Findet ihr 17,5 Grad Celsius in der Wohnung noch angenehm?

Das Ergebnis basiert auf 26 Abstimmungen

Nein 69%
Ja 23%
Geht so 7%

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Geht so

Hallo buffalo23,

ob 17,5°C angenehm sind oder nicht, hängt sowohl von weiteren äußeren Faktoren (v.a. Luftfeuchtigkeit) als auch der eigenen Konstitution ab:

  • Stehe ich gerade auf, oder komme ich von draußen rein, wo es 7°C hat?
  • Bin ich ausgeschlafen oder übermüdet?
  • Habe ich etwas Hochkalorisches und vorzugsweise Warmes gegessen?
  • Bin ich dick oder muskulös, oder bin ich eher zierlich?
  • Bin ich körperlich aktiv oder sitze ich im Sessel?
  • Bin ich noch relativ jung oder schon im ,,Club 80" (mit nachlassender Durchblutung und Stoffwechseltätigkeit)?

und, und, und. Man empfindet nicht wirklich Temperaturen, sondern den Wärmeverlust bzw. Wärmeabgabe, weshalb es auch eigentlich nicht sinnig ist, sog. gefühlte Temperaturen in °C anzugeben.

Mein Körper muss Abwärme loswerden, die er ständig produziert; gelingt das nicht allein durch Abstrahlung, komme ich ins Schwitzen, und wie viel das nützt, hängt stark von der Luftfeuchtigkeit ab.

Gelingt es nicht mehr, ist das ungesund, im schlimmsten Falle letal (bei Feuerwehrleuten im Einsatz z.B. besteht Überhitzungsgefahr, und in der Höhle von Naica darf man sich als Forscher auch mit Schutzkleidung maximal ½h aufhalten).

Gebe ich mehr Wärme ab, als ich produziere, droht mein Körper abzukühlen und fängt an zu zittern, um mehr Energie zu verheizen. In feuchter Luft oder gar im Wasser geschieht das schneller, weil die Wärmeleitfähigkeit höher ist.

Auch die Durchblutung der äußeren Körperpartien wird gedrosselt, was oft als unangenehm empfunden wird und übrigens auch anfälliger für Infektionen macht. Deshalb trage ich vor allem im Bett nicht nur im Winter einen Schal, und zu dieser Jahreszeit auch, wenn ich draußen unterwegs bin. Dabei ist der Aufenthalt in warmen, überfüllten Bussen allerdings die eigentliche Infektionsquelle. Kinder, dreht euch nicht herum, denn der Virus, der geht um.

Man kann es Drehen und Wenden wie man will: 17,5° sind einfach in einem Wohnraum zu wenig. Wenn es heute Leute gibt, die aus Umweltgründen glauben, dass man mit dieser Temperatur auskommen könnte, dann sollen sie das tun, aber das nicht als eine Promisse hinstellen, die man einhalten sollte.

Das betrifft in diesem Zusammenhang auch das Essen von Fleischprodukte oder tierische Produkte. Die man auch aus Umweltgründen lassen sollte. Leider fällt man hier von einem Extrem in das andere. Es ist bestimmt nichts einzuwenden wenn man den Fleischkonsum reduziert. Aber es wird die Welt nicht retten,wenn kein Fleisch mehr gegessen würde.

Leider wird bei dieser Diskussion, bzw. oder von Naturschützern niemals darauf hingewiesen, dass eines der Grundprobleme darin besteht, dass die Weltbevölkerung weiterhin ständig zunimmt. D.h. dass sie sich bereits seit den 80er Jahren mehr als verdoppelt hat. Und jetzt bereits bei fast acht Milliarden liegt. Und wenn weiterhin dieses Wachstum anhält wird man in den nächsten Jahrzehnten noch weiter 2,5 Millarden dazu kommen. Jeder kann sich ausmalen welche Auswirkungen das haben wird.

Wenn man also den Tierbestand wegen der Umwelt drastischen senken soll, dann trifft das genauso auf die Menschen zu. Denn je mehr Menschen es gibt, um so mehr wird man Energie, Nahrungsmittel, Lebensraum, bzw.Resourcen benötigen.

Schließlich führt heute schon die Überbevölkerung in den verschiedenen Teilen der Welt zu extremer Armut, zu Existenzproblemen. Zu gesellschaftlichen Konflikten und zur Emigration vieler Menschen. Was durch kriegerische Konflikte noch zusätzlich gefördert wird.

Wer also glaubt, dass man mit der Reduzierung der Wohnungswärme oder auf den Verzicht des Fleischkonsums das Klima retten wird können gibt sich einer Illusion hin. Solange nicht in drastischer Weise die weitere Zunahme der Weltbevölkung gestoppt wird. Aber auf das wird von den Umweltaktivisten überhaupt nicht hingewiesen, obwohl es ein Grundproblem in der Menschheitsgeschichte darstellt.

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@Christian3684

Hier ging es ja auch erst einmal darum, ob man diese Temperatur als angenehm empfindet. In einem kalten Winter, zu nachschlafender Zeit, halte ich das für vertretbar, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist.

Normalerweise ist mir das viel zu kalt.

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@SlowPhil

Wie ich schon geschrieben haben sind die 17,5° einfach zu wenig. Wir werden in keinem Lokal, in öffentlichen Gebäuden, in Geschäfte, in Einkaufszentren, in Büros, im Spital, in Ordinationen, in der Eisenbahn, in Bussen usw. im Winter keine 17,5° vorfinden. Das könnte sich niemand erlauben. Wie würden sich da die Leute sofort beschwerden. Aber zu Hause soll man dann nur 17,5° haben. Das ist doch absurd!

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Danke für den Stern!

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Nein

insbesondere momentan nicht, da in dem haus wo ich wohne seit etwas über einer woche die heizungsanlage defekt ist.. müssen uns hier mit heizlüftern behelfen, bis die hv sich um den schaden gekümmert hat.. is zum kotzen. aber ist alles ne jahreszeitfrage. im sommer ist das für in der wohnung durchaus angenehm.

im sommer ist das für in der wohnung durchaus angenehm.

Das wage ich zu bezweifeln. Im Sommer sind wir höhere Temperaturen gewohnt, und 17,5°C entstehen in einer Wohnung normalerweise gar nicht.

Es ist eher so, dass sich bei knackiger Kälte draußen 17,5°C geradezu muckelig warm anfühlen. Wenn die Luft trocken ist.

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@SlowPhil

hier sinds zwischen 15 bis max 19°.. selbst wenns draußen kalt ist und das kann ich dank balkon problemlos testen, ändert das nichts daran dass es in der wohnung dennoch kalt ist. kennst du die lage meiner wohnung? kennst du die art des hauses? weißt du an welchem standort ich wohne? vermutlich nicht. und falls doch, darfste mir mal verraten woher.

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@MrDoon

Natürlich kenne ich die Lage in Deiner Wohnung nicht. Ich kenne nur die Situation in Wohnungen, in denen ich mal übernachtet habe, im Winter natürlich, wo draußen Frost herrschte.

In der Wohnung gab es einen Kamin, und als der noch nicht angeworfen war, waren es drinnen morgens 16°C. Der Kamin brachte es dann auf 17 bis 18°C, und die waren dann geradezu angenehm, denn es war ein klarer Tag und die Wohnung recht hell.

Es ist ein Unterschied, ob die Wohnung bei fallenden Temperaturen und trübem Wetter auf 17,5°C abkühlt oder auf 17,5°C erwärmt wird.

Dass sich die 17,5°C im Sommer angenehm anfühlen würden, bestreite ich. Da denke ich an einen Kühlschrank.

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Geht so

Das hängst stark davon ab, wie geheizt wird, weil das Thermometer nur die Lufttemperatur anzeigt, der Körper aber auch den Strahlungstransport fühlt. Mit kleinen Heizkörpern und großen kalten Fensterflächen können auch 21 Grad zu kalt sein. Mit Fußbodenheizung und kleinen Fenstern sind 17 oder 18 Grad schon OK.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom Uni Würzburg 1983

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