Findet Ihr auch, dass Karikaturen gegen Religionen verboten sein sollten?

16 Antworten

Nein. ... Was willst du als naechstes abschaffen ? Sendungen wie "Die Anstalt" oder Prunkwagen bei Faschingsumzuegen oder Symbole wie das Kreuz, Sichel, Halbmond etc. oder die Farbe Rot (steht manchmal fuer Kommunismus), Braun (steht manchmal fuer "... Achtung Zensur"). Religionen sind manchmal nur ein Vorwand um vom Terrorismus abzulenken. Terroristen nehmen sich die Freiheit Andere umzubringen, im Gegenzug verlangen sie dann ueber die "Religionsfreiheit" den in Worten, Bildern, Symbolen entstehenden Widerstand sogar noch zu unterbinden.

Die Meinung- und Kunstfreiheit hört da auf, wo die Freiheit des Anderen aufhört.

Ich sehe nicht, dass durch die kritische Auseinandersetzung mit den Ansichten anderer Menschen mit dem Mittel der Karikatur deren Freiheiten eingeschränkt werden.
Eine Karikatur über Mohammed hindert keinen Moslem daran weiter an Allah zu glauben.

Und wenn war es damit eh nicht weit her ;-).

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Nein, ich finde es sollte überall immer auch zur Meinungsfreiheit und zur Religionsfreiheit gehören, sich auch über Religionen lustig machen zu dürfen!

und Beleidigungen

Man kann Religionen nicht beleidigen, das sind nämlich keine Personen! Also Unfug, was du hier schreibst.

Karikaturen gegen Religionen zielen dazu, um bestimmte religiöse Gruppen zu diffamieren.

Oder sich über den Glauben lustig zu machen - was völlig legitim sein sollte - und wer das nicht abkann, sollte an sich arbeiten. (ich finde übrigens diese Karikaturen meistens auch nicht schön und völlig überflüssig)

 damals die Beleidigungen der Taz-Journalisten gegenüber der Polizei als Meinungsfreiheit abgetan hat

Was im Gegensatz zu Karikaturen gegen eine längst verstorbene Personen oder erfundene Personen, tatsächlich eine Beleidigung einer Gruppe Personen war, die es gibt, und die auch wichtige Arbeit tun.

Aber ich finde, dass solche Karikaturen nicht nur Meinungen sind, sondern auch Beleidigungen.

Wie gesagt: Man kann Religionen nicht beleidigen, und wenn sich religiöse Leute durch sowas beleidigt fühlen - sollten die an ihrer eigenen Unsicherheit arbeiten und nicht die anderen deswegen in Mitleidenschaft ziehen!

 Die Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des Anderen anfängt.

Die religiösen haben die Freiheit an Bücher zu glauben, in denen ich nicht nur beleidigt werde (und zwar wirklich), sondern auch noch massiv bedroht - aber über Karikaturen, die sich lustig machen, regen die sich auf?

Was ist wohl schlimmer? Ein Bild das einen Glauben veralbert, oder ein Buch das zum Mord an Menschen aufruft? ....

Also wenn wir eines davon verbieten, wogegen ich absolut bin, dann doch wohl das schlimmere von beidem!

Deine Argumentation hat jede Menge Schwächen, auch wenn sie auf Anhieb berechtigt erscheinen mag. Diese Schwächen machen sie letztlich hinfällig.

Die Meinung- und Kunstfreiheit hört da auf, wo die Freiheit des Anderen aufhört.

Wenn Allah, Gott oder Mohammed karrikiert werden, wird deren Freiheit in keinster Weise eingeschränkt. Irgendeine Freiheit der Religionsausübung von einem Gläubigen wird dadurch auch nicht eingeschränkt. Keine Karrikatur oder Polemik hinert ihn daran, weiter zu glauben.

Karikaturen sind reine Polemik

Na und? Polemik ist nicht verboten. Wäre sie verboten, müssten diemeisten der Beiträge hier im Forum, auch die von Gläubigen, verboten werden.

unsachliche Kritik

Darüber kann man trefflich streiten und im Falle der Mohammedkarrikaturen ist die darin enthaltene Kritik nicht einmal unsachlich, denn seine Anhänger werfen nun mal gerne mit Bomben um sich oder töten Andersgläubige. Das ist eine nicht zu leugnende Tatsache.

Beleidigungen

Beleidigt werden können nur konkrete und lebende Menschen. Dazu müssen sie von der Beleidigung Kenntnis erhalten und sie müssen sich dadurch in ihrem Ehrgefühl verletzt sehen. Allah kann nicht beleidigt werden, denn er ist eine Fantasiegestalt und keine konkrete Person. Mohammed kann auch nicht beleidigt werden, denn der ist schon längst tot undd kriegt davon gar nichts mehr mit.

Karikaturen gegen Religionen zielen dazu, um bestimmte religiöse Gruppen zu diffamieren.

Da widersprichst du dir selber. Zuerst redest du von religionen, und die können sehr wohl diffamiert werden, oft sogar zu Recht, wenn man ihre blutige und gewalttätigen Auswirkungen in Vergangenheit und Gegenwart betrachtet. Damit ist nicht automatisch die Diffamierung von Gläubigen verbunden, die in der Tat nicht erlaubt wäre.

Durch Angriffe auf die Religion könnten höchstens religiöse Gefühle verletzt werden und das werden sie wohl auch. Aber damit müssen Gläubige zu leben lernen. Ich muss ja auch damit leben, dass die Behauptung, es gäbe einen Gott, meine Gefühle als vernünftig denkender Mensch ebenfalls aufs höchste verletzt und beleidigt.

Desweiteren sollen die Gläubigen mal nicht so sensibel reagieren, sind sie doch selber jahrhundertlang nicht mit Karrikaturen, Polemik oder Worten gegen Andersgläubige und Atheisten vorgegangen, sondern mit Folter, Unterdrückung und Mord..und tun das auch heute noch.

Die Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des Anderen anfängt.

Nochmal, dann noch eine weitere Bemerkung hierzu: Auffallend ist ja, dass nicht selten von Strenggläubigen auf ihre Religionsfreiheit verwiesen wird, damit aber nur gemeint ist, dass ihre eigene Freiheit insofern geschützt ist, dass sie ihre Regeln allen anderen überstülpen können. Von der Freiheit der anderen ist dann plötzlich überhaupt nicht mehr die Rede. Freiheit ist es, dass Gläubige die Regeln ihrer Religion im Rahmen der geltenden Gesetze befolgen dürfen und auf Karrikaturen oder Abbildungen von Mohammed oder Allah verzichten. Freiheit ist es aber nicht, von Andersgläubigen und Atheisten zu verlangen, sich diesen Regeln ebenfalls zu unterwerfen zu müssen.

die können sehr wohl diffamiert werden, oft sogar zu Recht

In diesem Punkt muss ich dir widersprechen: Wenn es zu Recht passiert kann es keine Diffamierung sein ;-).

Ansonsten stimme ich dir komplett zu.

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Ich finde natürlich das es Kunstfreiheit/Meinungsfreiheit geben sollte aber wenn das gesagte/gemalte eine Person bewusst angreift dann bin ich dagegen.

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