Findet ihr "gendern" sinnvoll oder unnötig?

Das Ergebnis basiert auf 31 Abstimmungen

Unnötig 74%
Sinnvoll 26%

11 Antworten

Sinnvoll

Ich halte Gendern, also gendersensible(re) Sprache, für eine sinnvolle Maßnahme. Gekonnt eingesetzt ist gendersensible Sprache für mich dann, wenn sie aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante besteht. Dazu gehört auch, dass man versteht, bei welchen Wörtern eine "gegenderte" Variante angebracht ist und bei welchen nicht, und einem klar ist, dass nicht jede Situation/jeder Kontext eine gendersensible Anpassung der Sprache benötigt. Außerdem ist gendersensible Sprache kein Allheilmittel, sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft, in der Nicht-Männer sichtbarer sind als in unserer heutigen, da durch gendersensible Sprache der männliche Bias im Deutschen abgemindert wird.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mitglied des Cologne Center for Gender Studies

Ich verstehe mental deinen Beitrag nicht. Wie lautet denn die Kurzform in einfacher Sprache?

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Sinnvoll

Ich finde die Suchfunktion sinnvoll und die ständige Wiederholung der Frage unnötig.

Aber dann halt zum drölfzigsten Mal dasselbe:

  • "Gendern" besteht nicht nur aus Sternchen-Formen. Es geht auch um die so genannte "Beid"nennung (Lehrerinnen und Lehrer) und um neutrale Formen (Lehrkräfte). Außerdem sowas: Raucher sterben früher -> Wer raucht, stirbt früher.
  • Niemand verlangt, dass überall "gegendert" wird. Es geht hauptsächlich um Stellen, an denen andere Formen die Wahrnehmung einseitig beeinflussen, zum Beispiel die Beschreibung von Berufsbildern.
  • "Gendern" ist ein kleiner Beitrag im Kampf gegen ein großes Problem und Studien zeigen, dass es wirkt.

Was Gendern bringt – und was nicht

https://www.youtube.com/watch?v=to9lbR8JvyM

.

Ergo sinnvoll wo nachweislich wirksam.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – staatl. gepr. Übers. und absoluter Sprach(en)nerd
Unnötig

Gendern ist völliger Quatsch. Wir brauchen kein gegendere. Das macht alles nur unnötig komplizierter. Sollen Kinder in der Schule im Aufsatz gendern? Was kommt danach? Transgendern?

Erstens steht das nicht im Duden und zweitens in es nicht barrierefrei.

Auch fühle ich mich als Mann diskriminiert, wenn man z. B. schreibt Freund:innen. Wo ist das "e", welches zum Plural des maskulinen Audrucks "Freunde" dazugehört?

Es kommt darauf an, wie gegendert wird. Mit der Form der Beidnennung und neutralen Formulierungen habe ich persönlich kein Problem. Diese verwende ich auch selber.

Gendern mit Sternchen, Doppelpunkt und Ähnliches ist nicht barrierefrei und schließt Menschen aus. So etwas unterstütze ich nicht. Ich verwende diese Formen auch nicht, da ich dies rücksichtslos finde.

Unnötig

Eher sollte die Psychologen/Psychiater-Begrenzung aufgehoben werden.

Wer sich durch das generische Maskulin ausgeschlossen fühlt, hat Probleme.

Würde man die Begrenzung von Psychologen und Psychiatern aufheben, würde man zwei Berufsbezeichnungen gleichsetzen, obwohl sie nicht dieselben sind. Psychologen haben ein abgeschlossenes Psychologie-Studium, Psychiater sind Fachärzte. Ich denke wohl, dass das einen gravierenden Unterschied macht.

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@FlockeFindet

Ich spreche hier von Abgrenzung der beiden Berufe. Sie sind nicht dasselbe, weil jeder Beruf eine andere Ausbildung zur Grundlage hat. Solltest du die Gleichstellung beider Berufe in Ansehen, Wertigkeit oder etwas in der Art meinen, ist das ein anderer Ansatzpunkt. Man kann sie nicht über einen Kamm scheren, jeder hat etwas anderes studiert, auch wenn es Gemeinsamkeiten gibt. Solltest du eben die Gleichwertigkeit beider Berufe meinen, bin ich bei dir, aber mir fiel bis dato nicht wirklich auf, dass es diesbezüglich signifikante Unterschiede geben würde. Ich war immer für Gleichstellung, ohne Zweifel.

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@Klugerkopf77

Ob Psychologe oder Psychiater ist für manche Dinge recht egal. Auf die genaueren Fähigkeiten will ich gar nicht eingehen.

Ich wollte mit meiner Antwort zum Ausdruck bringen, dass es nicht genügend gibt. Das leider nicht wegen fehlender Nachfrage oder fehlendem Angebot, sondern wegen der maximalen Anzahl an Therapeuten auf 100.000 Einwohner. Ganz egal ob Psychologe oder Psychiater.

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