Findet ihr es gibt „Mädchen- und Jungsbücher“?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

Ja 50%
Nein 50%

10 Antworten

Ja

Ich würde sicher nie einem Kind ein Buch aus der Hand nehmen, weil es nicht für dieses Geschlecht gedacht ist. Aber wenn ich Bücher für meinen Neffen kaufe, dann sind das nicht die mit dem rosaroten Einhorn oder der blonden Prinzessin drauf, die meine Töchter so liebten. Der will Bücher mit Traktoren, Helikoptern oder Flugzeugen.

Ja gut, in deiner Situation versteh ich das. Aber ich bezog diese Frage eher auf ältere Personen. Zumindest nicht grad Kleinkinder. Aber danke trotzdem

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@Iooo45

Das wird doch nicht anders. Es gibt schon Bücher, die sich für alle Jugendlichen eignen. Aber andere sind schon sehr klar Mädchen- oder Jungen-Bücher. Auch hier würde ich nie meiner Tochter ein Buch wegnehmen.

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@diderot2019

Ja klar, aber was macht denn ein „Mädchenbuch“ oder ein „Jungsbuch“ aus?

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@Iooo45

Wenn die Heldin ein Mädchen ist, ist es vermutlich eher ein Mädchenbuch. 'Die rote Zora', von Kurt Held ist wohl eine Ausnahme. Wenn die Heldinnen mehrere Mädchen sind, die irgendwie mit Pferden zu tun haben, ist es mit ziemlicher Sicherheit ein Mädchenbuch.

Aber ich bin da kein Spezialist. Ich denke, die Leute, die für die Verlage für den Verkauf zuständig sind, wissen das recht gut. Die verkaufen die Bücher ja noch so gerne jedem, der sie kauft. Die haben überhaupt keinen Grund, irgendjemanden auszuschliessen.

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@diderot2019

Also für dich gibt es in dem Fall ganz klar „Mädchenbüchera und „Jungsbücher“ und du fändest es komisch, wenn ein Mädchen ein „Jungsbuch“ liesst und umgekehrt?

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@Iooo45

Nein, ich finde das überhaupt nicht komisch. Ich finde es toll, wenn junge Leute überhaupt lesen. Und sie sollen lesen, was ihnen Spass macht. Aber ich kann mich auch nicht darüber aufregen, wenn Bücherläden unterschiedliche Abteilungen machen. Es sind eben oft unterschiedliche Bedürfnisse. Und ich erwarte von einem Buchhändler, dass er mich so berät, dass meine Töchter die Bücher dann auch lesen. Es ärgert mich, wenn er mir einen schlechten Tipp gibt, nur weil er politisch korrekt sein will.

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Nein

Die Unterteilung ist eine rein gesellschaftliche und von Verlagshäusern vorgegeben. Es gibt sicher Genre die von einem Geschlecht eher bevorzugt werden, das war es aber auch.

Von Geschlechtsunterteilungen halte ich eh nichts. Auch bei Bücher gibt es eine gut genug funktionierende Unterteilung in Genre, da braucht es kein "für Mädchen" oder "für Jungen" oder Frau und Mann. Ich kenne Männer die Liebesstorys mögen, ich kenne Frauen die Horror lieben und umgekehrt, das ist eine Geschmacks- keine Geschlechtsfrage.

Ja

Also es gibt definitiv Bücher, die eher auf das „typische Mädchen“ oder den „typischen Jungen“ abgestimmt werden. Aber das kann man natürlich nicht verallgemeinern und es gibt genauso viele Bücher, die sich hervorragend für beide Geschlechter eignen.

Und die die nicht „genauso viele“ sind, sondern die restlichen? Eignen sich die nicht für beide?

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@Iooo45

Doch klar, wie gesagt. Diese Einteilung in „typisch Mädchen“ und „typisch Junge“ ist sowieso Quatsch! Meiner Meinung nach soll jeder einfach das lesen, was er will.

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Ja
  1. "In der Regel gute Tage" ist eher ein Mädchenbuch und
  2. "Wie gehe ich mit meinemPenis um" ein Jungsbuch. ;-)

Was natürlich ncih heißen soll, dass es für das jeweils andere Geschlecht nicht auch sinnvoll wäre, das andere Buch mal zu lesen.

Aber nein, ich finde nicht, dass man Bücher nach Geschlechtern aufteilen sollte oder kann. Genres sind völlig ausreichend und manche Frauen lieben eben Horror, und manche Männer lesen gerne Mittelalterkrimis... Bei Kleinstkindern natürlich noch schlimmer. Ich weiß nicht, was an Dinosauriern "männlich" sein soll und warum nur Mädchen Einhörner mögen dürfen.

Naja, also erstens sind das Extrembeispiele und zweitens sagst du‘s ja selbst, es gibt kein Grund wieso das die anderen nicht auch lesen könnten.
Stimm, da gib ich dir recht.

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@Iooo45

Es war auch ironisch gemeint. Ich bin absolut gegen Unterteilungen nach "blau/ rosa", also "männlich/ weiblich", wenn nicht exakt das Voraussetzung dafür ist, dass ein Produkt seinen Sinn hat. Also Unterwäsche darf man nach Geschlecht verkaufen, weil der Schnitt aus praktiabken Gründen anders sein muss um entsprehcend bequem zu sein. Und ja ungefähr an der Stelle hört die Unterteilung dann auch wieder auf. Andere Kleidungsstücke - gerade für Kinder - sollte man nicht nach Geschlecht sortieren. Da genügen Größe und Farbe als Kriterien. Lidl oder Aldi hat solche Zuschreibungen auch mittlerweile aus dem Prospekt genommen und ich finde das sehr gut. Es Reicht doch, eine Matschhose zu verkaufen. Warum muss man dass noch in "Mädchenmatschhose" un "Jungenmatschhose" unterteilen? Sie sind gleich geschnitten. Man muss isch also nur für seine Lieblingsfarbe entscheiden.
Und bei Büchern genau so. Man kann ich Genre unterteilen und jeder wählt nach seinem Geschmack. Finde es daher auch recht verwerflich, dass auch Bücher gerne mit Farben spielen, die entsprechend zugeschrieben (blau/ rosa) werden.

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@Rendric

Da bin ich recht deiner Meinung. Es ist halt auch einfach so, dass Leute dann komisch dreinschauen, wenn Jungs „Mädchenbücher“ und Mädchen „Jungsbücher“ lesen. Ich hab das Gefühl, irgendwie ist dieses „so-müsste-es-sein“ noch in sehr vielen Leuten drin.

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@Iooo45

Ja und nach meinem Gefühl wird es sogar extremer. Oder man bekommt es nur mehr mit, seit dem man selber Kinder hat. Und es ist erschreckend, wie "unfrei" man eigentlich selber ist. Gedanklich würde ich einem Mädchen immer etwas blaues anziehen. Aber meinen Sohn in rosa zu stecken, ist tatsächlich eine größere Hürde. Und die Sprüche kommen. Mein Sohn hat Socken - ich habe sie als rot gekauft - andere sehen sie wohl eher als rosa. J E D E S M A L werde ich auf die Socken angesprochen.
Sagen wir mal so, früher konnte man es schließlich gar nicht leisten. Dass Kinderkleidung Farben haben, ist neu. Es war lange viel zu unpraktisch - lieber weiße Kochwäsche, wird ja eh so schnell dreckig und sie wachsen zu schnell raus. Spielzeug war nicht elektronisch und nicht personalisiert. Klar, gab es auch Puppen und Autos und Kinderbücher mit entsprechenden Schwerpunkten. Aber ich könnte mich nicht entsinnen, dass das so sehr gepredigt wurde. Mein Bruder hatte eine Puppe und Puppenwagen zum Spielen. Mit Autos haben wir beide (ich bin weiblich) uns gemeinsam viel beschäftigt.
Heute ist es halt ein richtiger Markt und der boomt. Auf diese Weise kann man dem Konsumenten immerhin weis machen, das es ganz wichtig ist, alles zwei mal anzuschaffen. Weil die Tochter kann schließlich nicht mehr die Kleider, das Spielzeug, das Fahrrad des älteren Bruder nutzen, denn das ist ja alles nicht für Mädchen. Und bei Erwachsenen zieht es offensichtlich auch, oder warum braucht es Gewürzgurken (Gurkenmadl) in zwei verschiedenen Layouts?
Also mMn. kannst du das "noch" streichen, es ist jetzt mehr als früher.

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Naja, kommt auf das Weltbild an. Viele verbinden ja Mädchen mit Make-Up, süße Stofftiere und sich fein bekleiden, die Jungs sind eher die Zocker, unordentlich und lieben gerne Sport. So etwas ist ja das übliche Weltbild von vielen, aber halt nicht von jeden. Da man aber die meisten Menschen ansprechen möchte, vermarktet man es auch so am Besten wie die Mehrheit tickt. Ist ja auch kein Geheimnis das Männer und Frauen verschieden Denken.

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