Finanzierung bei Auslandspraktikum

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2 Antworten

Da gehst Du dann also für drei Monate in ein Waisenhaus, sprichst weder die Sprache noch kennst Du die Mentalität. Du bringst vielleicht irgendwelchen Mist mit den sie nicht gebrauchen können. Du verlangst von den Kindern dass sie sich doch bitte sofort emotional auf Dich einlassen damit Du sie nach drei Monaten wieder verlassen und dann vergessen kannst.

Und Das soll Dich emotional weiter bringen? Auf welchem Planeten leben wir?

Nein. Das ist nicht persönlich gemeint. Ich weiß sehr wohl wie psychiatrisch auffällig mancherlei Vorstellung sogenannter Entscheidungsträger sind. Ja. Psychiatrisch auffällig.

Es geht um Dein Leben und Deine Zukunft. Du hast in diesem Land durchaus das Recht selbst zu entscheiden ob Du überhaupt und wenn ja nach welchem Hintern Du Dich ausrichtest. Es mag das Gegenargument kommen damit kämst Du nicht weiter im Leben. Das stimmt nicht. Wer bereit ist sich außerhalb das Licht abschneidender Betonmauern zu bewegen schöpft Lebenskraft die er oder sie später hoch angesehen in Betonmauern verkaufen kann.

Praktikum ist gut. Sehr gut. In diesem Land leidet jedes fünfte Kind Hunger. In diesem Land sind sehr viele Eltern sich nicht mal bewusst dass sie sich in Schule aktiv beteiligen können. In diesem Land sind nach einer alten Schätzung etwa 200.000 Menschen rechtlos, vollkommen rechtlos. Sie schicken ihre Kinder illegal zur Schule, sie gehen illegal arbeiten, sie zahlen illegal Miete, ... . Die Zahl der Obdachlosen wird sich absehbar und leicht kalkulierbar in den nächsten Jahren um mindestens 2 - 3% erhöhen. Viele Behörden betreiben einen skandalösen Staatsterrorismus aus dem nur heraus kommt wer ihm mit Zeugen begegnet.

Ich könnte fortsetzen. Aber ich hoffe ich habe deutlich gemacht dass es in diesem Land, womöglich direkt auf der anderen Seite der Zimmerwand, sehr viel zu tun gibt.

Wie nun kommst Du an entsprechende Informationen? Gehe in die nächste öffentliche Bibliothek. Besorge Dir deren Ausweis. Der kostet nicht viel. Der stern hat das eine oder andere Sonderheft. Ansonsten manchen sehr guten Artikel immer wieder veröffentlicht. Es macht schon Sinn dann den ganzen Artikel zu lesen. Das Handelsblatt kannst Du auch online durchforsten. Bitte beachte in jedem Fall dass die Suchabfrage flexibel gestaltet werden will. Bei der TAZ würde ich auch rumschnarchen. - Nun wundert Dich warum ich mit der öffentlichen Bibliothek komme wenn doch auch Online-Auftritte da sind. Weil es zwei verschiedene Ausgaben sind. Mit unterschiedlichem Inhalt. Und mit dem Ausweis einer normalen öffentlichen Bibliothek kannst Du im Bedarfsfall auch die Fernleihe nutzen. Wird Dir da erklärt oder online.

So. Dann würde ich mal in den öffentlichen Sendern rumschnarchen. Auch in den dritten Programmen. So habe ich im Kopf dass es in Berlin und Hamburg als Beispiele manche sehr sinnvollen sogenannte Programme gibt deren Aktive durchaus auch gefragt werden können nach Wohn- und Lebensmöglichkeit. Also schaue in den Archiven von ARD, Arte, 3Sat, Phoenix ruhig auch-...

All diese Sachen sind nicht Dein Ding? Dann frage eine religiöse Institution. Oder einen Verband, vielleicht auch Sozialverband. Und schau von mir aus bei NAKOS durch welche Selbsthilfe Bedarf haben könnte. Sei versichert: Mir fallen spontan eine ganze Menge ein.

Oh ja: Die sogenannten Entscheidungsträger erklären sie werden solche Tätigkeit nicht so hoch ansehen. Ach ja? Und wessen Entscheidungsträger sind sie? Jene von Afrika? Dann sollen sie umziehen. Wenn sie dort willkommen sind. Ob Du Dir aber Sand in die Augen streuen lässt oder nicht ist einzig und alleine Deine Entscheidung.

was denkst du, was du Gutes tun kannst? Du kannst ja nichts, was Afrikaner nicht ebenso oder viel besser können. Für dich mag es gut sein, aber rede dir bitte nicht ein, dass du damit irgendetwas bewirkst.

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