Finderlohn mit Portmonaie etwas "schiefgelaufen" eure Meinung ist gefragt?

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9 Antworten

Zuerst einmal finde ich es nicht schön, mit welchem Vorurteil du dem Busfahrer gegenüber aufgetreten bist. Es mag zwar einige geben, die unfreundlich sind, aber deswegen gleich Funde unterschlagen?

Zu der Rückgabe: Ja, du hättest Finderlohn verlangen können, er hätte dir gesetzlich wohl auch zugestanden. Das er dir die Börse jedoch einfach so aus der Hand reißt und dann schnell wieder verschwindet, wirkt schon etwas unfreundlich.

Allerdings: Was ist eine gute Tat wert, wenn sie nur auf Basis einer Belohnung getätigt wird? Es ist gut, dass du ehrlich und couragiert gehandelt hast, aber setze dir nicht für alles eine zu hohe Erwartungshaltung. Immerhin hat er sich doch bedankt.

Ich hoffe, dass du auch in Zukunft weiterhin so verfahren wirst, wie bisher. Ehrlichkeit bringt dir ein reines Gewissen und macht dich zu einem besseren Menschen. Das Geld zu unterschlagen wäre eine Straftat und würde von einem miesen, rücksichtslosen Charakter zeugen.

regex9 22.07.2016, 01:57

Zusatz:

Das Wissen darüber, richtig gehandelt zu haben, sollte doch bereits ein guter Lohn für die gute Tat sein. Alles weitere ist schmückendes Beiwerk.

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Es war eindeutig eine falsche Sache die er abgezogen hat. Bezüglich des Finderlohns naja du hättest laut Gesetz glaube 10% bekommen was nach Angaben (45€) 4,50 gewesen währen hätte sich nicht gelohnt da ein Drama darum zu machen. Wie dem auch sei hat er aber richtig undankbar reagiert aber was solls gibt halt solche "Fieslinge" wäre aber wie du auch nur geschockt gewesen und hätte gleich reagiert naja was willst machen jetzt isses eh zu spät :)

Hoffe ich konnte etwas helfen 

Mpower3461 22.07.2016, 01:34

Um genauer zu sein habe ich nur 5% Anspruch auf das Bargeld. Aber danke das du meinen Beitrag gelesen und beantwortet hast :)

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Ich glaube, ich hätte keinen Finderlohn verlangt aber wäre wohl genauso verdutzt gewesen wie du. Denn normalerweise ist es eine Frage des Anstandes, sich in irgendeiner Form erkenntlich zu zeigen. Die Rechtslage hingegen verlangt dies scheinbar nicht, denn wikipedia schreibt dazu folgendes:


Rechtslage in Deutschland

Finderlohn kann nach deutschem Recht (§ 971 BGB) verlangen, wer eine verlorene Sache an sich nimmt und sie dem Verlierer oder Eigentümer herausgibt, sofern er seine gesetzlichen Pflichten als Finder erfüllt hat. Der Finderlohn bemisst sich nach dem Wert der gefundenen Sache:



bis 500 €: 5 % des Wertes,
über 500 €: 25 € (5 % von 500 €) plus 3 % von dem über 500 € hinausgehenden Wert.

Wenn die Sache nur für den Verlierer einen Wert hat, so ist der Finderlohn nach billigem Ermessen festzusetzen.


Für Funde in öffentlichen Verkehrsmitteln und Behörden gibt es bis zu einem Wert von 50 € keinen Finderlohn, darüber hinaus nur die Hälfte des normalen Finderlohnes (§ 978 BGB).

Wer gefundene fremde Sachen behält, macht sich unter Umständen der Fundunterschlagung.


Ich finde es trotzdem anerkennenswert, dass du so ehrlich warst und dir die Mühe gemacht hast, den "Verlierer" ausfindig zu machen. Kann ja niemand vorher ahnen, wie der Mensch reagiert. Ärgere dich deswegen nicht, du hast genau richtig gehandelt! :)



Natürlich hätte ich einen Finderlohn verlangt.

Aber ich erwarte auch keine Dankbarkeit von anderen. Das führt regelmäßig zu Enttäuschungen. Dale Carnegie hatte dazu mal ein bisschen was geschrieben.

ich hätte mich auch anders verhalten, ich hätte mich gefreut und herzlichst bedankt. Evtl. den Finder noch auf einen Kaffee eingeladen oder eine Kleinigkeit geschenkt. Kann deinen Frust nachvollziehen!!!

Hey , ich habe auch mal ein Handy auf dem Pausenhof in der Schule gefunden (ein iPhone 6) 90% der Leute auf meiner Schule hätten die Simkarte rausgenommen und es fröhlich eingesteckt. Ich habe es ins Schulbüro gebracht , als ich vor dem Büro wartete , sprach mich ein Mädchen von hinten an und meinte das sei ihr Handy. Ich meinte , dass sie ihren Code eingeben solle und er war richtig. Dann hat sie es auch einfach genommen ohne was zu sagen und ist weggegangen. Da dachte ich mir auch , na bitte.

Mpower3461 22.07.2016, 01:36

Das meine ich, statt es zurück zu geben, sollte man auch evtl. genauso dreist sein und etwas dafür verlangen? letzten endes ist sie ja die "verlierin" die ihr handy verloren hat

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Bruks 22.07.2016, 01:39
@Mpower3461

Ich hab's einfach nicht eingesteckt , weil während ich das Handy vom Boden aufhob ging folgender Gedanken durch meinen Kopf "wie würdest du dich jetzt fühlen , wenn du dein Handy verloren hättest mit all deinen persönlichen Daten und jemand steckt es ein". Da stand für mich fest , dass ich es ins Schulbüro bringe.

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regex9 22.07.2016, 01:53
@Mpower3461

So würdest du aus den Fehlern anderer hinterrücks dein Kapital schlagen wollen. In meinen Augen ist so etwas moralisch nicht vertretbar. Man sollte sich vor jedem Handeln erst einmal in die Rolle des Opfers hineindenken und aufhören, immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein.

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Was soll der lange Sermon? Es ist doch selbstverständlich, so etwas zurückzugeben! Und wenn du auch nur darüber nachdenkst, diesen Geldbeutel einfach wegzuwerfen, dann bist du ein ... und hast keinen "Finderlohn" verdient.

Für was denn? Möchtest du jetzt 5 Euro von ihm haben, weil 50 Euro im Geldbeutel  waren?

Also ich habe auch schon 2 mal oder so einen Geldbeutel gefunden und habe dann jeweils 10€ oder 5€ bekommen und in diesen Geldbeuteln war auch nicht mehr drin als in dem...

Ach, es war einfach ein etwas dummer, gedankenloser Mensch.

Egal, streich ihn aus deinem Gedächtnis, du hast dich gut verhalten und du weißt es.

Kann sein, dass der Mensch, im Nachhinein, doch über sein Verhalten nachdenkt..... Wenn nicht, ist er halt dumm. Egal.

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