Findet ihr, das Englische Konzept des sogenannten "Stammhirntodes" ist vertretbar oder absolut barbarisch ?

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Das Ergebnis besteht aus 7 Abstimmungen

Nein, das ganze ist ganz und gar nicht vertretbar, das ist Mord 57%
Jein, es wäre nur dann ok, wenn der Betroffene vorher explizit zugestimmt hat 28%
Ja, man kann es machen, muss aber respektieren wenn der Patient das vorher klar abgeleht hat 14%
Ja, das geht klar und wenn sich alle anderen einig sind, dann auch gegen den Willen des Patienten 0%
Nein, das ganze ist zu fragwürdig, man sollte es lieber lassen. 0%

6 Antworten

Jein, es wäre nur dann ok, wenn der Betroffene vorher explizit zugestimmt hat

Ich selber habe in meinen Organspendeausweis geschrieben, daß ich den richtigen Hirntod haben will und dies durch eine angiologische Röntgenuntersuchung nachgewiesen sein muß. Natürlich versteh ich, daß man beim Tod der ersten Hirnregionen auch schon an die Organspende denkt. Der Patient ist ja dann auch schon auf dem Weg zum Hirntod nach unserer Definition. Das ist unabwenderbar und aus rein logischer Sicht, kanner somit auch nicht mehr länger etwas mit seinen Organen anfangen.  Daher kann ich verstehen, wenn man auch da schon eine Organspende in Betracht zieht und durchführt. Natürlich muß der Patient damit einverstanden sein. Ich selber bin aus dem Grunde nicht damit einverstanden, weil ich das Risiko, daß man fälschlicher Weise für Tod  aufgrund einer reduzierten Hirntätigkeit erklärt wird, zu groß ist.

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Kommentar von TheTrollman
20.02.2016, 03:12

Eine sehr gute und differenzierte Antwort.

TOP :)

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Jein, es wäre nur dann ok, wenn der Betroffene vorher explizit zugestimmt hat

Da beim selektiven Ausfall des Stammhirns das Bewusstsein wie beschrieben noch intakt sein kann und diesen entweder durch Explantation oder durch Abschaltung der Maschienen getötet wird, ist das Vorgehen der Engländer definitiv unmoralisch.

Meiner Meinung nach sollte es wenn eine Möglichkeit geben, wo man für sich selbst definieren kann, dass wenn die und die unheilbare Schwerstbehinderrung auftritt, man sterben gelassen oder auch Organspender wird, je nachdem wie man es wünscht.

Mal davon ab, auch eine komplett Hirntote Person ist nicht tot (Stichwort, Merkmale des Lebendigen), wobei es Ethisch gesehen aus meiner Sicht nicht schlimm wäre einen lebenden Körper ohne Bewusstsein zu Explantieren und dabei zu töten, wenn diese Person vorher gewusst hat, was dies Bedeutet und dem zugestimmt hat.

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Ja, man kann es machen, muss aber respektieren wenn der Patient das vorher klar abgeleht hat

Prinzipiell habe ich mit dem Verfahren kein Problem. Bei einem deratigen Ausfall des Stammhirns ist ein auch nur annähernd menschenwürdiges Leben nicht mehr möglich. Ohne die Signale der formatio reticularis und des Thalamus ist dieser Mensch auch nicht bei Bewusstein. Es ist ein dahinvegetieren, was ich persönlich niemals wollen würde.

Sollte ein Patient dies wünschen und dies auch erklärt haben, dann muss man diesen Wunsch natürlich respektieren. Wenn keine ausdrückliche Anweisung von Seiten des Patienten vorliegt, liegt die Entscheidung wieder bei den Angehörigen.

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Kommentar von TheTrollman
20.02.2016, 18:38

Der Thalamus gehört zum Mittelhirn und nicht zum Stammhirn.

Und auch ohne Thalamus kann man wach sein, es gibt viele Patienten mit schweren Schädigungen des selbigen und diese sind noch im Durchschnitt etwa 2 Stunden am Tag wach und können mit der richtigen Amphetaminbehandlung einen ganz normalen Tag Nacht Rhythmus haben.

Aber solange jedem Patienten die Chance gegeben wird, sich dazu zu äußern (z.b. Infobrief der Krankenkasse zum 16.) und Patienten die diese Chance nie hatten, z.b. weil sie noch Kinder und jüngere Jugendliche sind, oder weil sie verunfallt sind bevor sie den Brief bekommen haben (Postfehler) oder die Eltern den Brief zurückgehalten haben, von dieser Prozedur ausgenommen sind, dann wäre das noch gerade ethisch vertretbar.

 

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Kommentar von ManuTheMaiar
07.08.2016, 21:30

Deine Antwort ist grausam und gemein, du willst also Menschen schon wie Weihnachtsgänse ausnehmen lassen wenn gerade mal das Stammhirn kaputt ist und das Bewusstsein zwar eingeschlossen aber da ist ?

Dir ist schon klar das das Bewusstsein stirbt wenn man das Herz anhält und rausschneidet und dir ist auch klar das man sowas Mord oder Eutanasie nennt

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Nein, das ganze ist ganz und gar nicht vertretbar, das ist Mord

Die einzig sicheren Todesanzeichen , für den Tod eines Menschen sind Leichenstarre , Leichenflecke und Verwesung... !

Sind diese Anzeichen nicht gegeben , kann man nur von einem Sterbeprozess ausgehen, indem sich der Patient befindet oder dieser im Umkehrschluss  durch Weiterbehandlung genensen kann...

Organe können nur von Menschen ohne die sicheren T-Anzeichen entnommen werden (Siehe Oben) , da sie sonst eben tot und nicht mehr zu gebrauchen wären...Daher entstand als Lösungsfunktion die Lüge vom "Hirntod",  um ungestraft zu morden , für ein Milliarden Geschäft das buchstäblich ,...über NICHT-Leichen , sondern fühlende Menschen /Patienten , ( wie Schlachtvieh ) geht  ...!

Es gibt eine Hölle ,eine von vielen  und die heisst Organhandel...

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Nein, das ganze ist ganz und gar nicht vertretbar, das ist Mord

Solange ein Mensch nicht wirklich verstorben ist mit all den klassischen Todeszeichen wie Leichenstarre, Leichenflecken, Zersetzung des Gewebes, lebt er. Durch die EXplantation wird der Mensch aktiv getötet, und das ist Mord.

Zum Thema "Hirntod" empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Auch empfehle ich Dir das Interview mit Professor Alexandra Manzei

Interview Professor Manzei

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Kommentar von TheTrollman
21.02.2016, 03:51

Und wenn man dazu noch bedenkt, dass bei diesen Patienten in England das Bewustsein noch erwiesen intakt ist, dann wird es richtig verwerflich

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Nein, das ganze ist ganz und gar nicht vertretbar, das ist Mord

Wenn das Großhirn noch heile ist, dann ist auch ein Bewusstsein da, dieses wird bei der Spende ausgelöscht.

Ganz klar Mord

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