Findet ihr auch, dass die FDP eine Wirtschaft- und Kozernpartei ist?

Das Ergebnis basiert auf 16 Abstimmungen

Ja 75%
Nein 25%

6 Antworten

Ja

Theoretisch nein, praktisch aber schon. MMn missbraucht die FDP den Freiheitsbegriff um ihren persönlichen Egoismus zu rechtfertigen. Darum verängt die selbsternannte Freiheitspartei ihren Freiheitsbegriff auch auf die sogenannte negative Freiheit. Und auch diese nur gegen den Staat gerichtet. Insbesondere das Recht auf Eigentum hat einen hohen Stellenwert bei der FDP. Die anderen Grundrechte sind nicht annähernd so wichtig. Ausnahmen gibt es wenige (wie Leutheusser-Schnarrenberger).

Die FDP könnte so eine wichtige Rolle erfüllen. Aber sie beschränkt sich auf die wirtschafltiche Freiheit.

Nein

Ich finde den Vorwurf eher stumpf- es ist manchmal nicht zu unterscheiden ob eine Partei aus Prinzip liberal ist oder "pro Wirtschaft". Es gibt mit Sicherheit viele lieberale in der FDP, die nicht bloß auf irgendeinen Vorteil aus sind oder ihre wirtschaftlichen Interessen vertreten haben wollen.

Wenige. Und das kannst du mir gerne glauben. Ich war 4 Jahre lang Mitglied bei denen, bis Anfang dieses Jahres. Leute wie Gerhart Baum oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sind die Ausnahme, nicht die Regel. Und sie stehen innerhalb der Partei eher am Rand. Die meisten in der FDP - so zumindest meine Erfahrung - wollen ihre persönlichen Privilegien schützen.

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@Aequitas49

dafür müsste man aber die Motive von Leuten ihnen nachweisen können- ich kann genau darum dieses Argument nicht leiden. Ich bin FDP-nah und habe dadurch nichts zu gewinnen- trotzdem wird mir relativ regelmäßig der Vorwurf gemacht, ich sei entweder dumm, eine Art Verräter oder, sofern die Leute mich nicht kennen- bestimmt reich oder Unternehmer. Das Argument zieht so oder so, ob es stimmt oder nicht, und es ist die absolute Standardreaktion wenn man liberale Sympathien zeigt.

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@Grobbeldopp

Ich kenne die Vorwürfe und habe mich und die FDP lange dagegen verteidigt. Das Problem ist, dass die FDP immer wieder Dinge bringt, die genau das bestätigen. Das Argument ist aber tatsächlich kein gutes. Da hast du schon recht.

Ich möchte dir aber nur mal von dem Moment erzählen, als ich endgültig entschieden habe, die Partei zu verlassen. Ich hatte auf dem Landesparteitag in BW eine Diskussion über das Speichern von Bankkartendaten von Unternehmen (Aldi, Amazon, Saturn usw.). Ich war der Meinung, dass man es den Unternehmen verbieten sollte, Kundenprofile anzulegen. Aber der Konsens der anderen Diskussionteilnehmer war, nein, es ist wirtschaftlich sinnvoll diese Daten zu speichern (Was stimmen mag) und außerdem hätte ja jeder die Freiheit, bar zu zahlen. Das kann man Liberal nennen, entspricht aber nicht meinem Freiheitsbegriff. Ich möchte gerne in einem Land leben, in dem ich mit Karte zahlen kann, ohne dass ein Profil von mir erstellt wird. Das ist für mich die Freiheit auf die es ankommt. In die andere Diskussion funktioniert das ganze dann aber nicht: Wenn es darum geht, ob man die Kapitalertragssteuer oder Einkommenssteuer für Reiche erhöht, gilt das Argument >>Sie werden ja nicht gezwungen in einem Job zu arbeiten, in dem sie über eine Million pro Jahr verdienen und auch nicht, in Deutschland zu leben<< nämlich nicht. Ich möchte das hier im einzelnen garnicht bewerten und wenn dir diese Haltungen richtig vorkommen, dann ist die FDP die richtige Partei für dich. Ich möchte aber festhalten, dass nicht jeder, der sich liberal nennt, in der FDP eine Heimat finden wird. Die FDP bildet einfach nur einen Teil des Spektrums ab.

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Ja

Neoliberale scharen sich um Christian Lindner, den Dampfplauderer, der meint, man könnte niemals während der Arbeitszeit streiken.

Eine gute Wirtschafts Partei. Aber bzgl. Innenpolitik eine ähnliche Katastrophe wie Groko & Co

Nein

Eine Wirtschaftspartei aber keine Konzernpartei! Was soll das überhaupt sein?

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