Findet ihr, dass religiöse Symbole in staatlichen Institutionen verboten bleiben sollten?

28 Antworten

In staatlichen einrichtungen haben Religiöse symbole in den einrichtungen nichts zu suchen. Das gebietet nach meiner ansicht schlichtweg die trennung von staat und religion. Da beides getrnnt ist kannste nicht in staatlichen einrichtungen symbole einer religion darstellen.

Was auch warscheinlich ganz schnell zu einem aufschrei führen würde wenn anstatt kreuze, umgekehrte kreuze, oder pentagramme oder nordische runen oder echte swatikas (Damit meine ich die die die hindus benutzen und nicht die verunglimpfung die hitler benutzt hat.) an den wänden hängen würden.

Was persönlicher ausdruck der mitarbeiter angeht:

Sehe ich es wie folgt:

  1. Kleiderordnung hat generellen vorrang. Kopftuch oder Kippa geht also nur wenn generell kopfbedeckungen tragen erlaubt ist. Wenn also Peter Eichmaier seine kippa tragen darf. Dann darf auch der Nico hermann sein hut tragen. oder die kaputze seines hoodies hochziehen.
  2. Auch hier kann man das argument anbringen. Das staatliche mitarbeiter in ausübung ihres staatsdienstes religiöse symboliken nicht tragen dürfen.

Privat bzw. in der allgemeinen öffentlichkeit:

Hier auch wieder: Kleiderordnungen die für alle gelten müssen auch von allen eingehalten werden. Religionen darf hier keine ausnahme bekommen.

Die allgemeine öffentlichkeit hat keine kleiderordnung bzw. eigentlich nur die regel das man nicht zu entblößt rumläuft. Ergo sind natürlich hier alle religiösen symboliken auch erlaubt. Auch hier darf man keine sonderregeln für religionen einführen. (z.b. bestimmte religiöse symboliken verbieten etc.)

Selbstverständlich gilt das auch für staatliche mitarbeiter die nicht gerade in ihrer aufgabe als staatsdiener unterwegs sind. (also nicht arbeiten sondern freizeit haben)

Ich bin der absoluten Überzeugung, dass religiöse Symbole weder etwas in staatlichen Institutionen zu suchen haben, noch im Bildungswesen.

Ein Beamter hat numal ein Neutralitätsgebot und damit sind seine Freiheiten eingeschränkt, dafür hat er aber gewisse Privilegien. Er darf zB nicht streiken, muss dafür nicht in die Rentenkasse einzahlen usw. Gewisse Berufe bringen numal Einschränkungen mit sich, so trägt ein Polizist kein Hawaii-Hemd, Flipflops und Bermudashorts, auch wenn das ein Ausdruck seiner Persönlichkeit sein kann, sondern eine Uniform. Gleiches gilt für den Feuerwehrmann, den Soldaten, den Richter und sogar einen nicht Beamten, wie den Bäcker oder Maler und Lackierer.

Es ist also OK bei der Berufsausübung gewisse Rechte einzuschränken, denn im Privaten kann diese Person tun und lassen, was sie will.

Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass eine Person die gläubig ist nicht neutral ist, genauso wie es keine Garantie dafür gibt, dass sie neutral ist, wenn sie die Symbole ablegt und auch ein Atheist muss nicht neutral sein. Hier geht es aber um den Schein. Der Staat muss eine Neutralität vermitteln und darum geht es.

Denn es ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wie soll zB eine Muslima mit Kopftuch jungen Schülern vermitteln, dass eine Frau sich selber gehört, und nicht abhängig ist von den Blicken der Männer, wenn sie auf dem Kopf ein Zeichen trägt, welches für einen rachsüchtigen patriarchalen Gott steht. Wie sollen sich zB Muslime, die sich gegen den Druck anderer Muslime dazu entschieden haben eben kein Kopftuch zu tragen von ihr ernstgenommen fühlen, wenn sie das Zeichen auf dem Kopf trägt von denen, die sie mobben und als unechte Muslime abstempeln? Wie soll ein Polizist glaubwürdig vermitteln, dass er hinter dem Grundgesetzt steht, wenn er ein rechtsradikalen Tatto auf seinem Arm hat?

Es wären alles Personen die Wasser predigen aber Wein trinken und damit ist ihre Glaubwürdigkeit von Anfang an nicht gegeben.

Ja, soll verboten bleiben.

"Religion", das Abfeiern von Phantasiewelten mit Phantasiefiguren ist ein privates Hobby wie jedes Andere auch. In staatlichen Institutionen wie in allen Bereichen der ARBEIT haben private Hobby's nichts zu suchen.

Beamte und Angestellte staatlicher Institutionen welche Freizeitangler sind oder einem Karnevalsverein angehören dürfen im Dienst auch keinen Anglerhut oder eine Narrenkappe tragen um ihr privates Hobby zu feiern, das Gleiche gilt für das private Hobby "Religion". Gleiches Recht für ALLE Hobby's.

Es herrscht "Religions" - Freihet. Niemand wird in unserem Land daran gehindert das Hobby "Religion" in seiner Freizeit bis zum Exzess auszuüben und sich "religiös" zu kostümieren wie es gefällt - in der ARBEIT und erst Recht in staatlichen Institutionen hat KEIN privates Hobby eine Berechtigung, auch "Religion" nicht.

Wer das nicht akzeptiert, wer sein Hobby "Religion" über die Arbeit stellt zeigt damit deutlich das ihm sein Hobby des "Götter" - Abfeierns wichtiger ist als die gebotene staatliche Neutralität ALLEN Freizeitbeschäftigungen gegenüber und sein Hobby wichtiger als ARBEIT.

Ja, sie sollten verboten bleiben. Jeder kann in seinem Privatleben glauben an was er will und rum laufen, wie er will.

In staatlichen Einrichtungen, darunter grade auch Schulen, hat das einfach gar nichts zu suchen.

Zum einen, hat sowas grundsätzlich neutral zu bleiben. Was heute leider oft schon nicht mehr der Fall ist. Zum anderen, entstehen dadurch nur immer wieder Probleme.

Das hat für mich dann auch nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Ich darf auch nicht mit jeder T-shirt Marke zur schule kommen, da fragt mich doch auch keiner. Für mich einfach Gleichberechtigung.

Sind deine Aussagen nicht widersprüchlich? Wie kann es eine Gleichberechtigung sein, wenn religiöse Symbole grundsätzlich verboten sind? Du sagst doch selbst, jeder wie er will. Dir verbietet auch niemand, deine Lieblingsmarke als Shirt zu tragen.

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@Hateyall

Ich meinte Gleichberechtigung im sinne davon, das es in der schule z. b. Regeln gibt. Wenn ich z. b. kein Thorsteiner shirt tragen darf. Warum sollte jemand Religiöses ein Symbol davon tragen dürfen.

Beides sind Sachen, die irgendwo Probleme verursachen können und deshalb verboten sind.

Ob es dabei eine Religion betrifft oder einfach nur das ich diese Marke feier usw., interessiert dabei nicht.

Deshalb sollte man an dem Verbot auch nichts ändern.

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@Charania

Kein religiöser Mensch möchte provozieren. Es ist dein Problem, wenn du dich provoziert fühlst.

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@kapundkappa

Du verstehst den Sinn davon nicht. Es geht einfach darum, das am ende z. b. schon 2 Religionen aufeinander treffen und es zu Problemen kommt. Wenn ich ein Thorsteiner shirt trage, nur weil ich es hübsch finde, darf ich es trotzdem nicht, weil die rechte Ansichten unterstützen und das Probleme auslösen kann.

Beide Fälle haben nichts mit absichtlichem provozieren zu tun. Indirekt können sie aber dafür sorgen.

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@Charania

Es geht darum, dass auch religiöse Menschen in Ausübung ihres Amtes neutral bleiben können. Wenn du ein Shirt tragen willst, dass du hübsch findest, welches aber ein Holocaust Opfer provoziert, bist du nicht mehr neutral, sondern rücksichtslos.

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@kapundkappa

Das Tragen des Shirts hat nichts mit rücksichtslos zu tun. Man kann nichts dafür, wenn man etwas mag, was abgestempelt wurde. Ich liebe Frei Wild, soll ich das jetzt auch nicht mehr tragen, nur weil irgendein idiot, sie mal als Nazis bezeichnet hat und es die Runde gemacht hat, weil viele keine Ahnung haben und es einfach nur glauben?

Ich kann also theoretisch genauso neutral sein, egal was ich trage. Letztendlich sorgen bekannte dinge aber trotzdem für probleme. Und grade da es in schulen usw. immer weniger neutral wird. Ist es einfach besser, dort Verbote zu lassen.

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@Charania

Du willst etwas verbieten lassen, weil dir etwas verboten wird. Das macht keinen Sinn und ist typisch für Nazis.

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@kapundkappa

Du verstehst immer noch nicht den Sinn. Es geht darum, das alles davon Themen sind, die Probleme verursachen können, durch unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Verbote dafür sind richtig, damit man wenigstens in öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, davor geschützt wird.

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NEIN. Das wäre religiöse Diskriminierung. Ich sehe nicht ein, inwieweit es anderen Menschen ein nicht neutrales Bild vermitteln, sie stören oder gar behindern sollte, wenn jemand einfach offen zeigt, welcher Religion er angehört. Wenn eine Person nicht fähig ist, ihre persönlichen Ansichten von ihrer Arbeit zu trennen, ist sie kein Richter oder Lehrer. Ein Symbol wie eine Kette mit Kreuz schadet doch niemandem. Wieso sollte man das verbieten??

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – bin evangelisch, finde großen Trost in der Bibel

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