Finanzielle Hilfe bei Insolvenz

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2 Antworten

Unternehmen bedeutet Risiko.Wie du dich absicherst, war deine Sache, und geht immer und grundsätzlich in die Insolvenzmasse mit ein.

Der Staat hat nur die Pflicht, dich mit ALGII zu versorgen und natürlich schützt auch die vor Privatinsolvenzzahlungen nicht.

Ich verstehe auch nicht, warum jemand, der ein eigenes Risiko eingegangen ist, vom Staat besonders behandelt werden soll, wenn es schief geht als jemand anders, der dieses Risiko nicht einging?

Das musst du mir erklären.

Du bekommst im Rentenalter "Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung", das ebenso wie ALGII/HartzIV eine Form der Sozialhilfe darstellt.

So traurig es für dich klingen mag, aber du hattest den Mut, im Gegensatz zu einem Angestellten eigenverantwortlich und risikobewusst eine Unternehmung zu gründen, Eigenverantwortung bedeutet eben auch, verlieren zu können.

steffensurfer 21.06.2011, 14:33

weil dieses nach meinem Rechtsempfinden eine krasse soziale Benachteiligung ist.Ohne Unternehme-keine Angestellten und Arbeiter. Durch abgeführte Sozialleistungen meiner Mitarbeiter und aller abzuführenden Steuern in 30 Jahren habe ich viel für den Sozialstaat beigetragen. Keine Bange, ich bin nicht selbstmitleidig und mir auch der Risiken einer Unternehmung durchaus bewußt. Trotzdem danke für die Infos...

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fraggle16 28.06.2011, 02:51
@steffensurfer

das ist doch keine soziale Benachteiligung. Ich glaube zumindest kaum, dass du die 30 Jahre auch genauso gut / genauso schlecht wie deine Angestellten gelebt hast, und wenn doch - dann tut es mir leid, das sagen zu müssen, aber dann hättest du den Betrieb mangels Gewinnen längst früher einstellen müssen/sollen.

Du bist dafür verantwortlich, dass der Betrieb Gewinne einfährt, niemand sonst. Dafür kannst du auch niemandem sonst die Schuld geben, auch dem Staat nicht.

Deshalb verstehe ich auch nicht, wo du eine soziale Benachteiligung siehst. Du hattest eine Aufgabe in dem Betrieb, die dir allein die Möglichkeit bietet, die Gewinne abzuschöpfen. Wenn du keine Gewinne abschöpfen kannst, dann ist das eben ein Versagen deiner "Arbeitskraft", andere bei denen die Arbeitskraft versagt, landen ebenso bei HartzIV wie eben jetzt du.

Traurig, aber that's life.

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du solltest auf keinem fall den kopf in den sand stecken!! -- nach 6 jahren ist deine privatinsolvenz beendet, dann bist du aber erst 61 und kannst noch mal voll durchstarten! -- allso kein grund zur panic!! du bekommst die "andrea doria" bestimmt wieder auf kurs!

steffensurfer 21.06.2011, 14:22

nett von Dir, aber das war nicht meine Frage. Ich möchte konkret wissen, was jemandem zusteht, der 30 Jahre lang mit dutzenden von Mitarbeitern mehr fürs Allgemeinwohl getan hat, als jeder Arbeitnehmer und trotzdem kein Arbeitslosengeld erhält. Was bekommt er dann? Wie soll er sein Alter finanzieren?

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harryrrah 21.06.2011, 14:48
@steffensurfer

ok --- nichts, dir steht überhaupt nichts zu!! -- ein fall für das sozialamt!

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szaros 27.07.2011, 14:53
@steffensurfer

Hallo, habe auch nach 30 Jahren meine Firma schließen müssen.Aber nicht wie hier einige behaupten, weil man keinen Gewinn abschöpfen konnte und als Versager betitelt wird..Sondern weil ein anderes Unternehmen Konkurs angemeldet hat und mir somit nichts mehr zahlen konnten.Auch habe ich nicht wie hier von Unternehmern angenommen, nicht in Saus und Braus gelebt.Im Gegenteil habe das wenige was noch kam und ich hatte an meine Mitarbeiter ( 23) weitergeleitet und ich bin schon 68 , also Rentner.Manche hier haben keine Ahnung was es heisst ein Unternehmen zu führen.Ich habe im Rentenalter alles!! verloren.Beziehe auch Grundsicherung und werde bald obdachlos sein.Da ich in der Insolvenz bin wird man nämlich von Vermietern als zahlungsunfähig eingestuft und als assozial behandelt.Obwohl man immer ehrlich gearbeitet hat und unverschuldet in solch eine Lage gekommen ist wird man von machen hier im Forum als ehemaliger Unternehmer beschimpft.Was haben diese Leute denn schon einmal gewagt?Haben sie aich Arbeitsplätze geschaffen und dem Staat viel Geld überwiesen? Viele sind doch nur neidisch, weil sie im Leben nichts zustande gebracht haben und seit Jhren auf Kosten des Staates leben! Damit meine ich nicht jedes Forummitglied.Mir stinkt es nur wenn ich da so die Antworten lese.........

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steffensurfer 26.02.2012, 10:38
@szaros

ist schon ne Weile her, dass ich hier reingeschaut hab und jetzt erst Deinen Beitrag gesehen. Absolut richtig, diese Leute sind völlig daneben mit ihrer Beurteilung. Fakt ist und bleibt, dass man als Mittelständler hart kämpfen muss und bestenfalls durchschnittlich verdient, aber zig hunderttausende durch verschiedene Steuern zum allgemeinen Sozialstaat beiträgt. Ich bin durch die Wirtschafts-u. Finanzkrise 2008-2010 nach 30 Jahren in die Insolvenz gegangen und stehe heute mit 55 vor dem Nichts. Nicht nur, dass es einem selbstständigen nicht gestattet war in die Rentenkasse freiwillig einzuzahlen, sondern dann wird einem auch die in 30 Jahren angesparte Altersversorgung abgenommen im Insolvenzfall. Und die eigentlich Schuldigen, die "Bankster" müssen bis heute für ihre Zockerei nichts abführen. Das ist nicht in Ordnung und eine krasse Benachteiligung gegenüber Angestellten. denn angenommen, ein "Privater" muss Insolvenz anmelden, wird ihm nach 6 Jahren die Restschuld befreit und der bekommt dann mit 65 doch noch seine Rente.

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