Findet ihr den Slogan „Black life matters.“ nicht rassistisch?

Hast du dich mal in einen Schwarzen hineinversetzt?

Nein. In einen Roten, Gelben, Latino oder Araber ebenso wenig.
PS: Bin selbst ein russischer Jude.
Und du?

шалом, не ожидай от людей слишком много.

Шалом. К сожалению, пропаганда слишком сильна.

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da gab es mal diese Comedian der sich in eine weiße Gegend mit einem "Black Lifes Matter" Schild hingestellt hat und in einer schwarzen Gegend mit einem "All Life Matters".

Ratet mal wo der Arme körperlich angegangen wurde. Wissen wir alle, aber lieber nicht aussprechen. Weil was man nicht anspricht dass existiert auch nicht. :)

Kenne ich auch, aus YouTube.

0

Das beweist einfach gar nichts :D

1

Guten Tag,

Nun ja, im eigentlichen soll es dabei darum gehen, dass viele dunkelhäutige Leute großes Leiden erleiden mussten, weshalb es darauf aufmerksam machen soll. Deshalb auch "Black lives matter".

Wäre es nur "All lives matter", dann würde es das in gewisser Weise verfälschen, da es in diesem Moment dann nicht auf das wesentliche aufmerksam macht. Nämlich darauf, dass dunkelhäutige Personen unterdrückt werden.

Schauen wir uns dabei die momentane Tragödie an, welche sich bei unseren amerikanischen Partnern abspielt. Ein dunkelhäutiger Mann wurde umgebracht, kein hellhäutiger. Deshalb möchte man darauf aufmerksam machen, dass Dunkelhäutige genauso viel wert sind, wie andere Rassegruppen. Sie gehören halt immer noch zu den Minderheiten in vielen Abteilen, sei es Arbeitstechnisch, wo viele aufgrund ihrer Hautfarbe weniger gern aufgenommen werden, etc.

Schönen Tag noch. :)

(Ich lasse mich gerne verbessern.)

In vielen Diskussionen liest man, dass der Anteil dunkelhäutiger Todesopfer bei US-amerikanischer Polizeigewalt deutlich höher ist als der Anteil der Bevölkerung. Man könnte auf die Idee kommen, dass alles in Ordnung wäre, wenn mehr Weiße durch Polizeigewalt sterben würden.

In aboluten Zahlen sind es jetzt bereits mehr weiße Todesopfer. Die beste Reglung wäre es, die Polizeigewalt zu stoppen. Bei 0 Todesopfern erledigt sich die Differenzierung nach der Hautfarbe.

0

Ich finde den Slogan "Black Lives Matters" nicht rassistisch. Wenn man ihn Wort für Wort auseinander nimmt, steht er wie jeder knackige Spruch auf hölzernen Beinen. Selbstverständlich zählt jedes Leben. Also jedes menschliche und tierische. Also Amöben weniger als Kätzchen. Also Kätzchen mit der Ausnahme, wenn man mit ein paar wenigen Tierversuchen Millionen von Menschenleben retten kann. Usw.

Die Aussage über das Leben Schwarzer Menschen erlaubt keine Rückschlüsse auf andere Gruppen, z.B. Nicht-Schwarze oder Weiße Menschen. "Der Euro ist stark" ist ja auch keine Aussage über die Stärke des US-Dollars.

Niemand möchte Gerechtigkeit bei der US-amerikanischen Polizeigewalt herstellen, indem mehr Weiße getötet werden. Die beste Lösung wäre ja, die Zahl der (Todes)-Opfer uf 0 zu drücken, denn dann würde die Differenzierung nach der Hautfarbe entfallen.

Ich habe keinen Zweifel daran, dass "All Lives Matter" das Ziel ist, auf das alle (Nicht-Rassisten) zusteuern möchten. Jetzt, heute, fokussieren wir uns aber auf eine bestimmte Gruppe, um deren Benachteiligung zu verringern. Bei den Protesten geht es ja auch nicht nur um Polizeigewalt, sondern zur Zeit ist ja auch sehr auffällig, das die Zahl der Corona-Toten unter der schwarzen Bevölkerung deutlich höher ist als unter der weißen.

Rassismus ist das Problem, nicht Rassismus gegen Schwarze. Insofern hast du recht: Der BLM-Slogan trifft nicht diesen Punkt. Sowie du einen besseren Slogan findest, wird die Welt ihn gerne verwenden.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lese Fragen durch und vermeide Ferndiagnosen

Ist das wirklich so, dass die Zahl der Corona-Toten unter der schwarzen Bevölkerung höher ist? Wenn ja, woher weißt Du das?

0
@IA3007
In Illinois, wo der Bevölkerungsanteil von Afroamerikanern 14 Prozent beträgt, sind 42 Prozent der Toten Schwarze. Besonders erschreckend ist hier die Lage in Chicago: Rund 70 Prozent der Coronavirus-Toten in dieser Großstadt sind Afroamerikaner, bei einem Bevölkerungsanteil von 30 Prozent.
1

All Lifes Matter ist zwar inhaltlich völlig richtig. Es geht hier aber ganz konkret um die "Black lifes", denn diese bedeuten im strukturellen Rassismus der USA eben weniger, und das will BLM ändern. Mit All Lifes Matter können wir dann kommen, wenn alle gleichermassen benachteiligt werden.

Was ist mit „Black life matters aswell.“ ?

0
@IA3007

Das klingt doch bescheuert, einfach von Klang her. Lass doch gut sein, mit BLM wird niemand, der nicht schwarz ist, diskriminiert. Ich verstehe die Aufregung echt nicht.

2

"Black lives matter" sagt auch, dass solche Menschen unter alltgäglicher Diskrimierung zu leiden haben. Mal mehr, mal weniger. Das erstreckt sich auf das gesamte Leben. Solche Dinge bekommt man als nicht Betroffener nicht mit. Ich bin froh darum, nicht diskriminiert zu werden. Und kann es deshalb verkraften, wenn ein "Schwarzer" mit diesem Slogan für seine Ziele kämpft. Das sein Leben zählt, genauso zählt wie das aller anderen!

Die Uhreinwohner Amerikas wurden natürlich nie diskriminiert.

1
@Ricco92

Eben, nirgendwo. Sie wurden und werden diskriminiert und dürfen in Reservaten leben. Das scheint keinem zu interessieren.

0
@IA3007

Verfolgst du die täglichen Nachrichten? Über die Indigenen (Ureinwohner) wird regelmäßig berichtet. Und viele sind dagegen. Du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen, aber man kann gegen Diskirimierung im allgemeinen sein.

0

Was möchtest Du wissen?