Findet ihr es auch unfair, dass von Bundesland zu Bundesland das Abitur unterschiedlich schwer ist?

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9 Antworten

Ja, das ist total ungerecht und es ist grundsätzlich totaler Schwachsinn, dass Bildung Ländersache ist.

Das ist nicht nur ungerecht für die Schüler, es ist auch uneffizient und da wird total viel Geld zum Fenster rausgeschmissen z.B. bei den ganzen Verwaltungskosten für alle einzelnen Kultusministerien.

Was könnte man da alles sparen, wenn ALLE Länder-Kultusministerien und die Kultusministerkonferenzen abgeschafft würden und das Thema Bildung einheitlich für ganz Deutschland in EINEM Bundes-Kultusministerium geregelt würde.

Aber obwohl jeder Deutsche weiß, wie sinnvoll das wäre, wird das garantiert NIE umgesetzt, weil kein Kultusminister und kein Mitarbeiter der Kultusministerien seinen eigenen Job absägen will :-(

Mir ist es aber definitiv ein Dorn im Auge, dass das nicht einfach bundesweit gleich geregelt ist. Wieso bleibt der eine da sitzen, der andere im anderen Bundesland aber nicht?! 

Die einen bekommen ihr Abitur mit den Regeln, die anderen nicht. Das ist z.T. ja sogar in den einzelnen Bundesländern so. Alleine die Versetzungsregeln der unterschiedlichen Schulformen sind unterschiedlich, führen aber beide zum gleichen Abitur. Waldorfschulen sind ein ideales Beispiel im Vergleich zum Gymnasium, da andere Regeln gelten.

Ich bin definitiv auch dafür, dass das einheitlicher geregelt wird. 

Selbst die Schulpflicht ist Sache des Landes und somit unterschiedlich. Das ist Schwachsinn und das gesamte Schulsystem muss bundesweit einheitlicher werden - meiner Meinung nach.

Genau so wie das Abitur selbst.

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Liebe Grüße

TechnikSpezi

Hallo. Das macht der Föderalismus.
Bis vor 3 oder 4 Jahren war noch jedes Gymnasien selbst für die Prüfungen in Niedersachsen zuständig.
Ich habe 1963 meine mittlere Reife gemacht, da waren die Aufgaben noch von Klasse zu Klasse verschieden.
Jeder Lehrer hat seine Schüler benotet und von der anderen Klasse der Lehrer gegenzeichnet.
Aber alles im Kopf keine Hilfen ob Buch oder Taschenrechner gab es nicht.

Das ist vor allem auch ein Problem für die Bundesländer, in denen es einfacher ist. Nicht nur haben die Abgänger dann in anderen Bunderländern schlechtere Ausbildungschancen, vor allem an der Uni sind oft Vorkurse nötig, um Stoff nachzuholen, den man auf der Schule noch nicht beigebracht bekommen hat.

In unserer Mathe-Fakultät ist es immer wieder erstaunlich mit welchen Unterschieden die Leute aus Bayern und z.B. NRW beginnen. Das hat überhaupt nichts mit der Intelligenz oder Eignung zu tun, es wurde schlichtweg weniger Stoff vermittelt.

Das ist ein Problem und selbstverständlich gehört da eine Regulierung her. Dass Schüler gerne schimpfen, wenn sie meinen, dass ihr Abitur ein bisschen schwerer ist, nehme ich da im Vergleich eher mit einem Lächeln zur Kenntnis - das ist das geringste Problem.

Ich komme aus Österreich und bei uns wurde vor einigen Jahren die sogenannte Zentralmatura eingeführt. Dh alle Maturaprüfungen eines bestimmten Gegenstandes finden am gleichen Tag zur selben Uhrzeit ab und jeder Schüler der in diesem Jahr zB in Mathe maturiert, hat exakt die gleichen Fragen wie alle anderen Mathe-Maturanten im ganzen Land auch.

Zu Beginn gab es viel Kritik und Anfangs lief auch einiges schief. Aber ich finde es total in Ordnung. Abi soll Abi sein! Da soll es kein leichtes und kein schwieriges geben.

Es kann ja auch nicht sein, daß jemand sagt, er hat Abitur und sich die Frage gefallen lassen muss:' Ja, aber woher?' Sprich: Ist Dein Abi überhaupt etwas wert oder hat man es dir nachgeschmissen?


Nicht nur das Abitur ist unterschiedlich schwer..

Da dieser Umstand landläufig bekannt ist eher weniger

TechnikSpezi 10.07.2017, 21:56

Da dieser Umstand landläufig bekannt ist eher weniger

Weil es bekannt ist, ist es nicht mehr bzw. weniger unfair?

Diese Argumentation leuchtet mir nicht wirklich ein. Davon abgesehen ist das finde ich nicht einmal so bekannt. 

Die älteren Arbeitgeber, die für die junge Generation bei Bewerbungen von hoher Bedeutung sind, wissen das um so weniger. Sie haben es vor allem nicht selbst gespürt und haben es vielleicht mal gehört. 

Gleiches gilt für G8 & G9. Wer das nicht selbst erfährt, der hat nur eine Meinung durch Medien und ggf. Bekannte usw. Das ist aber noch lange kein Vergleich zu denen, die es selbst am eigenen Leib Jahre lang durchmachen mussten.

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Ja, es sollte einheitlich sein.

Ganz einfache Antwort:Ja!

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