Findet ihr es gut, wenn Menschen, bevor sie einen Antrag auf Hartz-4 stellen, ihr Haus verkaufen müssen?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Nein, finde ich nicht gut. 56%
Ja, finde ich gut und richtig so. 44%

wie kann jemand der ein eigentumshaus hat, dann obdachlos werden, weil er obdachlos keine grundsteuern mehr zahlen kann?? ist so ein eigentumshaus wirklich noch eigentum??

Deine Nachfragen sind vollkommen unverständlich und deuten auf einen Zustand der Verwirrung hin.

22 Antworten

Ja, finde ich gut und richtig so.

Ich dachte in meiner Naivität jahrelang sogar, dass das so abliefe.

Erst Vermögen verkaufen und verbrauchen und dann die Befürftigkeit anmelden. Da man es nicht mehr aus eigener Kraft schafft, sich und sein Haus zu finanzieren, müsste man sich dann in einer kleinen Wohnung einquartieren. Was ist mit Leuten, die ein Darlehen nicht zurückzahlen können und ein Grundpfandrecht im Grundbuch eingetragen haben? Die verlieren auch ihr Haus und müssen in eine Wohnung umziehen.

Es gab Zeiten, da mussten die Bezieher, wegen ein paar zu vielen qm (ca. 45 qm/ Person) die Wohnung wechseln bzw. die Türen zurammeln lassen, damit diese nicht genutzt werden können. Die mussten sich teilweise auch verkleinern.

Für alle dieser Fälle kann ja auch eine zurückzuzahlende Umzugsbeihilfe beantragt werden.

Man beantragt ALG nicht als Mietzuschuss oder nicht sondern, weil man nichts mehr hat.

Nein, finde ich nicht gut.

Manche arbeiten ihr Leben lang, kommen ins Alter und werden vielleicht arbeitslos. Sie müssen vieles aufgeben, wofür sie ihr Leben lang gearbeitet haben (etwas Freibetrag gibts aber zumindest). Da sowas fast jedem passieren kann ist es auch fraglich und riskant sich überhaupt noch viel aufzubauen. Zumindest entsteht ein harter Druck und hohe Abhängigkeit zum Arbeitgeber. Naja und andere Leute bekommen Geld umsonst, wenn sie hierher kommen und vieles wird ja auch ins Ausland gekarrt....ob das so richtig ist?

Nein, finde ich nicht gut.

Es gibt aber ein Schonvermögen für Immobilien. Das liegt selbst für Ledige bei einer Zahl von etwa 125 qm oder sogar mehr. Denn sonst müssten ja auf dem Lande viele aus ihrem Häuschen raus, was aber in der Masse gar nicht umsetzbar ist.

Der Joschka Fischer müsste aber aus seiner Grunewald-Villa selbstverständlich raus. Kann ja dann mal fragen, ob er nicht eine Wohnbox bei dem Steinmeier auf dessen grosser Wiese aufstellen darf. Da ist doch Platz genug und die Habichte müssen halt mal woanders hin fliegen.

Das stimmt nicht, sie müssen es rein rechtlich gar nicht verkaufen. Hausbesitz wird nicht zum übrigen (Geld-)Vermögen gezählt, wenn das Haus selbst bewohnt wird. ABER: Während die Miete für HartzIV-Empfänger übernommen wird, kommt der Staat für die Hauskosten NICHT auf. Damit ist der HartzIV-Empfänger zwar nicht direkt, aber indirekt gezwungen, das Haus zu verkaufen, da sonst das Geld zum Leben nicht reicht. Die Hauskosten sind durchaus enorm, irgendwann muss was repariert werden, vor allem Heizung und Wasser. Dann wird auch mehr Heizenergie verbraucht und es fällt Grundsteuer an. Dafür reicht HartzIV niemals.

Selbstgenutztes Wohneigentum ist grundsätzlich geschützt.

Wenn ein Antragsteller selbst in der Immobilie wohnt, um die es geht, ist diese grundsätzlich vor Verwertung geschützt.

Anders sieht es aus, wenn nicht in der Immobilie gewohnt wird. Dann gilt diese als Vermögen.

Obdachlosigkeit gilt es zu vermeiden.

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