Findet ihr die Grünen für die nächste Kanzlerplartei ok?

20 Antworten

aber es gibt einige Punkte im Programm der Grünen, die absolut bedenklich stimmen.

  1. die Art, wie sie die Energiewende machen wollen: Natürlich, wir brauchen den Ausstieg aus den Fossilen Energien. Da gibt es keine zwei Meinungen. Aber was ich für sehr bedenklich halte, ist dass sie sich schon festlegen, wann sie was abschalten wollen, ohne garantieren zu können, dass wir genug Strom aus erneuerbaren Energien haben. Und in einem Industrieland wie Deutschland wäre es eine Katastrophe, wenn die Stromversorgung nicht zuverlässig ist.
  2. Das Festlegen auf Elektroautos und sonst nichts. Im Moment ist win Diesel noch umweltfreundlicher als ein Elektroauto. Außerdem ist die Frage nach der Produktion von Batterien und deren Entsorgung noch nicht geklärt und es gibt alternative, emissionsfreie Antriebe, die von den Grünen noch nicht mal in Erwägung gezogen werden. Es gibt noch andere Punkte im Programm, die, genau wie in diese, Beispiel, zwar in eine gute Richtung gehen, aber nicht zu Ende gedacht sind.
  3. Die Grünen haben nicht wirklich die Wirtschaft im Blick, sondern nur die Arbeitnehmer. Zwar gibt es eine Menge gute Absichtsbekundungen, wie man die Wirtschaft fördern will, und umbauen, aber wenn man dann mal ins Programm guckt, dann gelten die konkreten vorgeschlagenen Maßnahmen immer nur den Arbeitnehmern. Die Unternehmer kommen nur vor, wenn es um die Verhinderung von Steuervermeidung geht. Und es gibt Maßnahmen, die in die Unternehmerische Freiheit eingreifen.. So gelingt es natürlich nicht, ein Klima zu schaffen, in dem Unternehmen erfolgreich arbeiten können.
  4. Die Grünen sagen, sie wollen dass mehr Geld „unten“ ankommt und sie Lasten gerechter verteilt werden. Deshalb erhöhen sie auch die Steuern für die „Reichen“ und wollen die Lasten für die „Armen“ verringern. Wenn man aber das sonst mal durchrechnet, wird man feststellen, dass es nicht die Steuern selbst sind, die das Leben teurer machen, sondern die Abgaben (z.B. für Fleisch oder ÖPNV, oder CO2) die das Leben teurer machen und dass die Preise für viele Sachen stark ansteigen werden. Immer wenn ich auf dieser Plattform konkret nachfrage, wie denn ein Normalverdiener sich eine Haussanierung, ein Elektroauto oder einer neuen Heizung leisten soll, heißt es, ja, dann wird es Hilfen geben. Davon steht aber nur wenig konkretes im Programm und Hilfen heißt in der Regel, dass nur ein Teil der Kosten vom Staat übernommen wird.
  5. Die Grünen wollen den Staat extrem aufblähen. Dass heißt mehr Stellen und mehr Bürokratie. Stellen vor allem in Bereichen, die ich persönlich jetzt nicht so wichtig für das Fortbestehen Deutschlands finde, wie Zentren für Genderforschung. Das kostet Geld und bindet Kapazitäten.
  6. Bedenklich ist auch, dass sie den unbegrenzten Zuzug von Migranten wollen. Spätestens nach fünf Jahren sollen sie alle eine Duldung erhalten, nach weiteren fünf Jahren die Deutsche Staatsbürgerschaft. Kein Wort im Programm davon, dass man von Migranten  auch was fordern kann, wie z.B. dass sie das Grundgesetz achten, oder zwingend Deutsch lernen müssen. Das wird -abgesehen von den hohen Kosten - die Deutsche Gesellschaft verändern und man muss wissen, ob man das mag.
  7. Das Verhältnis zu Deutschland und zu dem Konzept der „Nation“ ist bei vielen Grünen (er)klärungsbedürftig. Bei manchen geht das so weit, dass ich mich frage, wieso sie in Deutschland den Kanzler stellen wollen, wenn sie mit Deutschland nichts anfangen können. (Ich gebe zu, nicht alle Grünen sind so, aber die Tendenz ist trotzdem bedenklich.) In der EU wollen sie vieles von der Eigenständigkeit Deutschlands aufgeben und, die Schulden aller Länder vergemeinschaften.
  8. Die Gendersternchen-Debatte: Das hat inzwischen sehr skurrile Züge erreicht. Die Debatte wird mit einer Agressivität geführt, die kaum noch zu ertragen ist, Menschen die zur Mäßigung und zu einer Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion aufrufen, wie der ehemalige Bürgerrechtler und Präsident des Bundestages Thierse gnadenlos gebashed. Die Grünen stehen voll hinter dieser Debatte, und sind in vielen Bereichen Motor dieser unguten Bewegung. (In ihrem Wahlprogramm sprechen sie sogar von „Islamist*innen“ - was geradezu absurd ist, weil gerade die Islamisten keine Homosexualität in ihren Reihen dulden).Das Problem: die ganze Debatte geht nicht nur an den wirklichen Nöten vieler Menschen vorbei und frisst auch noch  viel Energie, sie spaltet die Gesellschaft, und das finde ich persönlich sehr gefährlich.
  9. Wenn man alle Maßnahmen zusammenrechnet, die die Grünen vorhaben, kommt man auf Kosten, die die Einnahmen des Staates bei weitem übersteigen. Die Grünen selbst haben im Wahlprogramm eine jährliche Schuldenaufnahme von 50 Milliarden veranschlagt,  aber damit werden sie nicht hinkommen. Ich selbst bin kein Freund von Staatsschulden, weil sie zukünftige Generationen belasten.

Ich fände das fantastisch! Ich wähle schon seit über 20 Jahren die Grünen- dennoch stimme ich natürlich auch nicht immer mit allen Vorschlägen überein und an manchen Stellen haben sich grüne Spitzenpolitiker auch mit dämlichen Äußerungen echt ins Abseits gestellt. Dennoch führt für mich kein Weg an den Grünen vorbei- mit einer zerstörten Umwelt lässt sich auch auf Dauer keine starke Wirtschaftspolitik betreiben. Schön das dies zumindest die jungen Wähler in breiter Masse erkannt haben und die alten Wähler sterben sowieso nach und nach aus - mittelfristig werden die Grünen deshalb so oder so mehr Verantwortung übernehmen. Ich lache mich auf jeden Fall immer schlapp, wenn ich hier so schöne Hetzbeiträge gegen die Grünen lese.

Von Experte ACBRE bestätigt

Nein! :)

Die Grünen haben ein ziemlich antiliberales Programm aus Verboten, Beschränkungen und viel staatlichem Eingriff in die Wirtschaft.

Dazu Ausgabe-Fantasien, die dem Land für die Zukunft schwerste Bürden auferlegen werden, die man in der Zukunft wird abbezahlen müssen. Wohin das führt, sieht man in Griechenland. Woher dann in 20 Jahren das Geld für den Klimaschutz herkommen soll, sagt keiner.

Ich bin genau dieser Meinung. Danke für den Kommentar, jetzt musste ich es nicht selber schreiben.

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Laut Frau Baerbock seien Verbote ja "Innovationstreiber"... Erschreckende Ansicht.

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Finanziell wäre es für mich positiv.
Gesamtgesellschaftlich fände ich es eine Katastrophe.
Aber Parteien kommen und gehen, ich hoffe der Spuk ist nach einer Wahlperiode vorbei.

Hoffen wir daß es noch nicht mal dazu kommt.

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Nein, das fände ich nicht gut, sondern eine Riesenkatastrophe.

Heute ist auf Focus Online ein Artikel von Sarah Wagenknecht über die Grünen.

Kann ich jedem, der mit dem Gedanken spielt die Grünen zu wählen, nur empfehlen zu lesen.

Hmm. Frau Wagenknecht wirkt auf mich jetzt nicht wie eine Person, die einen großen Einfluss auf meine Wahlentscheidung hat.

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@Paul3001

Es geht doch nicht ausschlaggebend, wer etwas gesagt hat, sondern was gesagt wird.

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