Findet ihr, dass ein schlechtes Gewissen die Schuld vergeben kann?

6 Antworten

Nein, ich denke nicht. Zumindest kann das so pauschal nicht gesagt werden.

Das schlechte Gewissen ist in erster Linie der Indikator dafür, dass du womöglich etwas falsch gemacht hast. Ob du dies nun annimmst oder niederdrückst, ist etwas, was du mit dir selbst ausmachen musst. Es kann dir also dazu verhelfen, Reue zu empfinden und deine Tat einzugestehen. Folgend sollte die Motivation der Wiedergutmachung aufkommen.

Inwiefern du selbst für eine Tat aber bereust, ist objektiv schwer abschätzbar. Daher sollte eine dritte Instanz darüber entscheiden, wie die Schuld abgegolten werden kann. Wenn man der Meinung ist, dass dein schlechtes Gewissen bereits genügend Strafe ist, dann ist es legitim.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass objektiv verordnete Strafe dazu hinführen soll, dass du das tust, was dir dein schlechtes Gewissen eigentlich ebenso verordnen sollte: Die Anerkennung des geleisteten Unrechts, die Reue und der Versuch der Wiedergutmachung.

Die Schuld als solche bleibt im Übrigen für immer bestehen. So wie ein Schriftsteller immer der Autor seines Buches bleiben wird oder der Bauarbeiter der Errichter eines bestimmten Straßenabschnitts, so wirst auch du immer der Urheber für deine Tat bleiben. Letzten Endes geht es nur darum, die Schuld (symbolisch) auszugleichen / abzusühnen.

nope. indem man etwas wiedergut macht, kann man sich vergebung verdienen.

ein schlechtes gewissen alleine machts ja nicht besser. und der geschädigte hat ja nix von

Nein, ein schlechtes Gewissen vergibt keine Schuld. 

Die Schuld kann nur mit Strafe ausgeglichen werden.

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