentlich würde liebe SCHÜLER reichen, da würde ich mich als Mädchen ebenfalls angesprochen fühlen.

Im Französischen wird z.B., wenn es z.B. 12 Mädchen gibt, 3. Pers. Pl. "elles" (weibliche Mehrzahl) benutzt. Sobald auch nur ein Junge dazukommt, wird es direkt zur männlichen Mehrzahl "ils".

Was ich damit sagen will, ist, dass ich persönlich es so, wie im Französischen geregelt, auch in der deutschen Sprache gut fänd, da muss man nicht die ganze Zeit herumschreiben mit Schüler / Schülerinnen etc. :)

Schönen Tag noch! ^^

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