Finanzprobleme bei einer kleinen Familie, wer kann einen Finanzberater empfehlen.

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ob euch hier ein Finanzberater helfen wird, bezweifle ich ein wenig. Ein Finanzberater ordnet vorhandene Finanzen und kostet Geld. Somit wird er nur einen Teilbereich dessen bearbeiten, der euch stört. Ein Schuldnerberater greift erst ein, wenn definitiv eine Überschuldung vorliegt. Beide werden aber eines voraussetzen, dass Ihr eine klare Übersicht über eure Finanzen vorlegen könnt. Daher wird ein eigener Einsatz euer Beginn sein müssen.

Daher solltet ihr euch im ersten Schritt selber um eine Übersicht kümmern. Hierzu gibt es im Netz jede Menge Haushaltsbücher zum runterladen. Es reicht aber auch ein kleines DIN A 5 Schulheft, in das man mehrere Spalten eintrug: Eine für die Bezeichnung der Einnahme oder Ausgabe, eine Spalte für die Summe der Ausgabe und eine für die Summe der Einnahme. Dieses Buch solltet ihr mindestens einen Monat lang (besser noch bis zur Beseitigung des Problems) sorgsam führen.

Der zweite Schritt wäre die Kontrolle der Kontobuchungen. Auch hier eine Art Haushaltsbuch erstellen. Hier helfen die oft kostenfreien Kontoführungsprogramme der Banken deutlich. Im Anschluss sollte man die Ausgaben in Gruppen (Kategorien) aufteilen, zum Beispiel Lebenshaltung, Auto, Versicherung, Haus, etc.

Der dritte Schritt wäre die Überprüfung des eigenen Verhaltens. So habe ich bei mir selber mal bemerkt, das meine Partnerin und ich mehrfach in der Woche einkaufen fuhren, die Einführung einer Einkaufsliste hat dies unterbunden. Oder ich fuhr wegen einer Schachtel Zigaretten zum Automaten, oder der Fernseher lief die Nacht durch, nachdem ich wieder vor ihm eingeschlafen bin, auch gab ich täglich 2 bis 4 € für belegte Brötchen während der Arbeitszeit aus, 5 Minuten früher aufstehen und Brote schmieren sparten allein bei mir über 50 € im Monat.Nun wäre es Zeit die Ausgaben für Versicherungen und Banken zu überprüfen. Die Liste unter Schritt 2 wird ihnen dabei hilfreich sein. Ziehen sie hierzu einen Makler zu Rate. Dieser kann den notwendigen Versicherungsumfang einschätzen und ihnen Verträge mit gutem Preis/Leistungsverhältnis empfehlen. Prüfen sie auch die Kosten die ihre Bankkonten verursachen. Hier steckt oft ein erhebliches Sparpotential drin. So gibt es Konten, die keine oder nur sehr geringe Kontoführungsgebühren verlangen, bei denen Buchungen auch sehr preisgünstig oder kostenfrei durchgeführt werden. Auch kann ein Dispo tückisch sein. Bei einer Voba oder Spaka kann ein mit 1000 € ‚ausgereiztes’ Dispo durchaus 12,5 € mtl. Kosten, bei einer z. b. Direktbank ‚nur’ 5,80 €.

Lassen sie weiter ihr Hausdarlehen überprüfen, jedoch nicht von der Hausbank. Hier steckt unter Umständen enormes Einsparpotential drin. Wenn es gelingen sollte, hier einen günstigeren Zinssatz zu erhalten, lassen sie sich jedoch nicht verführen, die Belastung zugunsten des nächsten Urlaubs zu mindern. Wie lange wir diesen günstigen Zins noch haben ist unbekannt, nutzen sie die Zeit also um mehr zu tilgen.

Was Shakotai geschrieben hat, stimmt prinzipiell. Dazu noch eine Möglichkeit: Habt ihr euch vielleicht bei den Bankraten übernommen und tilgt zu schnell / zu viel? Dann wäre eine Umfinanzierung sinnvoll und eine Reduzierung der Tilgung auf 1% p.a. sinnvoll. Kostet zwar im Moment Geld ( Zinsfestschreibung), kann aber i.d.R mitfinanziert werden. Wenn ihr nicht klarkommt, schaut mal nach im / in den Darlehensverträgen oder fragt den Banker. Bei hohem Bausparanteil ist die Tilgung meistens sehr hoch.

Haushaltsbuch führen und gemeinsam überlegen welche Ausgaben unabdingbar sind und was "nice to have" ist. Ihr braucht keinen Finanzberater sondern mehr Ausgabendisziplin. Bei Versicherungen ist neben den unabdingbaren Versicherungen (Autohaftpflicht/Hausversicherung) nur eine Privathaftpflichtversicherung erforderlich, Hausratversicherung empfehlenswert.

am einfachsten beginnt ihr bei euch selbst - und zwar

EHRLICH

Macht eine Art Kassenbuch:

jeden Monat die Einnahmen links auffschreiben, die azsgaben auf der rechten Seiet.

Wenn ihr das ein Vierteljahr gemacht habt, ahbt ihr die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben beieinander.

Dann noch jährliche Zahlunegen heraussuchen anhand der Kontoauszüge, z.B. Kfz-Stuer, Versicherungen, Vereinsbeiträge tec.

Dann das Ganze anuf den Monat umrechnen.

Nachdem der erste Schreck vorbei ist:

anschauen, was du WIRKLICH brauchst

und dann

handeln

jetzt kommt bestimmt 30x "Peter Zwegat"! :D Aber geh´ doch mal zur örtlichen Schuldnerberatung, die haben da bestimmt ein paar brauchbare Kontakte.

stellt mal selber eine liste der ein- und ausgaben auf.( für den monat und das jahr)

ihr werdet was finden, woran ihr sparen könnt.

ansonsten helfe ich gerne weiter.

Was möchtest Du wissen?