Finanzierungskredit mit Abtretungserklärung zum Lohn und Gehalt: Arbeitsverhältnis gefährdet?

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1 Antwort

Bin zwar kein Finanzexperte, aber aus Sicht des betrieblichen Personalwesens kann es sich eigentlich

1. nur um eine "verdeckte" Lohn- und Gehaltsabtretung handeln, d.h. der Gläubiger würde generell nur dann an den Arbeitgeber herantreten, wenn die Raten nicht bedient werden

2. nur um eine Abtretung in Höhe des jeweils monatlich pfändbaren Betrags handeln.

Alles Andere wäre nach meinem Dafürhalten juristisch unzulässig.

Im Übrigen wäre eine Offenlegung einer Lohn- und Gehaltsabtretung ebenso wenig ein Kündigungsgrund wie die Hereingabe einer Lohnpfändung.

Insofern halte ich Deine Bedenken für unangebracht.

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RhoMalV 12.10.2017, 05:40

Danke.

Also bei einer Lohnpfändung weiss ich, dass der Arbeitnehmer dafür von seinem Arbeitgeber gekündigt werden kann. Ob er das dann auch macht, hängt vom Arbeitgeber ab.

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Nightstick 12.10.2017, 13:37
@RhoMalV

Nein, das ist ein "Ammenmärchen"!

Kein deutscher Arbeitsrichter würde zu einer Kündigung wegen des Vorliegens einer Abtretung oder Pfändung seine Zustimmung geben - und solche Kündigungen werden in der Praxis auch nicht durchgeführt.

Es ist so, dass die Arbeitgeber dadurch unerwünschten Mehraufwand bei den monatlichen Abrechnungen haben. Diese können sie jedoch dadurch abfedern, dass es statthaft ist, dem Arbeitnehmer dafür eine monatliche Pauschalgebühr abzuziehen.

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