finanzielle unterstützung. Was steht mir zu?

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1 Antwort

Auch als muslimische Eltern sollte es ihnen wichtig sein, dass ihre Tochter eine gute Bildung erhält bzw. diese im Rahmen eines Studiums fortsetzen wird. Der Islam verbietet auch der Frau nicht, sich zu bilden, denn die "Tinte eines Gelehrten ist heiliger als das Blut eines Märtyrers" (Hadith nach Bukhari).

Grundsätzlich sind deine Eltern verpflichtet, dich finanziell zu unterstützen (bis zum Abschluss der ersten Ausbildung oder Studiums, längstens bis zum 27 Lebensjahr). Dies kannst du auch einklagen bei Gericht. Bafög fürchte ich, wirst du warscheinlich bei dem Einkommen der Eltern nicht oder nur zu einem sehr kleinen Teil erhalten, der es auf jeden Fall erforderlich machen wird, dass du dir einen Studentenjob suchen musst.

Ich sehe nicht, dass du deine Eltern mit dieser Entscheidung hintergehst, denn es ist keine Sünde im Islam wenn du nach Bildung strebst. Eher im Gegenteil. Solange du deine Grenzen kennst, ist eigentlich nichts dagegen einzuwenden, dass du 150 km weit entfernt wohnst. Einige Muslime sind jedoch der, meiner Meinung nach irrigen, Ansicht, dass die muslimischen Frau nur dann geschützt wird, wenn man sie faktisch "einsperrt". Ich halte das nicht für einen islamischen sondern eher für einen sehr matriaschalisch orientierten Machtgedanken, der der Seele des Islam eigentlich nicht eigen ist. Vielleicht gelingt es dir, deine Eltern ja dadurch überzeugen zu können, dass du trotz eigener Wohnung nicht ohne die Familie lebst (Onkel). Der kann ja hin und wieder schauen, ob es dir an nichts fehlt ;-) Alles Gute!

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