Finde nach 25 Jahren Depressionen und Isolation keinen Weg mehr ins leben

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7 Antworten

zuerst einmal, such dir eine andere therapeutin !

  • ich bin 18, leide seit vier Jahren unter Traumata bedingten Depressionen, nehme Citalopram und habe anderthalb Stunden mit meiner Therapeutin in der Woche.

Ich habe das ähnlich wie du, ich gebe meinen Mitmenschen, grade den Wichtigen, mehr als mir selber, denke immer an das Wohlbefinden meines Umfelds und umgebe mich auch super gernen mit Tieren.

Allerdings fällt mir seit einem Jahr nicht mehr die Decke auf den Kopf und ich kann auch wieder, trotz so mancher Stolpersteine auf meinen Wegen, LEBEN ohne negative Konsequenzen basierend auf Gefühlschaos, Überforderungen oder 24 Stunden andauernder Verzweiflung spüren zu müssen.

Ich sag Ihnen, wie ich das gemacht habe und vielleicht hilft es Ihnen. Ich sehe alle meine negativen Eigenschaften als zweiseitige Münze. Und alles das, was an dieser Eigenschaft unnütz ist ersetzte ich durch die IMMER vorhandenen Vorteile. Alle meine neurotischen Züge und krankhaften Angewohnheiten, meine Art und meine Charakterzüge sehe ich als Fähigkeiten ! Wie bei einem kleinen Hund muss ich nur noch lernen, sie in den richtigen Momenten anzuwenden. Gerade mit Menschen, den meisten Menschen, habe ich so meine Probleme. Ich erschrecke zwar nicht vor Menschenmengen, aber ich habe starke Differenzen mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, ich mache mir selber soviel Druck, dass es sich schon auf mein Umfeld auswirkt. Ich bin purer Stress... gewesen! Denn alles was ich bin und kann und mache und sage und mein Auftreten im allgemeinen kann mir entweder nicht gefallen und mich so verunsichern, dass ich mich in beinahe jeder Lebenssituation überfordert fühle und direkt in seelische Ohnmacht falle - ODER - und den Fall bevorzuge ich, seitdem ich meine Therapeutin kenne - ich kann mich selber mögen, mir selber auch mal das ein oder andere vergeben und mich meinen Launen auch dementsprechend witmen, mein Aussehen und meine Erscheinung zu meinem Belieben verändern und ZUFRIEDEN mit mir sein. Denn wenn Sie zufrieden mit sich selber sind ( UND ICH WEISS DAS IST WIRKLICH SCHWER!!! ), dann sind sie auch mit fast allem in Ihrem Umfeld zufrieden. Versprochen !

Und noch was gaaanz wichtiges. Sie brauchen ein Hobby. Oder am Besten gleich zwei ! Dinge, die Ihnen soviel Spaß machen, dass Sie gar nicht an irgendetwas negatives denken können ! :)

Ich wünsche Ihnen super viel Glück und seien Sie bitte nicht so hart mit sich selber. Morgen früh ist ein neuer Tag, immer daran denken. Sie haben jeden Tag Ihres noch so langen Lebens, an dem kleine Dinge zu Ihrer Zufriedenheit verändern können. Und bald sind Sie glücklich. Liebste Grüße

zu erst einmal, ich denke, du bist ein Mensch. Ich meine dass jetzt nicht so abgedroschen.

Was bedeutet es eigentlich ein Mensch zu sein? Eigentlich streben wir doch alle dem entgegen.

Meine Meinung ist, ein Mensch, der wirklich Mensch ist, ist jemand, der sich in andere einfühlen kann und hilft, wenn er kann, aber genau weiß, wenn er seine eigene Kraft für sich selbst braucht und sich seine eigenen Bedürfnisse erfüllen kann.

Die Kunst ist, meiner Meinung nach, einen Mittelweg zu finden.

Ich weiß, es ist jetzt sehr einfach geschrieben.

Ich habe einen Kumpel, der genauso emphatisch ist, wie du es hier schreibst. Er sieht ganz viel. Weiß, wie sein Gegenüber fühlt, bevor derjenige es selber weiß. Wenn ich ihm etwas erzähle, wie ich mich fühle oder was ich denke, sagt er meistens, dass er es schon weiß.

Damit wollte ich Dir nur sagen, Du bist nicht alleine!

Mein Tip ist auch, erstmal irgendwo hinziehen, wo Du mit dir alleine sein kannst, wenn du es brauchst, aber auch dafür sorgst, dass du einen Kontakt hast, zu dem du gehen kannst, wenn du Nähe oder Aufmerksamkeit oder andere nur allzu "menschliche Dinge" benötigst.

Ich hoffe, ich konnte dir jetzt irgendwie helfen.

Das Helfersyndrom ist eine Erkrankung die dazu führt dass man denen denen man hilft nie richtig hilft gesund zu werden, man hält sie sozusagen krank damit man was zum tun hat, dieser Begriff wird oft inflationär verwendet ohne dass man weiß dass das nichts gutes ist.

Und zu deinem Leben, Vögel füttern tun doch fast alle, da bist du nicht der Einzige, also bilde dir darauf nichts ein. Vielleicht bist du ja Hypersensibel, dazu würde ich mich mal informieren, das sind viele, und ist auch keine Krankheit.

Wenn du schon nicht arbeiten gehen kannst dann versuch wenigstens ein bisschen was ehrenamtlich zu machen, dann kommst du dir auch nicht so unnütz vor.

Es gibt Formen des Helfersyndroms welche dazu führen den "Geholfenen" schwach zu halten ja, mein Problem ist das ich für mich kaum und auch erst die letzten Jahre existiere. Selbst so körperliche Gefühle wie Durst kann ich manchmal bei mir selber kaum fassen. Bei dem was ich allerdings schon alles hinter mir habe glaube ich allerdings auch nicht, dass ich einfach nur hypersensibel bin. Und klar viele helfen noch, aber sie haben nicht Futterstellen in der ganzen Stadt und selber die letzten zwei Wochen nichts zu futtern. Ich heule nicht, ich bin auch einfach nur zu dickköpfig um meine Vorstellungen aufzugeben und das Hauptproblem ist einfach keine Reserven mehr an Kraft oder anderem.

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Wenn es ganz schlimm ist rufen Sie die kostenlose Telefonseelsorge an: http://www.telefonseelsorge.de

Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr. 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 Die Deutsche Telekom ist Partner der TelefonSeelsorge. Ihr Anruf ist kostenfrei.

Und beruflich würde ich an Ihrer Stelle Tiersitting anbieten. Verlangen Sie Geld dafür und finden Sie eine Bleibe, in der Sie das anbieten können. Das wäre doch eine Idee? Tiere beherbergen während andere im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind.

Und ganz ehrlich: Den Grund wofür Sie leben wollen müssen Sie schon selber finden - den kann Ihnen niemand einreden.

Dringend weiter Therapie machen! Du kannst nicht nur fühlen und helfen - Du musst auch an Dich selbst denken!

Ich verstehe jetzt nicht so richtig dein problem ist doch normal dass ein Mensch ein bisschen mehr die Natur liebt ich genauso. Ich hatte auch depressionen und glaub ich sowas ähnliches habe es aber mit anderen Mitteln unter kontrolle bekommen. Du musst in dieser zeit einfach deine zähne zusammenbeisen einfach denken das sind blos gefuhle nix korperliches einfach durch. Schreib zurück.

zieh raus in die natur. ein großer geist braucht platz und stille, um sich zu entfalten

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