finanzierung des jobcenters einer "zu teuren" wohnung?

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6 Antworten

Du wirst die Wohnung nicht genehmigt bekommen. Das hat zur Folge, dass nur die angemessene oder bisherige Miete gezahlt wird. Außerdem wird die Kaution nicht übernommen, und vermutlich Umzugs- und Renovierungskosten ebensowenig.

Grundsätzlich sind die Mietrichlinien eben Richtlinien und keine festen Obergrenzen. Wenn man also gute Gründe hat und nachweisen kann, dass man schon intensiv aber vergeblich gesucht hat, besteht die Chance auf Genehmigung einer zu teuren Wohnung. Bei 60€ drüber wirds aber reichlich schwierig...

Das solltest du auf jeden Fall VORHER mit dem JobCenter abklären, sonst komms du in Teufels Küche. Eigentlich kannst du vom Regelsatz keine 60 € zusätzlich zahlen. Da wird sofort "Schwarzarbeit" vermutet.

Normalerweise spielt da das JobCenter nicht mit, d.h., du bekommst keine Umzugsgenehmigung. Mir wurde sie einmal sogar wegen 5.- € fiktiver Heizkosten zu viel verweigert.....

Versuche, mit dem Vermieter zu reden, so dass die 60.- € nicht im Mietvertrag auftauchen und ihr diese Zahlung evtl. anderweitig vereinbart.

Wenn es deine erste eigene Wohnung ist und du ohne Genehmigung des JobCenters einziehst, übernimmt es vermutlich trotzdem die Miete bis zum Limit. Allerdings kannst du dann keine Umzugskosten oder Betriebskostennachzahlung geltend machen.

Bist du bisher noch nicht beim JobCenter gemeldet und meldest dich erst an, wenn du bereits in der zu teuren Wohnung wohnst, müssen sie für das erste halbe Jahr auch die zu teure Miete übernehmen.

Klar, das geht immer.

Du musst die 60 Euronen eben von deinem Regelsatz begleichen. Ob du dann mit dem Rest noch auskommst, da kann man sich dann fragen, ob der Regelsatz nicht zu hoch angesetzt ist.

Der Regelsatz reicht vorn und hinten nicht. Und wenn einer die ganze Woche von Pellkartoffeln und Leinöl lebt und daher noch Geld für die Miete übrig hat, so kann man das noch lange nicht jedem ALG-II-Empfänger zumuten....

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@Claud18

Ein Hartz4-Empfänger ist - wie alle anderen auch - selbst für sich verantwortlich.

Wenn er in eine unangemessene Whg ziehen will, dann kann er das tun, aber auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten.

Oder willst du dem seine Spinnereien bezahlen?

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ja das geht, wird öfter gemacht, entweder zahlen die eltern,freund(in), bekannte usw

... derartiges Einkommen müsste der ARGE gemeldet werden.

Also offiziell geht das nicht! Denn sonst würde die ARGE einen neuen Bedarfssatz berechnen.

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@397kg

das fällt nicht unter "einkommen" wenn man mit 60,- pro monat von verwandte-freunde unterstützt wird, hier geht es um den "zustehenden betrag"

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@rudelmoinmoin

Bei direkter Unterstützung gilt das schon als Einkommen. Aber wenn das Geld direkt an den Vermieter geht, ist das etwas anderes. Erstens ist es dann zweckgebunden und zweitens taucht es bei den Einnahmen nirgends auf.

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frage beim jobcenter. da gibts auch spielräume

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