Finden Italiener es schlimm dass so viele Gebiete Italiens unabhängig sind/ Sein wollen?


15.09.2020, 16:00

ACHTUNG: Das "San Marino und der Vatikan sind schon immer eigene Länder, haben noch nie zu Italien gehört" könnt ihr euch sparen, Ich habe geschrieben "... - die schon unabhängig !!!!SIND!!!!!" mfg

11 Antworten

der Vatikan war nie Teil Italiens, solange ich lebe. Möchte ihn auch nicht haben. Italien ist laizistisch und das ist gut und richtig so - da passt der Vatikan nicht rein

san Marino sehe ich ebenfalls nicht als Teil Italiens, daher ist es mir auch egal, ob sie dabei sind oder ihr eigenes Ding machen.

bei Südtirol kann ich die kulturelle nicht-Zugehörigkeit gut verstehen. Verständlich, dass die mit unsrer Regierung nix am Hut haben wollen.

allerdings finde ich es sinnvoller eine Allgemeingültige Politik zu entwickeln, mit der man gut leben kann, statt jeden gegen jeden zu hetzen. Denn wenn alle anfangen ihr eigenes süppchen zu kochen, gibt es Italien bald nicht mehr. Übrig bleiben Millionen an hungrigen Menschen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – In Apulien geboren und seit 2010 wieder in Italien.

San Marino und der Vatikan kümmern die Italiener nicht, das war schon immer so und die Fläche, welche diese beiden Staatsgebiete bedecken, ist so unbedeutend, daran denkt der Italiener noch nicht einmal! Beide Staaten blicken auf eine Tradition zurück, welche deutlich weiter zurück reicht als Italien selbst, insbesondere bei San Marino. Und der Rest, was soll "der Italiener" dazu schon denken, denn solche Tendenzen, wie in der Lombardei oder Venezien, gehen doch auch von "Italienern" aus.

Woher ich das weiß:Beruf – Arbeite in diesem Bereich, wenn nicht gerade Corona ist.

Also ganz ehrlich Vatikanstaat ist so als wär da einfach so ein reicher Typ der halten großes Grundstück hat und die Grenze ist ja auch nicht zu

San Marino und der Vatikanstaat haben nie zu Italien gehört. Das ist für alle Italiener selbstverständlich und stört sie nicht. In Venetien (nicht nur in der Stadt Venedig) gibt es zwar Unabhängigkeitsbestrebungen, die aber nicht auf eine Loslösung vom Staat Italien, sondern auf mehr Selbstverwaltung innerhalb dieses Staates gerichtet sind. Das ist natürlich den nationalistischen Parteien wie Fratelli d'Italia und Forza Italia ein Dorn im Auge. Die Lega ist in dieser Angelegenheit gespalten. Sie ist ja als Partei entstanden, die eine Loslösung eines phantomatischen "Padanien" (Norditalien) vom italienischen Staat zum Ziel hatte. Inzwischhen hat sie sich zu einer nationalistischen, zentralistischen Partei gewandelt. Ihr Ableger in Venetien ist damit nicht einverstanden, was zu einem heftigen Streit in der Lega geführt hat. Vereinzelte sezessionistische Strömungen gibt es auch in Sizilien und in Sardinien. Die sind aber eher als Folklore einzustufen. Echte Sezessionisten gibt es eigentlich nur in Südtirol, wo immer wieder ernsthaft nachgedacht wird, mit Hilfe eines Referendums entweder einen eigenen Staat Südtirol zu gründen oder aber Südtirol wieder mit Nord- und Osttirol innerhalb Österreichs zu vereinen. Beide Lösungsmöglichkeiten haben zwar eine erhebliche Anzahl von Anhängern, aber keine Mehrheit und vor allem angesichts der Machtverhältnisse keine Aussicht auf Erfolg. Für die italienischen Nationalisten stellen die Südtiroler Sezessionsbestrebungen aber ein dauerndes Ärgernis dar, die linken Demokraten sind zwar auch dagegen, nehmen das Ganze aber etwas gelassener.

Ist wahrscheinlich nicht schlimmer als in Deutschland

Auch hier gibt es Menschen die für ein unabhängiges Bayern oder Franken sind.

Nur bilden diese Personengruppen keine Mehrheit in der Bevölkerung, nach meiner Meinung tun sie das In Venedig und Sardinien auch nicht

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