Findet Ihr, dass Politikerinnen und Politiker ihre Politik ausreichend gut erklären und beschreiben? Und wenn nicht, wie könnten sie es besser machen?

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Die Frage wurde im Rahmen der Aktion „Wahl-Special“ von einem ausgewählten Politiker an die gutefrage-Community gerichtet. Ab Montag, den 13. September 2021, bis Freitag, den 17. September, stellen Spitzenpolitiker und angehende Parlamentarier Fragen an ihre potentiellen Wähler auf gutefrage.

Weitere Informationen zur Aktion findest Du hier: https://www.gutefrage.net/aktionen/wahlspecial/

31 Antworten

Nein und das ist auch nicht zu erwarten.

Auf der einen Seite muss man sich nur die berufliche Zusammensetzung des Bundestages anschauen. Mit Überwiegend Juristen und Wirtschaftspolitikern wird man eher weniger fundierte Informationen zu den vielfältigen Sachthemen bekommen. Dazu müssten auch die zuarbeitenden Ministerien mit Vollprofis besetzt sein und die findet man vermehrt in der freien Wirtschaft.

Andererseits sind Themen wie die Aufklärung des CumEx-Themas i.V.m. dem IFG (Informationsfreiheitsgesetz) schwer erklärbar genauso wie eine politisch und wirtschaftlich sinnvolle Gleichstromleitung von den Off-Shores der Nordsee nach Süddeutschland, die durch lokale grüne Initiativen und Politiker verhindert werden. Solche Politikfelder sind vermutlich für die Mehrzahl der Wähler aufgrund der Komplexität (wirklich?) offenbar nur schwer zu vermitteln.

Man kann aber auch den Eindruck gewinnen, dass dies absichtlich nicht erfolgt. Trauen Sie den Bürgern mehr zu und fordern Sie die Medien auf, dies auch so zu veröffentlichen.

Ich habe in 30 Jahren Politikengagement bis dato nur eine Politikerin erlebt, die bei einer Diskussion mit Bürgern extrem faktenbeschlagen war und dies auch gut transportieren konnte (und das war erstaunlicherweise eine CDU-Politikerin zum Thema Kernkraft und Umwelt).

Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene

Hallo,

ich kann schwer von Deutschland sprechen. In Österreich ist es jedenfalls so, dass zu viel Populismus gemacht wird. Leere Ansagen statt Sachpolitik.

Ich denke, ein klarer Plan wäre immer von Vorteil. Die Bürger müssen auch erreicht werden, vor allem jüngere Menschen.

Das geht eben nur auf sozialen Medien. Viele Parteien sind dort nicht wirklich präsent, vor allem die "Weiter so"-Partei CDU. Es ist wichtig, dass Sachpolitik aktiv im Netz betrieben wird, und zwar nicht nur in Wahlkampfzeiten.

Einige Politiker wirken mir etwas zu künstlich und "durchgecoacht", also nicht mehr menschlich wirkend, sondern eher wie eine Maschine. Ich würde mir wünschen, dass nicht jedes "ähh" unterbunden wird, sondern dass man so spricht wie mit anderen Menschen. Ein positives Beispiel dafür ist Werner Kogler, das macht ihn wirklich sympathisch und nahbar.

LG

Woher ich das weiß:Hobby – Habe mich viel mit Corona befasst und bin vollimmunisiert
Von Experte stormy bestätigt

Abgesehen von deiner Genderschreibweise finde ich die Frage gut und dennoch fast ein wenig naiv. Weil sie impliziert, dass die Politiker ihre Entscheidungen nur nicht richtig erklären würden, aber natürlich vollkommen richtig sind. Dann wäre Opposition dagegen keine inhaltliche Entgegnung sondern schlicht Unwissen.

Frei nach dem Motto: "Die Leute sind über die Entscheidung X wütend und aufgebracht. Wir müssen sie ihnen nur noch besser erklären. "

Ich denke, die Wähler sind klug genug durchaus eigene Gedanken zu entwickeln. Wir brauchen keine Erklärbären auf der Regierungsbank sondern Menschen, die andere Meinungen ernst nehmen, sich selbst nicht zu wichtig nehmen um falsche Entscheidungen auch zu reflektieren.

Wir brauchen auch keine Politiker, die uns sagen, wie wir zu leben und zu denken haben. Keine die Haltung einfordern um missliebige Meinungen nicht hören zu müssen.

Wenn ich die Reaktionen z.B. von Hofreiter aber auch von vielen anderen im Bundestag bei Reden sehe, dann muss ich mich manchmal schämen.

Man soll ja streiten, auch mit der AfD oder den Linken, mit allen. Aber das was da abläuft ist mitunter nur schwer zu ertragen. Das könnte mir mal jemand erklären.

Aber tatsächlich inhaltliche Auseinandersetzung mit Pro et Contra vermisse ich sehr, in der Politik, in den Medien, in der Gesellschaft. Einander zuhören und darauf antworten, was der andere gesagt hat und nicht, was man der Person unterstellt.

Ich habe das Gefühl, es soll auf Biegen und Brechen die eigene Ideologie oder netter ausgedrückt, die eigene Haltung durchgedrückt werden. Bei Widerspruch kommt dann schon: wir müssen es nur besser erklären. Das ist nicht der Weg, den wir gehen sollten.

Politiker sollen mir nichts erklären, sondern machen, wofür ich die Partei wählte !

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@stormy

MIR sollen sie schon erklären, was sie warum tun.

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Gibt leider genug Menschen die die Partei wählen, die die schönsten Wahlplakate macht und ihre Leute am besten in Szene setzen. Oder die sich eine Show ansehen in denen Promis diskutieren und sich darüber ihre Meinung bilden. Ein Erklärbär würde für viele dieser Menschen durchaus nützlich sein. Jemand, der die Dinge vielleicht auch etwas unterhaltsam rüberbringt. Ist sicher nur ein (kleiner) Teil der Bevölkerung, aber du kennst bestimmt auch so jemanden.

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Zunächst einmal wäre es wünschenswert, wenn Politiker selbst verstünden, was sie sagen und vertreten.

Da habe ich bei den Grünen und explizit bei Frau Baerbock so meine Zweifel.

Wer in einer vorbereiteten Bundestagsrede die "soziale Marktwirtschaft" der SPD andichtet und sie in die 60er verschiebt, wer behauptet, Strom würde im Netz gespeichert und das sei komplett durchgerechnet, wer nicht weiß, wieviel eine "Gigatonne" ist, der sollte sich selbst erst einmal auf einen akzeptablen Wissensstand bringen, bevor er irgendjemandem etwas zu erklären versucht.

Definitiv nicht!

So ist die aktuelle Forderung von Frau Baerbock einer "Kindergrundsicherung" obsolet!

Es gibt (Bayern): Kindergeld, Krippengeld, Elterngeld, Familiengeld, Kinderzuschlag, Kinderwohngeld... dazu das Recht auf einen Kindergartenplatz. Ich arbeite selber im Kinderzuschlag... wer einen Antrag stellt, hat die Kinderabsicherung, die Frau baerbock "einführen" will!

Eine Kanzlerkandidatin sollte besser informiert sein, bevor sie mit solchen Schlagworten Wahlkampf macht!

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