Findet ihr den ganzen Genderwahn auch unnötig?

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27 Antworten

Nicht nur unnötig, auch total nervig. 

Und es wirkt lächerlich, wenn der Satz so lange dauert, nur um diesen Mist da abzulassen. 

Liebe Leser... Und alles ist gut. Natürlich fühle ich mich da mitangesprochen. 

HansH41 12.08.2017, 10:20

Man kann auch schreiben: Lieber Leser (m/w), dann sind die Gentrifizierungsfritzen platt.

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kilometerspritz 12.08.2017, 10:38

Danke Malavatica, ich hoffe deine Meinung ist normal, weil ich habe einen anderen Eindruck. Und hans: das nervige und unnötige (m/w) kannst du dir sparen

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Malavatica 12.08.2017, 10:40
@kilometerspritz

Ich kenne jedenfalls keine Frau, die auf diesen Quatsch besteht. Wenn schon, dann sollten Frauen endlich mal gleiche Bezahlung erhalten, das macht viel mehr Sinn in Sachen Gleichberechtigung. 

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OlliBjoern 12.08.2017, 12:55
@Malavatica

Das mit der Bezahlung stimmt natürlich.

Allerdings kenne ich jetzt mind. 1 Mann, der sich dran stört. (wenn da "liebe Leser und Leserinnen" steht)

Es mag ja unnötig sein, ich kann aber nicht verstehen, was daran "störend" sein soll. Man kann es ja einfach überlesen (und er macht sich auch noch die Mühe, und stellt extra eine Frage dazu). Ihm als Mann scheint dieses Thema wichtig zu sein.

Man könnte aber auch einfach relaxed sein.

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Psssh 12.08.2017, 16:57
@OlliBjoern

Das "Liebe Leserinnen und Leser" nur die Eisspitze des Genderwahns ist, ist aber schon klar...?!

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kilometerspritz 13.08.2017, 22:45

und ich finde, es regt auf, wenn man diese Verdummung ständig lesen müsste. leser- neutral. leser/innen- Unterscheidung zwischen Geschlechtern

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zahlenguide 06.11.2017, 17:33
@kilometerspritz

Ich war an einer Genderuni und habe die ganzen Formen, die vor drei jahren noch üblich waren kennen gelernt. Es gibt an die 30 Formen wie man eine Anrede gestalten soll. Und jetzt kommt der Witz, wenn ich bei einer Professorin schreibe Liebe Professor_Innen dann bekomme ich Lob, eine andere Professorin findet das wieder unterdrückerisch und akzeptiert diese Form keinesfalls: bei ihr muss es dann z.B. diese Form sein: Liebe Professor*innen - und darüber können die sich dann ewig streiten, weil hier z.B. das "i" klein geschrieben ist und dann wird das so interpretiert als sei es eine Unterdrückung der Frau das "i" klein zu schreiben und so sind Genderprofessoren sich überhaupt nicht einig und das schlimme ist, dass in der Wissenschaftlichen Welt tatsächlich wissenschaftliche Erkenntnisse nicht mehr anerkannt werden, weil der Wissenschaftler nicht die selbe Form verwendet hat und angeblich ein Unterdrücker sei.

Nur ein Prof an meiner Uni fand das alles ganz toll und alle anderen (auch die weiblichen Profs) fanden Genderstudies komplett Unsinnig und haben das alles verschieden begründet.

Ich habe auch mit Schülern gesprochen, die das studiert haben und die haben gemeint, dass es in den Fächern sogar Rausschmisse gab, weil z.B. eine Feministin die Frauenquote für unbrauchbar hielt.

Weiter habe ich mit Genderbeauftragten geredet (alles Frauen), die meinten, dass sie so gut wie nichts zu tun hätten, weil es ja an der Uni weiter Frauenbeauftragte, Beauftragte in Sachen Kinderfragen usw. sowieso weiter gibt.

Man hat also ein bürokratisches Monster, dass alle nervt und nur Genderprofs finden es ganz ganz toll.

Übrigens sollte Genderstudies ursprünglich dazu dienen (war eine Idee, die in der EU - Politik sehr beliebt war), schlechte feministische Studien aus der wissenschaftlichen Diskussion heraus zu nehmen.

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Wir haben es hier eigentlich nur zum Teil mit einem politischen Thema zu tun, vielmehr gefragt ist hier die Sprachwissenschaft. 

»Liebe Leser« reicht einem nur, wenn man sein Sprachgefühl walten lässt. Dort ist »Leser« geschlechtsneutral. Versucht man den Plural »Leser« zu deuten, kommt man als Laie oft zu dem Schluss, es würde sich dabei um eine männliche Form, ein sogenanntes generisches Maskulinum handeln. 

Man hat jedoch bereits erschöpfend nachgewiesen, dass so etwas nur im Kopf der feministischen Sprachwissenschaft existiert und daher auch nur aufgrund deren ideologischer Beweggründe politischer Handlungsbedarf besteht: das heißt die Sprache künstlich bereinigt werden muss. 

Ja. Finde ich. Ist mir aber auch ziemlich schnuppe, wie sich die Jungen selbst verrückt machen. Und das mit relativ unwichtigen Dingen. Mal gespannt, wie Deutschland in 2-3 Generationen aussieht, ob da noch jemand über Gender redet oder ob da wieder die Ehefrauen 1 m hinter dem Mann herlaufen müssen. Nimmt zu.

Ich verstehe, dass viele das unsinnig finden. Weil man es ja auch einfach so gewohnt ist, dass es nur die männliche Form gibt, und sowieso, die ganzen Emanzen stellen sich doch nur an.

Interessant wird es, wenn man auf einmal nur die weibliche Form benutzt - ich arbeite in einem Betrieb, in dem überwiegend Frauen tätig sind, genauso sind auch die Klienten überwiegend Frauen. Aber WEHE man spricht nur von "Mitarbeiterinnen" und "Klientinnen", da gehen die Herren der Schöpfung an die Decke.

Als Frau kann man sich ja wohl mit der männlichen Form identifizieren, aber als Mann mit der weiblichen?! Niemals!

Sicher nimmt es in manchen Dingen überhand, man muss sich aber eben den Hintergrund vor Augen führen. Frauen hatten lange Zeit überhaupt keine Rechte, und auch jetzt wird ja noch deutlich über Gleichstellung (!) geklagt.

PolluxHH 12.08.2017, 10:48

"Gleichstellung" in der Schule sieht so aus, daß eine Förderung durch die Lehrer hauptsächlich bei weiblichen Schülern erfolgt (die Belegung von Hochbegabtenkursen ist hier signifikant: 80% Mädchen), bei männlichen Schülern ist es Aufgabe der Eltern. Im Sprachgebrauch hat sich eingebürgert, daß (übrigens bis 1997 sogar gesetzeskonform, da nur eine vaginale Penetration als Vergewaltigung definiert war) nur Frauen vergewaltigt werden, eine sexuelle Nötigung bei Männern ist erst verfolgbar, seitdem gerichtlich anerkannt ist, daß eine mechanische Stimulation wie durch Vakuum und eine dadurch bewirkte Erektion keine konkludente Zustimmung sei. Faßt ein Lehrer einer Schülerin an die Schulter, kann es zu Mißbrauchsrufen kommen, greift eine Lehrerin in den Schritt eines Schülers, macht sich der Schüler sogar lächerlich, wenn er sich beschwert, die Lehrerin bleibt unbelastet.

Dabei ist schon abzusehen, daß bald das ganze gewaltig kippt, denn bald wird der überwiegende Teil qualifizierter Akademiker weiblich sein, schon der männliche Anteil an Abiturienten ist signifikant unterdurchschnittlich. Umgekehrt aber wird immer wieder vergessen, daß manche Berufe, selbst solche, die eigentlich weibliche Domänen sind, faktisch nicht von Frauen ausgeübt werden dürften. Nach Arbeitsschutzbestimmungen dürfen Frauen maximal 10 kg tragen, das ist selbst bei einem 6er-Pack 1,5 Liter PET-Mehrwegflaschen schon überschritten, dennoch beschweren sich Frauen über die Formulierung "Mitarbeiter" gesucht und fühlen sich diskriminiert (selbst wenn faktisch keine Frauen eingestellt werden dürften, da regelmäßig Lasten über 10 kg zu tragen wären).

Des Hintergrundes bin ich mir bewußt, auch daß eine Emanzipation in der Sache angemessen und sinnvoll ist, nur muß es, wenn es die Sprache unnötig verkompliziert, nicht auch eine sprachliche Umsetzung finden. Hier hat es schon leicht neurotische Züge. Dafür sprechen auch so einige Scheuklappen, die sich aktuell gesellschaftlich entwickeln, denn trotz Emanzipation wird, auch gerade durch Frauen, das tradierte Männerbild beibehalten und gepflegt, der Mann als "Feind des weiblichen Geschlechts" stilisiert und ihm jedes Recht auf Emanzipation damit rhetorisch abgesprochen. (Eine kleine Gehässigkeit am Rand: der größte Witz ist, daß, und dies wird durch Studien belegt, es gerade nicht die Väter sind, die ihren Söhnen das tradierte Männerbild anerziehen, sondern die Mütter. Dabei sind die Männer bei der Suche nach einer Partnerin weit erfolgreicher, welche dem tradierten Männerbild entsprechen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, da hier eine große Diskrepanz zwischen den rationalen und emotionalen Erwartungen an das andere Geschlecht seitens der Frauen zu vermuten ist.)

Es ist nicht nur Zeit, daß sich Frauen emanzipieren, sondern es sind die Männer "mitzunehmen", ansonsten kommt man schnell zum anderen Extrem. Wie selbstverständlich wird in Publikationen "häusliche Gewalt" auf Frauen und Kinder als Opfer beschränkt, aber - in ca. 10% der bekannten Fälle sind Männer Opfer, wobei die Dunkelziffer bei männlichen Opfern noch weit höher sein dürfte, als bei Frauen. Dennoch werden "Männerhäuser", auch in einem angemessen reduzierten Umfang (10% der aufgewendeten Mittel), staatlich gefördert.

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nax11 12.08.2017, 11:18

Es handelt sich aber nur um historisch gewachsene Sprachformen.

Die Mehrzahl mag zwar häufig der männlichen Form entsprechen, aber keineswegs immer.

Wenn ich deinen Nick mal als Beispiel nehme, dann ist "die Katze" als Artbegriff weiblich. Korrekterweise (wenn Katzen sich daran stören würden) müßte man dann wohl "Liebe Katzen und Kater" sagen.

"Die Menschen", "die Menschheit" - auch weiblich.

Einzahl "der Bürger" - Mehrzahl, "die Bürger", ist der einfachere Ausdruck, als das genderisierte "Bürgerinnen und Bürger". 

Mir erscheint das fast schon ein deutsches Problem - aber wir Deutschen machen ja aus allem ein Problem. Im englischen stört sich am Begriff "Mankind" keiner - das ist klar maskulin - müßte es nicht korrekterweise (genderisiert) "Mankind and Womankind" heißen?

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beamer05 12.08.2017, 11:41
@nax11

"Die Menschen", "die Menschheit" - auch weiblich.

nö, eher plural, genauso wie "die Männer" auch nicht weiblich ist.

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Deponentiavogel 12.08.2017, 13:38

Frauen können sich mit der von dir so bezeichneten männlichen Form identifizieren, weil es keine männliche Form gibt. Es gibt nur eine weibliche Form und eine neutrale Form.

neutral: Klienten

weiblich: Klientinnen

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Die stets begleitende Frage: Wird durch die permanente Betonung des Offensichtlichen das eigentliche Ziel nicht vielmehr in weite Ferne gerückt?

Bislang hatten viele Frauen nicht mal das Gefühl sprachlich "benachteiligt" zu sein.

Berücksichtigen? Ja. Übertreiben? Gefährlich. Darauf auch im Alltag bestehen weil "man es so machen muss"? Dämlich.

Da fällt mir auf Anhieb "Mainz bleibt Mainz - wie es singt und lacht" ein. Bei jeder Sitzung begrüßt so gut wie jeder Narrenpräsident die "Narren und Närrinnen" oder die "Narhalesen und Närrinnen". Offensichtlich ist das schon ein Einstieg in die Määnzer Fassenacht.

In meiner früheren Dienststelle wurde eine Ober-Inspektorin zum Amtmann befördert. Da war was los. Monatelange Diskussionen, ob Amtmännin oder Amtfrau.

Wie es heute gelöst wird, weiß ich nicht. Ich löse das Genderproblem auf meine Weise: schreibe immer (m/w) hinter die Bezeichnungen.


kilometerspritz 12.08.2017, 10:46

das ist mir aufgefallen

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HansH41 12.08.2017, 11:00
@kilometerspritz

@kilometerspritz

"Und hans: das nervige und unnötige (m/w) kannst du dir sparen"

Du wirst es nicht glauben, aber bei Ausschreibungen im Öffentlichen Dienst (und vermutlich auch in der Privat-Wirtschaft) ist das (m/w) vorgeschrieben.

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ich finde sogar Feminismus komplett unnötig! Fangen wir doch mal mit Grundwissen an - es gibt zahlreiche Menschenrechtsbewegungen:

Humanisten analysieren BEISPIELSWEISE Straftaten, versuchen Muster zu finden und dann dagegen Gesetze zu schustern, bei Vergewaltigung würden z.B. viele Humanisten gerne das Muster beseitigen, dass in Clubs einfach so KO-Tropfen verteilt werden können und dann der Täter mit der Ausrede "Ist meine Freundin" einfach heraus spazieren kann - da gäbe es einige Wege um das zu beseitigen, denn so finden wirklich viele Vergewaltigungen statt.

Libertäre wollen z.B., dass alle Menschen (ob alt oder jung, Männlich oder weiblich völlig egal) gegen Mafien und Gangs vorgehen, denn allein die Mafia richtet enormen Schaden beim Thema Vergewaltigung usw. usw. an. So könnte man hier Antimafiagesetze einführen, die es schon in Frankreich und Italien gibt und das Gefängnissystem revolutionieren.

Equalizer wollen, dass auf die eigentlichen Grundursachen eingegangen wird und sie beseitigt werden, die zu Gewalt zwischen den Geschlechtern führen - z.B. ich habe über 200 Schlägereien in meinem Leben gesehen, fast immer - nur in 3 Fällen war es anders - waren die Beteiligten komplett besoffen - vernünftige Alkoholrichtlinien wären also sinnvoll und würden Menschenleben retten und Geld einsparen - es gäbe aber noch einiges mehr, was man in erster Linie für Männer tun könnte (z.B. bessere psychologische Hilfe bei Kindheitsmisshandlungen, auf allen Ebenen mehr Mitsprache von Männeropferbündnissen, mehr Demokratie bei verschiedenen Ansätzen in der Lebensführung von Männer usw.)

Ich diskutiere seit 16 Jahren mit Feministen und schaue viele viele viele Beiträge und habe 7 Jahre die EMMA gelesen (als Kritiker). Und ich kann allein beim Thema Vergewaltigung sagen (was ja die große Angst vieler Frauen ist), dass hier Feministen komplett versagen. Ich habe BEISPIELSWEISE 250 Feministen in Laufe dieser Jahre gefragt: Was kann man gegen Vergewaltigung konkret tun? - und ich habe jedes mal die gleiche Antwort bekommen, die schon Alice Schwarzer in den 90er Jahren propagiert hat - Erst muss das Patriachart abgeschafft werden und dann gehen auch die Vergewaltigungen zurück. - Auf gut deutsch: wir müssen jetzt mal 200 Jahre oder länger warten und dann kann man vielleicht mal was konkretes machen. Das ist meiner Meinung nach lächerlich.

Heute werden Humanisten, Libertäre und Equalizer so gut wie nie in Talkshows eingeladen, weil es - meiner Auffassung nach - einen Staatsfeminismus gibt, der alle anderen Ideen wegdrücken möchte. Echter Kampf für Menschenrechte war in der ganzen Geschichte dieser Bewegungen aber immer schmerzvoll für alle und das möchten Feministen nicht aushalten. Kompromisse mögen Feministen überhaupt nicht. Schade, denn ganz in seinem Ursprung war Feminismus eine Superidee, aber diese Ideen sind heute nicht mehr zu entdecken. Mittlerweile ist Feminismus eher zu einem großen Problem geworden: 

Gender Mainstreaming sollte laut vielen Kritikern eigentlich mal was positives sein, nämlich Feministische Studien sollten ursprünglich nach ihrem Nutzen bewertet werden. Das wollten Feministen aber überhaupt nicht, weil diese Studien seit Jahrzehnten mehr als unwissenschaftlich durchgeführt werden (könnte man einen eigenen Beitrag schreiben). Es wäre damit in der Öffentlichkeit ziemlich präsent gewesen, dass Studien von Eliteunis viel sinnvoller wären als Feministische Studien. Selbst Nobelpreisträger haben sich schon mehrfach gegen Feminismus ausgesprochen.


Es ist aus meiner Sicht nicht nötig, weil es vorher auch ohne doch an sich hervorragend funktioniert hat. Nicht alles, was Linke, Grün/Alternative und chronische Meckerer fordern, muss gut sein ----> man beugt sich ihnen nur, damit man zumindest vorerst mal in Ruhe gelassen wird. Es ist traurig genug, dass die Gesellschaft/der Staat das mit sich machen lässt.

kilometerspritz 13.08.2017, 10:29

ja, und wenn die eigene Meinung nicht mit der von den meckerern übereinstimmt, gilt man gleich als trotzdenker oder schlimmer, man wird als nazi bezeichnet

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Oh ja wem sagst du das. Meine Mutter ist Gleichstellungsbeauftragte in einem größeren Unternehmen. Seit dem korrigiert sie mich andauernd. Wenn ich zum Beispiel von "Mitarbeitern" rede, heißt es gleich "Entweder du sagst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Personal" 

Finde den ganzen Wirbel total übertrieben. Ich fühle mich davon nicht ausgeschlossen, man ist eben so aufgewachsen. 

Pasha78 12.08.2017, 10:01

Da würde ich meiner Mom sagen, dass ich keine Sprach-Polizei brauche.....

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PolluxHH 12.08.2017, 13:48

Ich habe es a.a.O. schon ausgeführt, aber es ist hier übertragbar, denn Ursprung ist "der Mensch".

Die Mitarbeiter = die Summe der mitarbeitenden Menschen = die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Rein rational-logisch (Transitivität) gilt also

Die Mitarbeiter = die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Damit besteht rational Wahlfreiheit (nur emotional nicht, aber wer "die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" sagt, muß auch zwingend von "die Menschinnen und Menschen" sprechen, ansonsten paßt es nicht). Versuche es doch einmal damit ;).

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Psssh 12.08.2017, 16:43
@PolluxHH

Naja... hab mal vor paar Wochen einen Text von der Partei die Linken, dort wurde konsequent das *-Zeichen verwendet, also z.B. "Bürger*innen" etc. sicher 10x - AUßER bei exakt einer Vokabel: "Reichsbürger" (...)

Habe den Artikel abfotografiert, weil es soo dämlich ist ;)

Daran sieht man wie rein ideologieverblendet diese Wes*innen sind, die so einen Scheiß nutzen.

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Nicht selten sind es Befindlichkeiten jener Menschen, die sonst keine weiteren Sorgen haben.

HansH41 12.08.2017, 10:22

Diese Menschen (m/w) sind zu beneiden.

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Lexa1 12.08.2017, 10:54
@HansH41

Du hast Recht, aber warum ausgerechnet bei Menschen den Zusatz ( m/w ) ? Das macht mich stutzig und könnte größere Diskussionen auslösen.

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HansH41 12.08.2017, 11:06
@Lexa1

Lexa, wenn das (m/w) bei Ausschreibungen fehlt, dann sie sie ungültig.

Wenn man es immer macht, dann kann man nichts falsch machen.

Das Ganze ist hirnrissig, ich weiß, aber mach was.

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Ich finde es auch unmöglich. Dein Beispiel ist doch nicht schlecht. Liebe Leser , damit spreche ich beide an, als Person. Denn die Person ( ob m/w ) ist ja der Leser.

So gibt es noch mehr Beispiele. Wenn mich mal jemand direkt darauf ansprechen sollte, dem würde ich erzählen, das er nicht alle Latten am Zaun hat. Oder der ( Person ) ( geschlechtsneutral )

DieKatzeMitHut 12.08.2017, 10:05

DIE Person ist DER Leser?
Wäre "Liebe Leserinnen" da nicht viel angebrachter? Oh, oder würden die Männer sich da etwa ausgeschlossen fühlen?!

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PolluxHH 12.08.2017, 10:18
@DieKatzeMitHut

Es war alte Sprachkonvention, daß, solange nicht von einer konkreten Person gesprochen wird, die maskuline Form, sofern nicht spezifiziert, allgemein und geschlechtsunspezifisch verwendet wurde. Eine Konvention ist eine Definition und kann nicht falsch sein. Mir persönlich wäre es auch egal, wenn man die weibliche Form in solchen Fällen als allgemeine Form definierte, aber diese explizite Differenzierung ist zeitraubend und hat mit sprachlicher Ästhetik nichts mehr zu tun. Dabei sollte, wer dies fordert, es auch beim (nicht vorformulierten) gesprochenen Wort durchhalten. Aber komisch: beim gesprochenen Wort wird selbst von eingefleischtesten Feministinnen immer noch die alte Konvention bedient. Das aber ist dann inkonsequent.

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SchIaufuchs 12.08.2017, 10:25
@PolluxHH

Mich faszinieren an der Bemerkung vor allem diese "eingefleischtesten Feministinnen". Wer sie fordert, sollte dann aber auch durchhalten. :)

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atzef 12.08.2017, 10:49
@PolluxHH

Unhöflichkeit war noch nie "alte Sprachkonvention". In einer direkten persönlichen Anrede war schon immer ein explizites "Liebe Leserinnen und Leser!" ebenso wie ein "Damen und Herren!" angesagt.

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PolluxHH 12.08.2017, 10:55
@DieKatzeMitHut

Eine Konvention, die wie hier eine Definition darstellt (denn eine Definition kann nicht falsch sein), sorry, etwas unsauber dargestellt. Nicht jede Konvention beruht auf einer Definition und kann dann natürlich falsch sein, so sie auf unwahren Tatsachenbehauptungen aufbaut. Ansonsten gäbe es noch die mehrheitliche Akzeptanz im Sinne einer gesellschaftlichen "Meinungsäußerung" hinsichtlich Konventionen als "temporäre Berechtigung", was aber, wenn nur ein Teil der Bevölkerung befragt würde, wieder unzulässig tendenziös wäre.

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PolluxHH 12.08.2017, 11:54
@atzef

Das hatte ich so formuliert, um einem weiteren Diskussionskreis zu entkommen, denn im Zuge der Emanzipation wurde ja auch der Höflichkeit eine Daseinsberechtigung aberkannt. So wurde ich Anfang der 90er, als ich eine - zufällig weiblichen - Person hinter mir die schwere Tür offenhielt, weil ich es unhöflich gefunden hätte, sie einem anderen Menschen vor den Kopf knallen zu lassen, Diskriminierung (etwas, sagen wir, volksmundartlicher, gespickt mit ein paar netten "Vokabeln", man könnte auch von lautstarker, öffentlicher Beschimpfung sprechen) vorgeworfen. Höflichkeit wird teils gerne als Form der latenten Diskriminierung von Frauen dargestellt, eine Diskussion, die ich nicht eröffnet haben wollte.

Was mich aber wirklich irritiert ist etwas ganz anderes. Mir ist bisher noch kein Befürworter des Frauenrechts vorgekommen, der eine Formulierung wie

"Der Mensch ist spätestens durch Geburt in aus seiner reinen Existenz begründeten Rechte eingesetzt, was seine Rechte auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit beinhaltet, welche ihm nicht abzuerkennen und damit durch jeden anderen Menschen zuzugestehen sind."

für diskriminierend erachtete und stattdessen eine Formulierung wie

"Die Menschin, der Mensch und das Mensch ist spätestens durch Geburt in aus ihrer / seiner / seine Existenz begründeten Rechte eingesetzt, was ihre / seine / seine Rechte auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit beinhaltet, welche ihr / ihm / es nicht abzuerkennen und damit durch jede, jeden und jedes Menschin, Mensch und Mensch zuzugestehen sind."

forderte.

Der Witz: die Konvention, den allgemeinen Fall maskulin zu setzen, beruht gerade auch darauf, daß "der Mensch" maskulin gesetzt wurde und wird. Behält man dies bei, wie es der Fall ist, wäre auch an der alten Konvention nichts auszusetzen, den allgemeinen Fall maskulin zu setzen. So betrachtet wohnt der ganzen Diskussion schon eine fundamentale Inkonsistenz inne.

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OlliBjoern 12.08.2017, 12:30
@PolluxHH

Hmm... du könntest aber auch von "eingefleischten Feministen" schreiben, denn damit wären automatisch alle weiblichen Feministen auch gemeint.

Wer "liebe Leser" haben möchte, sollte nicht von "Feministinnen" schreiben. Das wäre inkonsequent.

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eddiefox 12.08.2017, 12:36
@PolluxHH

So wurde ich Anfang der 90er, als ich eine - zufällig weiblichen - Person hinter mir die schwere Tür offenhielt, weil ich es unhöflich gefunden hätte, sie einem anderen Menschen vor den Kopf knallen zu lassen, Diskriminierung (etwas, sagen wir, volksmundartlicher, gespickt mit ein paar netten "Vokabeln", man könnte auch von lautstarker, öffentlicher Beschimpfung sprechen) vorgeworfen.

Ach, du auch?

Bei mir war es 1988 (Frankreich).

Meine Freundin und ich bekamen Besuch aus Deutschland von frauenbewegten Studentinnen. Sie hatten eine Autofahrt von ungefähr 1200km hinter sich, als sie in der Nacht auf dem Parkplatz unseres Wohnblocks ankamen.

Es klingelte und ging ich sofort zum Parkplatz hinunter, um die Freundinnen meiner Freundin zu begrüßen und ihnen beim Ausräumen des Kofferraumes zu helfen. Ich fand das in Anbetracht der langen Reise, die sie hinter sich hatten, irgendwie normal.

Als ich einer der Frauen anbot, den schweren Koffer zu tragen, wurde ich böse angefaucht: sie könne den Koffer selber tragen. Das war sozusagen die Begrüßung.

Knapp 30 Jahre später habe ich den Vorfall nicht vergessen, er muss mich wohl sehr beeindruckt haben. Jedenfalls hatte es 'gewirkt' - ich hatte mir dem Frauenbesuch gegenüber dann jegliche Art von  Höflich- und Freundlichkeit wie Türaufhalten und solche Dinge konsequent verkniffen.

Als der Besuch wieder weg war, konnte ich entspannen. Französische Frauen hatten kein Problem damit, dass man ihnen mal eine Tür aufhält oder beim Koffertragen Hilfe anbietet.

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PolluxHH 12.08.2017, 13:32
@OlliBjoern

"Liebe Leser" würde ich nie alleine schreiben, denn das ist eine Ansprache, meint also den konkreten Fall, also auch "Liebe Leserinnen und Leser" (gemäß Höfklichkeitsregeln zuerst die Frauen ;)).

Da die Aussage aber eher sarkastisch zu verstehen war und der Ursprung dieser sprachlichen Umgestaltung eben gerade von Frauen ausging (bitte rein deskriptiv verstehen), war hier durchaus bewußt "Feministinnen" gesetzt und gemeint.

Daß ich hinter dem Hype eigentlich genau den gleichen Geist sehe, wie hinter "aufwänden" (zuerst wurde es von den Mannheimern auf "Wand" bezogen, deshalb "wänden", alle, die Aufwand auf Präteritum von wenden bezogen, wurden als inkompetent bezeichnet, um dann 2006 einzulenken und den inkompetenten Idioten zuzugestehen, im Recht gewesen zu sein ... die Mannheimer bestimmen immer noch über das Verwaltungsdeutsch), habe ich schon zuvor deutlich gemacht. "Die Studenten" = die Gesamtheit der studierenden Menschen = "die Studentinnen und die Studenten". Jetzt noch ein wenig Transitivität und es erübrigte sich die ganze Diskussion, da das Problem kein rational-sprachliches, sondern ein rein emotionales ist, welches nicht realisieren will, daß "die Studenten" = "die Studentinnen und Studenten" ist.

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PolluxHH 12.08.2017, 13:39
@eddiefox

Dabei ist es aber eigentlich nur Folge von unzulässigen Analogieschlüssen, denn ich hätte jedem Gast, auch einem männlichen, angeboten, die Koffer zu tragen, das gehört zu den Gastgeberpflichten. Die Interpretation, daß man damit latent die Befähigung abspräche, ist unzulässig, die Reaktion damit unbegründet und ggf. beleidigend.

Dies läßt sich auf das hier relevante Thema beziehen, ich sage nur "der Mensch". Man fühlt sich durch den Sprachgebrauch verletzt, kritisiert aber nicht die Basis dieses tradierten Sprachgebrauchs, sondern aufgrund einer ohne Kenntnis der Basis rein spekulativen Meinung werden hier Entscheidungen getroffen.

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eddiefox 12.08.2017, 12:07

Irgendwann hatte ich gemerkt, dass es keine Studenten mehr gibt, wohl um die Doppelbenennung 'Studentinnen und Studenten' zu vermeiden. Aus ihnen sind 'Studierende' geworden. Liest man jetzt auf den Webseiten aller Unis.

Nach diesem Muster wird aus 'Leserinnen und Leser' sicher bald 'Lesende'.

Die Bäckerinnen und Bäcker werden Backende. "Ich geh' mal eben zum Backenden', klingt doch super, oder? Verzeihung: 'zur Backenden'.  Äh, nee, das macht ja nur beim Plural Sinn, weil im Singular hat man wieder den Genus an der Backe.

Liebe Wählende, liebe Bürgende, liebe Zuhörende.

Die Polizierenden haben die Terrorisierenden verhaftet.

Dann wünsche ich allen Fragestellenden und Antwortenden noch ein gesegnetes Wochenende.

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Ich finde es auch totaler Quatsch.

Also liebe Mitglieder und Mitvaginen seht das nicht so verbissen.

Bestes beispiel finde ich die Überlegung von einigen Menschen, ob es nicht statt ampelmännchen auch ampelfrauen geben soll. Weiß gar nicht was das bringen soll , Hauptsache sie leuchtet rot und Grün.

kilometerspritz 12.08.2017, 09:59

Ja man, gutes Beispiel. Genau sowas meine ich

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Eudaimonia7 12.08.2017, 10:05

Wir haben eine Mädchenschule bei uns um die Ecke. Die Ampeln vor dieser Schule haben tatsächlich nur weibliche Figuren =D Wurden damals extra deshalb aufgestellt. 

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SerenaEvans 12.08.2017, 10:09
@Eudaimonia7

Ich finde das Beispiel unpassend. Ampeln zu ändern kostet Geld, aber Frauen mit anzusprechen kostet nichts. Zumal mich als Frau die Ampelmännchen nicht stören, aber ich fühle mich bei "Lieber Leser" nur bedingt angesprochen.
Alles kann man übertreiben, aber wenn man nach dem Prinzip ginge, hätte sich in den letzten Jahrtausenden nichts geändert.

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Lexa1 12.08.2017, 10:21
@SerenaEvans

aber ich fühle mich bei "Lieber Leser" nur bedingt angesprochen.

kann ich nur mit dem Kopf schütteln

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nax11 12.08.2017, 11:32
@SerenaEvans

Verständlich, SerenaEvans, aber "Lieber Leser" ist ja auch nicht die korrekte Form, wendet sich ja an eine Einzelperson, während "Liebe Leser" alle bezeichnet.

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Nightlover70 12.08.2017, 10:24

Dann aber auch bitte noch ein Transgenderampel

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kilometerspritz 13.08.2017, 22:55

Man sollte auch alle Straßenschilder ändern wo ein Fahrrad abgebildet ist. Frauen könnten sich diskriminiert fühlen, denn es ist ein Herrenfahrrad

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Wir könnten es ja machen wie in der finnischen Sprache. Dort gibt es überhaupt kein Genus. Nicht mal "er" und "sie" werden unterschieden (es ist in beiden Fällen "hän").

"opettaja" heißt sowohl "Lehrer" als auch "Lehrerin", und will ich sagen, dass es eine weibliche Person ist, also eine Lehrerin, muss ich schon

"naispuolinen opettaja"

sagen (naispuolinen = weiblich). Nur weiß ich nicht, ob die deutsche Sprache gerne auch auf "er" und "sie" verzichten würde.

Ahzmandius 13.08.2017, 04:15

das Elter

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Ich bin schon ein wenig älter und hab noch recht gut im Kopf, dass bei einer Hochzeit der Nachname des Mannes angenommen werden muss. Jeder Vertrag, der vor Gericht für beide Ehepartner gilt(!), läuft auf den Namen des Mannes. Es wird schon einen Grund haben, warum es "den Genderwahn" gibt ;-) Umsonst wurde das nicht erfunden!

Eudaimonia7 12.08.2017, 10:03

Wobei mit zwei Fälle bekannt sind, bei denen die Männer den Nachnamen der Frau angenommen haben. Ist also keine Verpflichtung mehr. Doppelnamen gibt es ja auch immer häufiger. 

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KaeteK 12.08.2017, 10:08

Gibt nur absurde Gründe.

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AriZona04 12.08.2017, 10:09
@KaeteK

@KaeteK: Erkläre Dich näher! Du findest meine Gründe absurd?

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Reicht für dich auch liebe Leserinnen? Für Viele reicht es eben nicht, weil die Männer sich in der Regel nicht angesprochen fühlen.

Die Frage ist eher, ob es wirklich zu viel verlangt 2 Wörter hinzuzufügen...

Ja, diese Formulierungen bereiten mir immer körperliche Schmerzen.

Deponentiavogel 12.08.2017, 13:44

Liegt daran, dass es grammatikalisch gesehen schwachsinnig ist. Und Grammatikfehler bereiten Muttersprachlern immer Schmerzen. 

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Natürlich ist das unsinnig.

"Liebe Leser" ist für mich vollkommen geschlechtsneutral.

Man muss schon sehr im Genderwahnsinn gefangen sein, um sich hier die Diskriminierung der Frau einzubilden.

HansH41 12.08.2017, 18:13

Ich frage mich immer, was für einen Beruf diese Menschen (m/w) haben, dass sie dafür Zeit und Gehirnleistung übrig haben.

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Ahzmandius 13.08.2017, 04:24

Geil wie manche Menschen denken, die wären das Maß aller Dinge. Ist ja echt klasse.

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ArbeitsFreude 13.08.2017, 15:15
@Ahzmandius

Korrelation hat klar seine Meinung geäußert und als solche bezeichnet.

Von Maß aller Dinge war keine Rede seinerseits!

Ich verstehe Deine unangemessene Ironie in keiner Weise, werte(r) Ahzmandinus

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Zustimmung!

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