Findet ihr es vom Lehrer rassistisch gegenüber der Schülerin mit dem Kopftuch?


25.09.2020, 16:39

Ok, um es nochmal klarer zustellen:

  1. Die Frage kam aus dem nichts
  2. Das Mädchen war die ganze Zeit ruhig
  3. Es war nicht beim Sport, sondern im Klassenraum, da wir die Sporthalle Zeitlang nicht betreten dürfen. Deshalb besprachen wir die Dinge theoretisch
  4. Das Mädchen wurde vom Lehrer nach vorne aufgerufen, warum auch immer

Man merkte wirklich wie das Mädchen so langsam eine weinende Stimme bekam . Ich weiß nicht, ob es der Lehrer bemerkt hat, aber trotzdem hat der Lehrer, ich sag mal mit dem ,,Bedrängnis“, weitergemacht und sie wurde sogar für eine Erklärung, was man vom Platz aus machen könnte, nach vorne aufgerufen

Das Ergebnis basiert auf 65 Abstimmungen

Es war eine ganz normale Frage vom Lehrer, denn... 68%
Es war Rassismus, denn... 18%
Andere Antwort 14%

War das ein Kurs in einem Fitness Studio oder ein Lehrer an einer Schule? Wenns ein Lehrer war, muss er doch seine Schüler kennen?!

Wir haben den Lehrer neu weil wir neu in der Oberstufe sind

In welchem Zusammenhang wurde die Frage gestellt. Wegen ihres Kopftuches oder wegen einer anderen Sache?

Dem Anschein nach wegen ihres Kopftuches

38 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Andere Antwort

ich finde er hat die Situation sehr schlecht geregelt, das auf alle Fälle. Rassismus würde ich hier nicht sagen, immerhin würde man mit dieser inflationären Nutzung die Bedeutung des Begriffes damit verharmlosen.

Er bedient natürlich gewisse Rassismen und hätte die Situation definitiv besser lösen können. Doch ihn jetzt als Rassisten zu beschimpfen oder zu sagen das war rassistisch halte ich für grenzwertig.

Insbesondere sein Verhalten nach dem Vorwurf finde ich sehr verwerflich und denke da ist entweder das Studium lange her oder der werte Herr hat nicht richtig aufgepasst, denn als Lehrer sollte man solche Situationen besser im Griff haben als dann noch Schüler*innen vor der Klasse in eine unangenehme Situation zu bringen.

Ich denke wäre ich der Lehrer und mir wäre nicht klar, ob die Schülerin zugewandert ist oder nicht, hätte ich sie ganz offen am Anfang der Stunde - im persönlichen Gespräch und nicht vor der ganzen Mannschaft - gefragt, ob sie zugewandert ist oder nicht. Es ist eben faktisch so, dass DE ein primär christlich geprägtes Land ist das eine christliche Geschichte hat. Es gibt selbstverständlich muslimische Mitbürger*innen und die haben absolut die selben Rechte wie jeder und jede andere auch und sind natürlich auch Deutsche wenn sie hier geboren sind oder die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen, doch wenn man Menschen noch nicht kennt dann bleibt einem nicht unbedingt anderes übrig als erst einmal nach optischen Eindrücken zu gehen. Das heißt die Wahrscheinlichkeit bei einem Mädchen mit Kopftuch dass sie zugewandert ist - rein mathematisch gesehen - ist höher, als die, dass das blonde hellhäutige Mädchen zugewandert ist. Natürlich ist das auch nicht gut, sich an diesen Oberflächlichkeiten zu orientieren, wenn man die Gruppe das erste mal sieht bleibt einem aber leider oft nicht viel übrig.

Wie gesagt: es gäbe hunderte bessere Wege die Situation zu klären, er hätte auch prinzipiell fragen können, ob in der Klasse Zugewanderte sind die noch Schwierigkeiten mit der Sprache haben, aber ich würde eher von einem inkompetenten Lehrer als von Rassismus sprechen.

Sehr gute Darstellung!

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Es war Rassismus, denn...

Wenn ihr eine normale Klasse in einer Oberstufe im Gymnasium seid und keine Integrationsklasse o.ä., dann sollte er davon ausgehen, dass jeder dort genug Deutsch kann. Wie sonst sollte sie in Geschichte, Bio etc. in der Oberstufe im Unterricht mitkommen? Doch das hat der Lehrer nicht getan: Nur weil jemand ein Kopftuch trug, ist er davon ausgegangen, dass diese Person noch nicht lange in Deutschland ist oder kein Deutsch kann. Klar war es lieb gemeint, nachzufragen. Aber rassistisch ist es trotzdem, denn er schloss vom Aussehen bzw. der Kleidung des Mädchens auf ihre Deutschkenntnisse. Rassismus ist eben nicht immer nur Beschimpfung, Anspucken oder böses Denken, sondern steckt auch in solchen kleinen, vielleicht nett gemeinten Versuchen. Das nennt man Mikro-Aggression, soweit ich weiß. Nicht verwirren lassen vom Namen, das muss nicht heißen, dass man dabei aggressiv wäre oder so.

Der Lehrer ist nicht unbedingt "ein schlechter Mensch" oder hat was ganz, ganz Böses gemacht. Aber ihm ist es nun eben passiert, dass er etwas Rassistisches gemacht hat, was den meisten von uns immer wieder passiert, ohne dass wir es merken.

Dann muss man sich dessen bewusst werden und daraus lernen fürs nächste Mal. Das hat er leider nicht gemacht, sondern sehr defensiv reagiert, um nicht als Rassist dazustehen, was natürlich keiner will. Er hätte die Situation besser händeln können, gerade wenn er Lehrer ist.

Andere Antwort

Meines Erachtens war es einfach gedankenlos. Denn einerseits habe ich selber die Erfahrung machen müsse, daß der größere Teil schlecht deutsch sprechender Mitbürger einen Migrationshintergrund hat. Und aus Erfahrung weiß ich, daß Oberschule bzw. Gymnasium nicht gleich automatisch gutes Deutsch bzw. einen gehobenen Bildungsstandard bedeutet. Hab Fälle erlebt, wo Zehntklässler bei der Bewerbung in Mathe und Deutsch eine 2 hatten, aber nicht mal fehlerfrei ihren Namen schreiben konnten! Andererseits sollte ein Pädagoge emphatischer agieren bzw. reagieren und sich auch besser im Griff haben. Zweimal nachfragen ist besser als gar nicht, nur das „WIE“ ist entscheidend.
Wer und warum diese Mißstände zu verantworten hat und/oder diese Zustände sich nicht änder (eher das Gegenteil), steht auf einem ganz anderen Blatt.
Schlußendlich denke ich halt, daß der Lehrer u.U. den falschen Beruf gewählt hat.....

Eigentlich ist die Frage falsch gestellt. Denn seit wann sind Muslime eine Rasse?! Und darauf bezog sich ja wohl die Frage, auf den Glauben. Das wäre mir neu..... Meines Wissens ist das eine Glaubensrichtung, aber keine Rasse. Also stimmt die Fragestellung im Kern schon mal nicht. Wenn, dann könnte man wohl eher von Vorurteilen sprechen.

1
Es war eine ganz normale Frage vom Lehrer, denn...

anscheinend hat er die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass dieses Mädchen erst seit kurzer Zeit in Deutschland ist und daher noch Schwierigkeiten mit der Sprache hat.

Wo da Rassismus sein soll, ist mir nicht klar. Ich kann aber verstehen, dass der Lehrer genervt reagiert, wenn dann umgehend die Rassismuskeule rausgeholt wird.

Von einer Oberschülerin kann man eigentlich erwarten, dass sie schon ein paar Jahre deutscher Schulbildung hinter sich hat. Kopftuch als Kriterium zur sprachlichen Bewertung einer Person ist inakzeptabel. Sie gezielt zu fragen ist bereits eine subtile Herabwürdigung. Und: Jeder hat das Recht, auf solche Ansprache zu reagieren. Es ist nicht hinnehmbar, der so angesprochenen Schülerin irgendwie den Schwarzen Peter zuzuschieben. Das ist nicht nur unredlich. Das unterstützt den rassistischen Vorfall. Das ist rassistisch.

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@mulan2255

Du redest also "meiner Lehrerpersönlichkeit" das Wort? ...Du sagst also damit indirekt: JA, so wie ICH als Lehrer handeln würde, das wäre richtig?!

Ich würde genauso vermuten, dass sie schlechter versteht, aber ich würde nicht fragen, ich würde überhaupt kein Wort an sie richten!

...fändest Du das besser?

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@mulan2255

mulan, Mir wird schlecht ... Du glaubst an eine Kriegsreligion und echauffierst dich hier über irgendwelche subtilen Herabwürdigungen, die zudem in deiner Fantasie existieren. Laut Koran zählt die Stimme einer Frau nur die Hälfte. Sie muss dem Mann gehorchen und kann sonst geschlagen werden. Sie bekommt nur die Hälfte des Erbes usw

Muhammed hat die Hölle gesehen und die Mehrheit waren Frauen. Dies begründet er mit ihrer Dummheit und ihrem Unglauben usw

Ich habe nie verstanden warum ihr nicht in der schönen Scharia lebt, in der "besten aller Gemeinschaften" und statt dessen bei den Kafir, die Allah nicht liebt (Koran)

Apropos verstanden: Du hast den Koran wohl mit deinem Arsch gelesen ...

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@Antifaschist7

Ich reiche Dir gerne den Trog, damit du reinkotzen kannst. Entsorgen musst du das aber selbst. Das kannste nicht von mir verlangen.

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Andere Antwort

Ja und nein.

Der lehrer hat hier durchaus gewisse vorurteile angenommen. Schlichtweg das muslimische mitbürger schlechter deutsch sprechen. Es ist anzunehmen das er endweder nicht besonders viel erfahrung mit muslimischen mitbürgern hat oder seine erfahrungen sich auf die beschränken die tatsächlich schlechtes deutsch sprechen.

Im letzteren falle wäre so eine haltung durchaus nachvollziehbar.

Die frage an sich finde ich vollkommen legitim. Fürs erste egal aus welchen gründen. Nur wenn man nach dem ersten mal immer und immer wieder fragen würde. (bei z.b. anderen erklärungen) würde ich das ganze als kritisch ansehen.

Die Schwelle für so eine nachfrage ist nämlich entsprechend niedrig. Da reicht schon ein leicht fragender blick aus.

Ein ja passt. Hätte diese ganze situation komplett vermieden.

Die Kritik der mitschülerin war aber auch durchaus berechtigt. Nur in der Situation schlichtweg unangebracht. Soetwas hätte man danach kritisieren können oder für den fall das sich vorurteile klarer abzeichnen.

Die reaktion des lehrers war schlichtweg unangebracht. Auch das vorführen der schülerin am ende.

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