Findet ihr auch, dass Diagnosen wie ADHS oder Asperger viel zu schnell diagnostiziert werden?

Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Ja! 57%
Nein! 23%
Ich sag mal so... 20%

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja!

Das ist schon fast ein Trend geworden... Jedes Kind, was etwas aufgeweckter ist, hat sofort ADHS.

Hast du einen Beleg (Quelle) für deine Behauptung?
Zudem steht in der Frage nicht, von welcher Altersgruppe hier die Rede ist.

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@kiniro

Ich habe keine Quelle und das ist auch keine Behauptung, sondern eigene Erfahrungen von mir... Meine Mutter ist Sozialpädagogin und in einem Kindergarten tätig, wo man eher häufig mit Kindern zu tun hat. Und übrigens steht unter der Frage “Vor allem schon bei kleinen Kindern” und darauf habe ich mich bezogen.

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@Capisbratina

Sozialpädagogin - alles klar.
Die eigene Mutter ist natürlich die beste Quelle ... nicht unbedingt.

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@kiniro

Was hat auch meine Mutter damit zu tun? Ich meine einfach, dass meine Mutter täglich mit Kindern zusammen arbeitet und es schon oft vorgekommen ist, dass bei den Kindern oft ADS/ADHS festgestellt wurde und es Jahre später gar nicht mehr festgestellt wurde. Bitte mit dem Hirn denken und nicht mit der rosanen Wolle...

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Nein!
Ausserdem ist es erwiesen, dass diese Krankheiten/Störungen in den letzten 20 Jahren viel öfters diagnostiziert wurden als bisher.

Nicht in den letzten 20 Jahren sondern in den letzten 5 Jahren ist das so, da erst 2015 die Erwachsenendiagnostik mehr in den Fokus rückte.

Für mich ist das blanker Unsinn zu behaupten solche Diagnosen würden unbedacht ausgegeben werden. Zudem muss man differenzieren ob eine solche Diagnose ein Pädagoge zu erkennen meint, ein Freund, ein Elternteil, man selbst, ob es ein Psychotherapeut vergibt oder Facharzt mit Schwerpunkt, ein Gutachter der ein neuropsychologisches- oder neuropsychiatrisches Gutachten erstellt, eine Autismusambulanz in denen dementsprechende Testungen durchgeführt werden. Nur weil AS in aller Munde ist, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass die Diagnose sorglos und leichtfertig an jeden ausgegeben wird.

Stellt man Anträge auf Sozialleistungen, Behindertenausweis, Betreuungen, Schul-, Studien- oder Arbeitsbegleitungen braucht es ohnehin eine fachärztliche Diagnose.

Ich weiß nicht woher dieses einfältige Denken kommt, "was man "früher" nicht festgestellt hat, gab es nicht". Die Forschung ist nunmal nicht seit Beginn der Menschheit auf dem immer gleichen Stand. Es ist anzunehmen, dass sich die Lehre weiterentwickelt.

Vor allem schon bei kleinen Kindern...

Gerade bei kleinen Kindern ist es auffällig. Bei jeder Diagnostik (zumindest vernünftigen Diagnostik) sind gerade die ersten 5 Lebensjahre interessant. Aus dem Grund werden auch immer, sofern es möglich ist, Elterngespräche geführt, Gespräche mit dem Kindergarten, die ersten Schulzeugnisse werden herangezogen...

Ich sag mal so...

Es kommt stark darauf an, wer die Diagnose stellt bzw was als Diagnose angesehen wird.

Wenn ein Lehrer oder Erzieher behauptet ein Kind hätte ADHS ist es Bullshit und keine Diagnose. Man sollte diese Aussage ggf überprüfen lassen, aber nicht als Diagnose ansehen. Denn das ist es nicht.

Wenn ein Kinderarzt adhs diagnostiziert, sollte man hinterfragen, was der Kinderarzt für Fachwissen hat. In der Regel sollte diese Diagnose wenigstens hinterfragt werden.

Wenn ein Psychiater oder Psychotherapeut bzw Psychologe adhs diagnostiziert ist es sehr ernstzunehmen, solange eine Diagnostik stattfand (u.a. Ein Iq-Test gemacht wurde und Fragebögen von Eltern, Lehrern und dem Kind selbst ausgefüllt wurde). Nach einer Diagnose nach einer einzigen Stunde, sollte diese auch überprüft werden. Also eine zweit Meinung eingeholt werden.

Bei Asperger gilt im Grunde genommen das selbe, nur dass auch bei Psychiatern usw geprüft werden sollte, ob diese auf Autismus spezialisiert ist.

Außerdem kann man eine Diagnose in Autismus-Therapie-Zentren erhalten.

Ja!

Ich sage mal so. Es geht ums Geld. Ganz einfach. Kinder von reichen Eltern haben selten so eine Diagnose offiziell, weil die Eltern nicht auf staatliche Hilfe und das Geld von Hilfsorganisationen angewiesen sind. Arme und mittelständische Eltern dagegen brauchen das Geld. ;)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durch meine Erlebnisse usw.

Du hast zwar schon deinen Stern vergeben, trotzdem mein Senf dazu:

In deiner Frage fehlen folgende Punkte: Alter der Kinder und wer die Diagnose erstellt hat - waren es Psychologen? Psychotherapeuten? "einfache" Psychiater? oder Psychiater, die extra das Studienfach (?) Autismus belegt hatten?

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass all die jenigen, die mit ja gestimmt haben, nicht wirklich Ahnung von der Thematik haben.

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