Findet ihr, dass Deutsche zu viel mit der Geschichte des Dritten Reiches und dem Nationalsozialismus konfrontiert werden?

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Das Ergebnis besteht aus 5 Abstimmungen

Nein, es müsste mehr sein. 40%
Es wird im richtigen Maß vermittelt. 40%
Ja, das Thema wird zu oft in der Schule und den Medien behandelt. 20%

8 Antworten

Es wird im richtigen Maß vermittelt.

Es ist wichtig, dass es oft und ausführlich behandelt wird, damit so etwas hoffentlich nicht mehr passiert. Auch wenn der momentan Rechtsruck natürlich besorgniserregend ist.

In der Schule wird man natürlich sehr oft damit konfrontiert, aber ich hatte nicht den Eindruck, das andere Themen zu kurz kamen. Der Nationalsozialismus ist nunmal aktueller und für uns heute wichtiger als die Goldene Bulle, obwohl die natürlich auch wichtig ist.

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Nein, es müsste mehr sein.

Ich habe den Eindruck, dass die ganze Aufarbeitung des Dritten Reiches nur im Westen passiert ist.

Und ausgerechnet in dem Bundesland, in dem die wenigsten Ausländer leben, entsteht dann so etwas wie Pegida!

Und auf Grund der nicht hinreichenden Aufarbeitung dieser Zeit passieren eben im Osten häufiger Verbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund, zum Beispiel brennende Alsybewerberheime, ("CLAUSNITZ": dass sich da das rechte Pack nicht schämt!)

Im Hinblick darauf, musste man noch viel mehr erfahren, natürlich ohne Schuldzuweisungen.

Ich hab mal bei einem ganz großen Betrieb gearbeitet. Und da war ein Angestellter, der der Großneffe eines der Schlimmsten des Naziregimes war. Er war ein recht sympatischer Mensch und kann überhaupt nichts dazu, was sein Großonkel verbrochen hatte. Es war gut, dass ich erst nicht wusste, wie er hieß. Dann hätte ich dem wohl nicht so unvoreingenommen entgegentreten können.

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Ich persönlich finde es sehr gut, dass das Thema noch stark behandelt wird. Diese Problematik ist ja noch recht aktuell und sollte meiner Meinung nach nicht vernachlässigt werden.

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Es wird im richtigen Maß vermittelt.

Er ist sehr wichtig, darüber informiert zu sein. Gerade als Deutscher sollte man die Geschichte seines Landes kennen und aufgeklärt darüber sein, um es mit der nötigen Distanz betrachten zu können. Die NS-ZEIT war entscheidend für die Weltgeschichte und sollte deshalb nicht vernachlässigt werden.

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Ich habe die Zeit erlebt. Habe als junger Mensch den Parolen geglaubt und habe dafür mit 5 meiner besten Jahre als Soldat und Kriegsgefangener bezahlt und weine dem Nationalsozialismus keine Träne nach.

Trotzdem finde ich den Umgang mit der Zeit übertrieben. Unsere Vergangenheit besteht nicht nur aus den unseligen 12 Jahren. In keinem anderen Land steht die Zeit noch heute so im Vordergrund, obwohl es dort auch Menschen gab, die sich freiwillig zur SS gemeldet und in KZs Dienst geleistet haben. Auch aus anderen Ländern sind mit Hilfe der dortigen Bevölkerung Menschen in KZs gebracht worden. Wird dort die Vergangenheit so behandelt wie in Deutschland?

Es wäre gut, wenn man die Zeit so behandeln würde, wie andere Zeiten der Deutschen Geschichte, ohne die Gräueltaten schön zu reden. 

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Nein, es müsste mehr sein.

Das was da passiert ist darf NIE in Vergessenheit geraten.

Das heißt ja nicht das man ewig dafür büßen muss.

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Kommentar von tanztrainer1
23.05.2016, 12:40

So sehe ich das auch: Ohne Schuldzuweisungen.

Übrigens: Ich hab in meiner Verwandtschaft einige, die in Dachau waren, es aber überlebten!

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Man soll aus Fehlern der Vergangenheit lernen. Wenn das nicht so wäre, könnte es langsam in "Vergessenheit" geraten und wieder passieren.

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Ja, das Thema wird zu oft in der Schule und den Medien behandelt.

Klar, sobald man etwas an unserer Regierung und deren Flüchtlingspolitik aussetzt ist man laut Medien ein Nazi. Sobald ein Schüler ein Problem mit einem Schüler mit migrationshintergrund hat, ist immer Verdacht auf Rassimuss. Für einen Großenteil der Menschheit sind wir dennoch Nazis obwohl der größte Teil von uns weder an den Genozid beteiligt war, noch irgendein Einfluss auf die Poltik von damals hatte.

Als deutscher ist man immer ein Verdachts-Nazi, und in vielen anrainer Ländern wird man als Tourist ebenfalls daran erinnert.

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Kommentar von MaxNoir
22.05.2016, 22:45

Kann ich so nicht bestätigen. Ich war letztes Jahr auf einer Europatour. 3 Wochen, 9 Länder. In keinem einzigen Land wurde ich wegen meiner Deutschen Herkunft angefeindet. (Und man hat es erkannt, weil ich schon überall mit meinem Auto hingefahren bin und natürlich ein Deutsches Kennzeichen habe.)

Ich habe die KZs in Polen besucht und dort auch Fragen auf Deutsch gestellt. Keiner hat gesagt "Oh guck mal, da ist einer von denen."

Als ich in der Slowakei über eine rote Ampel gefahren bin, habe ich mich sogar so gut mit dem Polizisten unterhalten können, dass er mich mit einer Verwarnung davon kommen ließ.

Auch deine Vermutung, dass direkt immer ein rassistischer Hintergrund bei Konflikten zwischen Deutschen und Migraten bzw. Deutschen mit Migrationshintergrund vermutet wird, kann ich aus meiner Schulzeit nicht bestätigen, zumindest nicht so, dass man daraus einen allgemeinen Grundsatz machen kann.

Ich denke aber, dass wichtige ist, dass wir HEUTE den Einfluss auf die Politik haben und daran interessiert sein sollten sowas wie damals nie wieder passieren zu lassen. Insbesondere jetzt wo so viele Flüchtlinge bzw. Migranten nach Deutschland kommen.

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Kommentar von mrbounzar
22.05.2016, 22:50

Ich erinner mich immer ungern so manchen Urlaub zurück. Ich denke das das schon auch regional bedingt ist. Nur leider muss ich aus meiner Erfahrung sagen das ich oft mit den damaligen Ereignissen in Verbindung gebracht werde bzw erinntert werde das meine Vorfahren daran beteiligt waren :(

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Kommentar von tanztrainer1
23.05.2016, 12:37

Das kann ich jetzt gar nicht so bestätigen. Wir trafen mal bei einem Campingurlaub in Griechenland auf einen Israeli und haben uns auf Anhieb mit dem gut verstanden. Er glaubte erst, dass wir Griechen seien, gut, wir haben auch griechische Verwandtschaft.

Und auch mit Norwegern und Niederländern hatte ich auch noch nie Probleme.

Nur einziges Mal bis ich mal angepöbelt worden, aber das waren zwei Frauen, die selbst Deutsche waren. Ich hab da echt nicht  verstanden, was die beiden überhaupt wollten.

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