Findest du es in Ordnung sich darüber lustig zu machen, dass manche Menschen an Gottheiten glauben?

Das Ergebnis basiert auf 65 Abstimmungen

Nein, finde ich nicht okay. 60%
Ja, finde ich okay. 32%
neutral. 8%

30 Antworten

Nein, finde ich nicht okay.

Ich bin selbst ein religiöser Mensch und finde, man sollte gläubigen Menschen schon mit einem Mindestmaß an Respekt begegnen und nicht als "allwissend rationale Intellektuelle" von oben herab agieren, als wäre das Gegenüber geistig minderbemittelt.

Es reicht meiner Meinung nach völlig, wenn bereits manche religiöse Personen einen Absolutheitsanspruch für ihre Lehre erheben. Man muss nicht auch noch auf dieser Spielwiese mittoben und provozieren.

Allerdings kann ich es auch verstehen, wenn man missionierenden, oder manipulativen Personen, die andere Menschen religiös indoktrinieren wollen, mit entsprechend klaren Tönen begegnet und ihren Wahrheitsanspruch angreift.

Auch sollte man als religiöser Mensch sich und seine Religion nicht so übertrieben ernst nehmen - man sollte schon in der Lage sein, über die eigenen Vorstellung zu lachen und nicht etwa wegen ein paar Karikaturen auf Terrorismus zurückgreifen.

Wenn ich mich beispielsweise über jede Kerze oder Wasserpfeife in Buddha-Gestalt aufregen würde, die in so genannten "Headshops" für Cannabis-Konsumen angeboten werden, könnte ich gleich ein Jahresabo für Herztabletten abschließen. ;-)

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Lustig. Verschiedene Prämissen, gleiche Konklusion.

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@SturerEsel

Ist wohl das, was man heute "common sense" nennt (und zu meiner Zeit ganz ohne Anglizismen "gesunder Menschenverstand" hieß ;-) )

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neutral.

also wenn man mit "lustig machen" das meint das man sich über die "dummheit daran zu glauben" lustig macht dann ists echt total bescheuert. wenn mans aber z.b. in einer geselligen runde mit freunden aus spaß macht und die andere person das auch versteht dann ist ja eig alles gut.
wenn ich ein christen als freund hätte müsste er sich auch das ein oder andere mal ein spruch von mir anhöhren , damit muss er dann wohl rechnen :D

Nein, finde ich nicht okay.

Jeder darf glauben oder nicht glauben, was sie/er will. Selbst wenn man die Vorstellung anderer vielleicht seltsam oder lustig findet, sollte man darauf achten, die Glaubensvorstellungen der anderen Person dennoch zu respektieren und zu achten.

Nein, finde ich nicht okay.

Wenn es zu fantisch oder irrwitzig ist, welche Blüten dieser Glaube treibt, dann ist es irgendwie okay. Aber wenn jemand an irgendeinen Gott oder Götter glaubt so ist es, wie seine/ihre Sexualität, seine/ihre Sache und sollte respektiert werden.

Sexualität kann man sich nicht aussuchen, Glauben schon.

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@guitschee

Jein, Kinder eines Rabbiners, Imam oder ev. Pfarrers werden oft zum/im Glauben erzogen.

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@Schlauschwein77

Und können danach selber nachdenken und das Zeugs wieder ablegen, wenn sie wollen - was sie zum Beispiel manchmal müssen, wenn sie zum Beispiel schwul sind und das die Religion ihrer Väter nicht akzeptieren kann ...

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@guitschee

Okay... da hast du recht. Aber ich denke auch, dass du verstehst was ich meine. Aber für die Mitlesenden:

Jeder wie er will, nur sollen sie mir und anderen damit nicht auf den Sack gehen und/oder versuchen zu missionieren!

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Ja, finde ich okay.

Wenn Peter seinen Kumpels von kleinen Kobolden erzählt, die in seinem Garten herumwuseln, dann landet er bald in der Klapsmühle.

Wenn Friedrich von seinem unsichtbaren Kumpel im Himmel erzählt, der mit einem Fingerschnipser Feuer vom Himmel regnen lassen, Wasser in Wein verwandeln, Esel zum Sprechen bringen und Tote quicklebendig aus dem Grab krabbeln lassen kann, dann bekommt er dafür Applaus, Anerkennung und ein stattliches, aus deinen und meinen Steuergeldern finanziertes Sümmchen. Denn Friedrich ist katholischer Priester.

So lange mir niemand einen klaren, eindeutigen und allgemein akzeptierten, qualitativen Unterschied zwischen Peters unsichtbaren Kobolden und Friedrichs unsichtbarem "Gott" präsentieren kann, behalte ich mir das Recht vor, mich über beide gleichermaßen lustig zu machen.

Unsichtbare Fantasiefigur bleibt unsichtbare Fantasiefigur, ganz gleich, wie viele Menschen die Fantasie teilen.

Wenn Peter seinen Kumpels von kleinen Kobolden erzählt, die in seinem Garten herumwuseln, dann landet er bald in der Klapsmühle.

Falsch :-D. Er ist lediglich im Harry Potter dann gelandet ;-).

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@guitschee

Aber die Harry-Potter-Kobolde arbeiten doch bei der Bank, oder? Was hätten die in Muggelgärten zu suchen?🤔

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@Indecisive

Es gibt ja noch Gnome - der Muggel kennt halt den Unterschied nicht. :-D.

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Was ich ganz gerne hinzufügen möchte ist, was mich an der ganzen Religionsdiskussion selbst stört, ist, dass häufig so getan wird, als wäre Religion automatisch dasselbe wie Mystizismus. Und zwar ja sowohl von Theisten, als auch von Atheisten.

Es ist aber ja durchaus möglich, an einen Gott zu glauben, der ein chaotisches Universum (oder was immer da drumherum ist) geschaffen hat, in welchem Menschen nur ein winzig kleines unwichtiges Detail sind. Allerdings stellt sich an diesem Punkt natürlich auch immer die Frage: okay... und ob man jetzt an diesen Gott glaubt... ist das überhaupt für den Alltag relevant? Denn um deine Kirche und deine Gebete wird sich dieser Gott nicht scheren.

Und ja, im Alltag, ist dieser Gott wirklich irrelevant. Ich fürchte dieser Gott ist nur noch dann relevant, wenn man nachts mit sich allein herumsitzt, und über den Sinn des Lebens nachdenkt.

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@eingew

Einen solchen "Gott" hat ja selbst Albert Einstein nicht ausgeschlossen - was die "Christen" regelmäßig missverstehen und seine Worte auf ihre "Götter"-figur beziehen, die Einstein aber ausdrücklich und sehr deutlich abgelehnt hat.

So mancher Wissenschaftler hält die Existenz einer undefinierbaren Macht für möglich, und ich selbst sehe das als völlig legitim an. Ob man dabei nun von "Gott", der "Macht", dem "Brahman" oder dem "Dao" spricht, ist jedem selbst überlassen.

Ich sehe zwischen dem Glauben an ein kosmisches Urprinzip und dem Glauben an irgendwelche herumhexenden und mordenden Fantasiefiguren einen großen Unterschied.

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