Findet ihr die Verhaftung von Carola Rackete rechtens?

Das Ergebnis basiert auf 66 Abstimmungen

Ja, ist in Ordnung, weil.. 54%
Nein! Ich finde das völlig unverständlich 42%
Meh.. 3%

25 Antworten

Schleppertätigkeit ist strafbar. Für mich ist das Abholen von Flüchtlingen an der libyschen Küste, und das Verbringen nach Europa, Schleppertätigkeit.

Dazu kommt, dass die Dame sich den Aufforderungen der weisungsberechtigten italienischen Behörden widersetzt hat, darüber hinaus ein Marineboot abgedrängt hat beim Einlaufen in einen Hafen, für den sie keine Genehmigung hatte. Gegen sehr viel mehr Seerecht kann man nicht verstoßen. Es wird Zeit, dass solchen Seenotrettungsgutmenschen das Kapitänspatent entzogen wird.

Seenotrettungsgutmenschen

Was ein Wort. Darf ich fragen, wo du politisch beheimatet bist? Wieso du so ein Wort verwendest?

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@mepeisen

In der Richtigen Richtung. Er hat vollkommen recht

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@Ural132

Seit wann holt denn Fr. Rackete Flüchtlinge an der lybischen Küste ab?

Ihr tut so als sei das eine Kreuzfahrt, die man buchen kann.

Aber unabhängig davon. Ich hatte gefragt wie er auf so ein Wort kommt.

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@mepeisen

Nö, du willst wissen, wo ich politisch beheimatet bin. Abgesehen davon, dass dich das einen feuchten Kehrricht angeht, wird man gerne bei anderen Meinungen als dem Mainstream in die rechte Ecke gedrückt. Aber da kann ich dich beruhigen, ich wähle konservativ.

Seit wann Rackete Flüchtlinge abholt? Seit die Schlepper die seeuntüchtigen Boote (kann man auch daran sehen, dass sie meist keinen Motor haben) aus dem Küstenbereich herausschleppen, dorthin, wo dann die "Retter" kreuzen, und die Flüchtlinge aufnehmen. Ohne Motor würden die Boote es gar nicht aus der auflaufenden Dünung der Küste schaffen.

Mich würde mal interessieren, wie viel pro geretteten Flüchtling gezahlt wird.

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@wiki01

Ich habe nicht von rechter Ecke gesprochen. Ich habe eine Frage gestellt. Wenn du nichts mit zu tun haben willst habe ich eine idee: löse dich von deren kampfbegriffen. Dieses Gutmensch Gelaber geht vielen einfach nur auf den Sack. Als ob es eine Krankheit wäre, wenn man Menschen helfen will. Dabei ist das ein christliches grundverständnis.

Ahja. Schlepper haben also absichtlich seeuntüchtige Boote weil das eine riesige Verschwörung ist und man sich zu Treffpunkten auf hoher See verabredet, wo diese Boote ohne Motor perfekt hin navigieren können. Dass dabei ein Teil der Flüchtlinge ertrinkt wird von vorn herein eingeplant.

Gut. Mit solchen Verschwörungstheorien kann ich per se nichts anfangen. Das ist dann deine Welt.

Viel Spass noch in deinem Leben.

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Ja, ist in Ordnung, weil..

Naja , man muss ja wohl den ganzen Zusammenhang sehen .

War ja mal ein Unterstützer der SEAWATCH , Finanziell.

Jetzt sehe ich das ganze etwas anders und zwar so.

Die " Flüchtlinge" steigen in ein Hochseeuntaugliches Boot von dem sie eigentlich ausgehen müssen , das sie die Überfahrt nicht schaffen .

Würdest du das machen ? Vermutlich nicht außer du wüsstest das auf dem Meer ein Rettungsschiff auf dich wartet .

Das Boot fährt also los und ruft eine Seenotnummer an und meldet einen Seenotfall . Aber nicht bei der syrischen oder italienischen Küstenwache sondern bei Alarm_Phone mit sitz in Deutschland , ein Schwesterverein der Seawatch .

Alarm_Phone versucht darauf hin die zuständige Küstenwache zu erreichen , meistens vergeblich . Aber "Gott sei dank " erreichen sie die Seawatch 3 die in der nähe ist .

Die Seawatch3 beruft sich auf das Seenotrecht und rettet ihre Gäste vorm ertrinken .

Lt. Seerecht müssen aus seenot gerettete an einen Sicheren "Hafen" gebracht werden . Lt. EMGR (Europäischer Gerichsthof für Menschenrechte ) darf sie die Geretteten nicht nach syrien zurückbringen , wenn dort folder oder verfolgung droht .Das dürfte in Syrien der fall sein .

Jedoch ist ein sicherer "Hafen " kein Hafen im sinne einer Anlegestelle .

Ein Sicherer Hafen ist vielmehr ein Ort bei dem den Flüchtlingen keine Gewalt droht , Medizinische versorgung vorhanden ist und Lebensmittel zur verfügung steht .

Auch ein Schiff wie die SEAWATCH 3 erfüllt diesen Umstand und wird alls Sicherer Hafen angesehen , wie vor 3 Tagen vom EMGR auch so bestätigt wurde indem der Eilantrag der SEAWATCH verworfen wurde .

Ab hier ist es keine Rettung aus Seenot mehr und ein aufnehmendes Land , darf selbstständig entscheiden ob es die Flüchtlinge aufnimmt .Außer der Flaggenstaat der Seawatch , die Niederlande , darf sich nicht weigern .

Italien verweigert die aufnahme der Flüchtlinge welches ihr gutes recht ist , des müsste der Kapitänin sehr wohl ganz bewusst sein , schließlich ist dieses ja nicht das erste mal .

Sie hätte nach der Aufnahme auch einen anderen Staat in betracht ziehen können ,was sie wohl nicht wollte. Schließlich hat sie ja schon länger vor italien gekreuzt.

Obwohl sie wusste was sie erwartet steuerte sie nicht Tunesien an sondern fuhr rechtswidrig in den Hafen Italiens ein .

Hier entsteht der verdacht der Beihilfe zur illegalen Einreise .

Abschließend muss man sagen , selber schuld und auch gut so . Denn niemand hat das Recht einfach Gesetze zu missachten .

Schöne Ausführung. Dazu möchte ich sagen, dass alle Kranken und Kinder mit ihren Eltern das Schiff verlassen durften. Alle anderen waren in gesundheitlich unbedenklicher Verfassung.

Das macht ihr Manöver das Boot des italienischen Zolls gegen den Hafen zu drücken noch viel schlimmer. Dabei hätten Menschen verletzt werden können.

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Ja, ist in Ordnung, weil..

Hallo CHROLOL

Flüchtlinge kann man retten, aber sie hat Flüchtlinge illegal nach Europa gebracht. Schlepper gehören nun mal bestraft

Gruß HobbyTfz

Macht sich Sea Watch zum Schlepper-Komplizen?

Nabend bzw. guten Morgen Herrschaften,

vorab ein Statement: Ich möchte hiermit keine politischen Lager bedienen, sondern lediglich Fakten abwägen. Ich muss wohl ein wenig weiter ausholen, um zu meiner Frage kommen zu können:

Wie vermutlich jeder andere, der sich gelegentlich durch die Nachrichten informiert, bin auch ich vor geraumer Zeit auf einen Bericht über den Einsatz der "Sea Watch 3" unter Kapitänin Carola Rackete gestoßen. Das weckte mein Interesse, über die Arbeit von Sea Watch und ich informierte mich weiter über das Internet. Vor allem war die eine Frage, die fast nirgendwo beantwortet wurde: "Wo nahm die Sea Watch 3 die Flüchtlinge an Bord?"
Es war einiges Suchen notwendig, gerade so, als handle es sich dabei um eine unbequeme Tatsache, die man gerne unter den Teppich kehren würde. Aber schließlich stieß ich auf den folgenden Artikel:

https://twitter.com/SPIEGELONLINE/status/1147474097745596416

Darin wird in 0:50 - 1:14 die Rettungsfahrt und die Position, wo Flüchtlinge an Bord genommen wurden auf einer Karte dargestellt.
Auf einer Karte habe ich versucht, die ungefähre Position in Relation zur lybischen Küste und Lampedusa wiederzugeben. Ganz exakt ist es sicher nicht, dürfte aber im Groben und Ganzen den Tatsachen entsprechen, wie sie im obigen Bericht gezeigt wurden:

https://s18.directupload.net/images/190712/llbdqm3q.jpg (Ausschnitt Bericht)

https://s18.directupload.net/images/190712/h8l3hktu.jpg (Ausschnitt G-Maps)

https://s18.directupload.net/images/190712/efeqyttk.jpg (Gesamt)

Die zusammengefassten Hintergründe:

Es sind nach meiner Schätzung etwa 50 km bis zur afrikanischen Küste und 250 km bis nach Lampedusa.

Auch wenn Sea Watch im FAQ der eigenen Website bestreitet, mit Schleppern in Kontakt zu stehen oder gar zusammen zu arbeiten: Es ist - so ehrenhaft die Absichten der Seenotretter auch sein mögen - mit Sicherheit doch auch deren Anwesenheit mit großen Rettungsschiffen, die manchen Schlepper überhaupt dazu bewegt, mit einem hochseeuntauglichen und überladenen Schiff die riskante Überfahrt zu wagen. Schließlich riskiert zumindest auch der Schlauchbootkapitän sein eigenes Leben, wenn er im hohen Seegang kentert. Die Chance, das Festland zu erreichen halte ich je nach Wetterlage für geringer, als die Aussicht auf einem der in Küstennähe patrouillierenden Rettungsschiffen an Bord genommen zu werden.

Dabei möchte ich die Seenotrettung im Allgemeinen überhaupt nicht in Frage stellen. Diese ist mit Sicherheit eine ehrenhafte Tätigkeit, über deren Legitimation hier nicht diskutiert werden muss!

Nun meine Bitte um sachliche Antworten:

Macht sich Sea Watch durch die gezielte Aufnahme in Küstennähe nicht auch Eurer Meinung nach zum Schlepper-Komplizen, auch wenn Sea Watch dies bestreitet?

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