Findet ihr es logisch, dass eine Tomate als Beere zählt, aber eine Erdbeere nicht?

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3 Antworten

Namen und Begriffe für Fruchtformen sind historisch zu sehen. Sie entstanden nach dem Erscheinungsbild der Frucht. 
Beeren sind also "klein, rund, weich". Das gilt für die Heidelbeere wie für die Erdbeere und Stachelbeere.

Unsere heutigen Botaniker (und die etwas älteren) wollen aber klare Beschreibungen für die Fruchtformen. Und da unterscheidet sich die Erdbeere von anderen Beeren, die innerhalb der  Außenhaut Fruchtfleisch und Samen enthalten.

Die Erdbeere hat aber keine gemeinsame Außenhaut für ihre "Samen", die genau genommen Früchte sind. Das gilt auch für Himbeere und Brombeere. 

Bei der Erdbeere wird das "Fruchtfleisch", das hier auch anders heißen müsste, aus dem Blütenboden gebildet. Darauf sitzen die kleinen Früchte, welche im botanischen Sinn Nüsse sind.
Deshalb ist die Fruchtform der Erdbeere eine "Sammelnussfrucht". (Aber sie schmeckt deshalb nicht anders!) 

Und die Tomate entspricht in ihrem Fruchtaufbau einer Beere.

Absolut. In Beeren sind Samen von einer fleischigen Fruchtwand umgeben. Das fleischige Gewebe der Erdbeere ist nicht aus dem Fruchtknoten entstanden (sondern aus dem Blütenboden) und umgibt nicht die Samen.

Die Erdbeere trägt ganz kleine Nüßchen.

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